Das Geheimnis, wie bei uns wieder Harmonie eingekehrt ist

Das Geheimnis, wie bei uns wieder Harmonie eingekehrt ist

Hallo ihr Lieben,
nachdem ich euch am
Samstag schon erzählt habe, dass meine 2Beiner doch tatsächlich mein Bett nichtmitgenommen haben (ja, inzwischen haben sie offen zugegeben, dass sie das mit
Absicht zu Hause gelassen hatten – weil wir keinen Platz mehr im Auto hatten!!),
möchte ich euch heute ein wenig von unserem Halburlaub erzählen.
Normalerweise arbeitet der Papa ja bei uns in der
Stadt. Da aber ein Arbeitskollege von ihm nun krank geworden ist, musste er in
der Hauptzentrale einspringen. Weil er das vor 2 Wochen schon einmal für 2 Tage
musste, und wir das absolut blöd fanden, sind wir mitgefahren. Das hieß
kurzfristig: eine Unterkunft organisieren, die für mich geeignet ist und ins
Budget der Firma passen muss. Wie auch immer die Mama das geschafft hat, sie
hat eine Wohnung gefunden: komplett eingerichtet, mit Wasserbetten, einem Ofen
und vor allem: Hunde sind absolut erlaubt und willkommen. Angeblich solle
direkt hinter dem Haus auch gleich der Wanderweg in den Westenwald (oder Westerwald
oder so ähnlich) losgehen.
Na da waren wir gespannt: meine erste lange Autofahrt
seit 2 Jahren, die erste lange Autofahrt vom Nacktwelpen und überhaupt der
erste Urlaub für den Kleinen. Damit ich die ganze Fahrt nicht wie auf Kohlen
sitze, ist die Mama mit mir vorher noch einmal raus aufs Feld gegangen.
Natürlich nicht, ohne mit mir weiter Leine laufen zu üben. Außerdem mussten wir
auch an einem Grundstück mit Hund vorbei und ich sollte mich benehmen…
angeblich hab ich das wohl ganz gut gemacht. Dann ging es also los, ich etwas
müde, der Nacktwelpe neben mir und 4 Stunden Autofahrt vor uns. Abgesehen von 2
Pullerpausen für den Papa (von denen ich auch eine genutzt habe) sind wir
durchgefahren – der Nacktwelpe hat ja geschlafen. Und dann kamen wir in diesem
kleinen Örtchen an und tatsächlich: die Anzeige hatte nicht zu viel
versprochen, direkt hinter unserem Haus war ein riiiiiiiiesen Wald!!
Aber es wurde schon dunkel und ich musste erst einmal beschnüffeln,
wo wir jetzt genau waren. Ihr könnt euch ja gar nicht vorstellen, wie es da gerochen
hat. ÜBERALL waren Hundedüfte. Der Vermieter hat den 2Beinern später erzählt,
dass vor uns eine Berner Sennen Hündin da war. Aber wisst ihr wie komisch das
war? Meine 2Beiner hatten anscheinend nicht mitbekommen, dass wir uns gerade in
feindlichem Gebiet befanden und machten es sich auch noch gemütlich. Das wollte
und konnte ich so nicht akzeptieren und habe weiter geschnüffelt und die Augen
aufgehalten, wann die Hündin wiederkommt.
Irgendwann sind die 2Beiner dann auch noch ins Wasserbett
schlafen gegangen und ich wusste erst nicht so richtig, was ich machen sollte –
immerhin könnte die Hündin ja jederzeit zurückkommen. Nach einer Weile hab ich mich
dann doch entschieden, mich zu den 2Beinern schlafen zu legen. Sollten die doch
das Problem mit der Hündin klären.
Als die am nächsten Morgen aber immer noch nicht
wieder da war, fing ich an, mich etwas zu beruhigen und mich am Morgen auch
schön an die Mama und den Nacktwelpen zu kuscheln. Rückblickend kann ich euch
sagen, dass unsere Morgen jeden Tag gleich aussahen: der Nacktwelpe wurde
gefüttert, fertig gemacht, dann hat sich die Mama angezogen und dann bekam auch
ich mein Halsband um, die Kottüten wurden eingesteckt, ein paar Leckerlie in
die andere Jackentasche, der Nacktwelpe kam ins Tragetuch und die Leine wurde
obligatorisch festgemacht. Dann hieß es, für genau 2 Minuten wirklich schön an
der Leine zu gehen und dann durfte ich rennen! Zwei Mal hab ich es geschafft,
direkt neben den Weg zu kackern, so dass die Kotbeutel tatsächlich zum Einsatz
kamen, und dass in einem Wald ohne Mülleimer! Kurzerhand wurde dann ein Baum,
gleich am Anfang vom Wald als „Haltebaum“ missbraucht, der Kotbeutel da
aufgehangen und am Ende wieder mitgenommen.

