Leinenwirrwarr - Teil 3!

by - Dienstag, Juli 28, 2015

Hallo ihr Lieben,

und wieder einmal ist Dienstag: Zeit für unseren Post zum Thema Leinenwirrwarr - so haben wir unserem Hund das Leinelaufen beigebracht.



Dieses Mal berichten uns Sabrina und Queen, wie sie es geschafft haben.

-----------------------------------------------------

Wie ich Queen die Leine schmackhaft gemacht habe

Queen ist nicht mein erster Hund, sodass ich mir bei ihr vor ihrem Einzug einen Plan zurecht gelegt habe, wie ich ihr beibringen kann, vernünftig an der Leine zu laufen.
Zunächst habe ich Queen an das Halsband gewöhnt, damit die Situation nicht zu viel für sie wird. Halsband und Leine stellen für den Hund einen Fremdkörper dar, an den er sich erst gewöhnen muss.

Ich habe schon oft gesehen, wie Hundebesitzer ihren Hund an die Leine gewöhnen wollen. Sie befestigen den Karabinerhaken am Halsband des Hundes, nehmen die Leine in die Hand, richten sich auf und latschen los. Und was macht der Hund? 

Genau. Er versucht seinen Kopf durch das Halsband zu ziehen. 

Verwunderlich? Ganz sicher nicht.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Welpen am einfachsten fällt, sich an die Leine zu gewöhnen, wenn der Leine möglichst wenig Beachtung geschenkt wird. Dazu habe ich erst einmal nur die Leine am Halsband befestigt. Die dünne Schnur hing einfach an dem Halsband, während ich Queen abgelenkt hab. Sobald sie zur Leine blickte, flog ein Spielzeug oder ein Keks kullerte über den Boden. Hauptsache sie war abgelenkt und lernt, sich unbeschwert mit der Leine bewegen zu können. Bereits nach wenigen Aktionen ist die Leine vergessen.



Im zweiten Schritt habe ich mich auf den Boden gesetzt und Queen zu mir gelockt. Sobald sie sich in Reichweite befand, habe ich die am Halsband befestige Leine in die Hand genommen und sie gelobt. Auf diese Weise konnte sie sich daran gewöhnen, dass ich das andere Ende der Leine festhalten werde. In einem kleinen Radius habe ich Kekse oder Spielzeug geworfen, während das Ende der Leine immer noch in meiner Hand war. Wichtig war nur, dass der Keks bzw. das Spielzeug noch erreichbar war, ohne dass die Leine stramm wird.



In einem dritten Schritt habe ich die Leine in der Hand gehalten und habe mich dabei aufgerichtet. Auch hier habe ich darauf geachtet, dass Queen möglichst schnell abgelenkt wird, sobald sie ihre Aufmerksamkeit auf die Schnur an ihrem Halsband richtet. Mir war es wichtig, dass sie erst das Gefühl bekommt, durch dieses Ding am Hals nicht eingeschränkt zu werden. Mit Leckerlis oder freundlichem Rufen kann man schnell die Aufmerksamkeit des Welpen gewinnen und von der Leine ablenken.



Es dauerte gar nicht lange, da war es möglich einige Meter mit der Leine zu laufen.
Und genau so wenig Zeit verging, bis sie anfing, an der Leine zu ziehen. Welpen sind für alles zu begeistern und so ist es nicht verwunderlich, dass sie plötzlich einem wehendem Blatt hinterhersprang und die Leine stramm wurde. Ich habe die Erfahrung gesammelt, dass dieses Problem am einfachsten in den Griff zu bekommen ist, indem wir die Aufmerksamkeit des Hundes zurückgewinnen. Ich bin also stehen geblieben und habe irgendetwas gemacht, was ihre Aufmerksamkeit erregt, zum Beispiel mit einem Ball quietschen. Denn eigentlich besteht der einzige Grund, dass ein Hund an der Leine zieht, darin, dass er alles andere interessanter findet als uns. Das wollte ich auf jeden Fall vermeiden, daher habe ich früh angefangen, mich auch an der Leine interessant zu machen. Das geht super einfach mit ein paar Leckerlis, die „plötzlich“ aus der Tasche fallen, indem man unerwartet schneller oder langsamer geht oder das Spielzeug sichtbar aus der Tasche blicken lässt. Alle Aktionen, die bei einem Hund Aufmerksamkeit erzeugen, sind hier hilfreich. Auf diese Weise kann auch vermieden werden, dass es erst zu richtigen Leinenziehen kommt. Sobald dieses Problem auftaucht, bedeutet das richtig harte Arbeit und viel Ausdauer.


Ob diese Methode auf jeden Hund übertragbar ist, kann ich nicht beurteilen. Ich habe auf diese Weise jedoch die Erfahrung gesammelt, dass Ablenkung und Gewöhnung ganz wichtige Rollen spielen. Mit Zwang erreicht man hier nicht viel, sondern zerstört nur die Bindung zu seinem Hund. Solange man im Hinterkopf behält, dass man stets interessant bleiben muss, um die Aufmerksamkeit seinen Hundes zu bekommen, dürfte der Leinenführigkeit nichts mehr im Wege stehen. 

----------------------------------------------------------------
Vielen lieben Dank für euren tollen Artikel!

Wir freuen uns schon auf nächste Woche und unseren nächsten Artikel.

Eure Abby

You May Also Like

3 Kommentare

  1. Das ist mal eine Variante, die richtig gut klingt. Die meisten Welpen kennen ja Halsband und Leine überhaupt nicht. Ich war zwar recht schnell damit warm geworden, aber das ist bestimmt nicht überall so.

    Wuff-Wuff dein Chris

    AntwortenLöschen
  2. Ein toller Artikel :) Amber kannte Leine und Halsband bereits als wir sie bekommen haben, aber ihre Aufmerksamkeit mussten wir uns hart erarbeiten ;)

    Liebe Grüße, Caro + Ambi

    AntwortenLöschen
  3. Die Leine mit Halsband kannte ich schon alles schon von meinen Züchtern. Aber ein sehr schöner Ansatz mit den ganzen Leckerlis *schmatz*

    Schlabbergrüße Bonjo

    AntwortenLöschen