So standen wir also am Anfang des tollen Waldes. Bei
uns hier in der Tieflandsbucht gibt es nicht so schöne Wälder, und ich war ja
total neidisch, wenn ich immer eure Fotos mit den tollen Wäldern gesehen habe.
Jetzt war ich auch endlich in einem und was für einem schönen!

(Bilder können mit Klick vergrößert werden)

Aber ein schöner Wald
bringt unser Harmonie nicht wieder. Der Alltag war in der letzten Zeit vorrangig vom
Nacktwelpen dominiert, und ich habe nur eine untergestellte Rolle gespielt. Oft
fielen Gassirunden sehr kurz aus oder wir mussten uns beeilen, damit wir pünktlich
zur nächsten Mahlzeit wieder zu Hause waren. Ja und meinen Platz auf dem Sofa
hatte er auch eingenommen.
Nun war es aber so, dass der
Nacktwelpe zwischen 7 und 8 ins Bett geht. Danach gehören die 2Beiner mir und
die Couch war außerdem so groß, dass ich meinen eigenen Platz hatte. Natürlich
wusste ich, dass die Mama ein schlechtes Gewissen hat, weil ich so
vernachlässigt wurde und so hat es mich umso mehr gefreut, dass sie sich abends
immer zu mir gelegt hat, wenn ich auf dem Sofa geschlafen habe. Das Kraulen am
Bauch hab ich ja so vermisst. Ja, und dann wollte ich sie natürlich auch nachts
nicht wieder hergeben. Also hab ich mich kurzer Hand jede Nacht an sie gekuschelt – und ich durfte bleiben, ja
noch viel besser, sie hat sich sogar an mich rangekuschelt und die ganze Nacht
ihren Arm um mich gelegt. Da wäre ich ja schön blöd gewesen, vor dem Frühstück
schon aufzustehen.
Aber das Beste war, dass wir
wieder lange Spaziergänge unternommen haben. Jeden Tag sind wir mindestens zwei
Mal in den Wald, meistens einmal ohne den Papa und einmal mit ihm. Das Gute
dabei war, dass der Papa den Nacktwelpen dann nehmen konnte. Immerhin hatte die
Mama die Kamera dabei, weil sie ihre Fotografiekenntnisse verbessern wollte. So
sollte ich also nicht nur vor und zurücklaufen, zwischendrin mal genau zwischen
den 2Beinern, nein ich sollte auch wieder posen. Natürlich mach ich das so
gerne für die 2, wenn ich sehe, welche Freude die schönen Fotos ihnen bereiten.
Wisst ihr, was der Vorteil am Posen ist? Man bekommt ganz viele Leckerlies fürs
Stillhalten.  

Irgendwann kannten wir die
wichtigsten Wege von dem Wald dann aber doch, damit es mir aber nicht
langweilig wird, haben wir angefangen, eines meiner liebsten Spiele draußen zu
spielen: suchen! Also flogen die Leckerlies nur so durch die Luft und ich
durfte hinterherspringen, sie finden und dann auch genüsslich verspeisen. Kaum
war eins gefunden, saß ich dann wieder neben der Mama und hab auf das nächste
gewartet.

Ihr
seht also, die Tatsache, dass wir uns Zeit füreinander genommen haben und
zusammen eine neue Umgebung erkunden konnten, hat uns wieder
zusammengeschweißt. Schon nach dem 2. Tag hatte ich wieder viel
mehr Freude und Spaß daran, auf die 2Beiner zu hören, dass mir sogar die
hoppelnden Hasen egal waren, und ich wieder zur Mama zurückgerannt bin um ihr
zu zeigen, dass sie doch mein Rudel ist. Mein Rudel, von dem ich so gerne
Aufmerksamkeit, Futter und Streicheleinheiten bekomme – eben genau wie früher!
Eure Abby

9 Gedanken zu „Das Geheimnis, wie bei uns wieder Harmonie eingekehrt ist

  1. Liebe Abby,

    so ein Halburlaub scheint ja etwas richtig gutes zu sein – und es ist toll, dass ihr alle wieder mehr zeit füreinander hattet. Das hat sicher euch allen gut getan 🙂
    Ich bin mir sicher, das Leben mit so einem Nacktwelpen ist nicht immer einfach für Dich und Deine Zweibeiner … es dauert eben alles etwas länger oder muss etwas schneller gehen. Ich finde es aber toll, dass Du so geduldig bist und Deine Zweibeiner auch teilst. Es wird ja auch sicher besser, wenn der Nacktwelpe größer wird 😉
    Der riesige Wald war sicher toll – ich kann mir vorstellen, da konnte man echte Abenteuer erleben.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

  2. Hey Abby,
    ach der Westerwald ist gar nicht weit von uns entfernt. Da habt ihr euch ja genau in unserer Gegend rumgeschlichen, ohne etwas zu sagen ;).

    Schön das ihr den Halburlaub so genossen habt.
    Wuff, Deco + Pippa

  3. Liebe Abby,

    so ein Halburlaub scheint ja echt was Tolles zu sein. Nun gut, die Gegend mag das Frauchen nicht so, sie musste da ja beim letzten Urlaub ganz schön hungern, aber bei euch scheint es ja ganz gut geklappt zu haben. Die Wege und der große Wald sind echt super, da kann ich dir wirklich nur zustimmen.

    Wuff-Wuff dein Chris

  4. Das ist aber ein herrlicher Halburlaub ohne eigenes Bett. Die Bilder sprechen für sich und ich bewundere Deine Mama sehr, wie sie das alles stemmt. Du kannst froh sein, dass sie das so prima hinbekommt und Ihr ein paar schöne Tage verleben konntet. Auch wenn es nicht immer leicht ist, Du mal zurückstecken musst, kann Du sicher sein, dass deine Mama Dich liebt und versucht Dir gerecht zu werden…

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

  5. Zuerst einmal muss ich sagen, dass die Fotos aussehen, wie direkt aus dem Märchenbuch ausgeschnitten, Wahnsinn!
    Wie toll, dass euch der Urlaub so gut getan hat. So eine Wirkung sollte eigentlich jeder Urlaub haben!
    Liebe Grüße
    Lotta

  6. Das sieht ja wunderschön aus! Klasse das dein Frauchen wieder mehr Zeit für dich hat. Genieße es in vollen Zügen. Bei uns ist auch ganz toller Wald Abby. Wenn ihr wollt können wir uns mal auf eine Runde treffen. Ihr wohnt ja nicht weit weg. 🙂

  7. Die Fotos sind euch echt gelungen! Es ist wirklich schön zu lesen, dass euch der Halburlaub was gebracht hat und ihr euch wieder "gefunden" habt. Aber so ein fantastischer Wald, muss ja seine Wirkung auf jeden haben! Wir freuen uns für euch!

    LG Jérôme

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.