Unsere Hundesportwoche

Montag, Januar 25, 2016 Hundekind Abby 3 Comments

Hallo ihr Lieben,

dieses Jahr möchten wir uns etwas genauer mit verschiedenen Hundesportarten beschäftigen. Dazu wird es über das Jahr verteilt sogenannte "Hundesportwochen" geben. Dabei versuchen wir alles wissenswerte über die jeweilige Sportart herauszufinden und euch mitzuteilen.



Worum es diese Woche geht?

Das Longieren mit dem Hund

Der ein oder andere von euch kennt das Longieren vielleicht vom Pferdesport. Aber auch in der Arbeit mit Hunden erfreut sich diese Sportart immer größerer Beliebtheit.

Bei dem Longieren geht es darum, dass der Hundehalter dem Hund mithilfe seiner Körpersprache mitteilt, was der Hund machen soll. Der Hund soll lernen, wieder (mehr) auf die Körpersprache seines Besitzers zu achten. Immerhin können die 2Beiner mehr mit ihrem Körper ausdrücken, als ihnen bewusst ist. Beim Longieren wird nicht gesprochen und es kommen keine Leckerlies oder irgendwelches Spielzeug zum Einsatz. Dadurch wird die Beziehung und die Bindung zwischen Hund und Mensch gestärkt.

Wie funktioniert das Longieren?

Beim Longieren lernt der Hund um einen Kreis zu laufen. Die Richtung und die Geschwindigkeit wird dabei durch den Menschen angegeben. Dieser befindet sich während des Trainings in der Mitte des Kreises.

Am Anfang wird der Hund an der Leine geführt und ihm wird gezeigt, dass er nicht in den Kreis kommen darf. Stattdessen lernt er um die Begrenzung zu laufen. Sobald der Hund das verstanden hat, wird die Leine abgemacht. Fortgeschrittene Hunde können sogar an zwei Kreisen laufen oder verschiedene Hindernisse während des Laufens überqueren.



Wieso verbessert das Longieren die Bindung zum Hund?

Hunde dürfen während des Longierens den Kreis, in dem der Mensch steht, nicht betreten. Das heißt, der Mensch besteht auf seinen Freiraum. Dadurch, dass der Hund in diesen Freiraum nicht kommen darf, erhöht sich in ihm der Wunsch, seinem Menschen wieder nah zu sein. Zeitgleich schult die Aufmerksamkeit auf die Körpersprache des Menschen auch die Konzentration darauf. So lernt er nämlich (wieder), dass der Mensch seinen Körper aktiv benutzt um mit ihm zu kommunizieren. Hunde kommunizieren fast ausschließlich über ihre Körpersprache, alles andere ist gegen ihre Natur. Der Mensch begibt sich in diesem Moment auf die gleiche Stufe und das nimmt der Hund sehr dankend an.

Was braucht man zum Longieren?

Das schöne am Longieren ist, dass man nicht viel benötigt um anzufangen. Ein Absperrband, Kegeln oder verschiedene Targets reichen schon aus. Außerdem ist ein Klicker für den Anfang nicht schlecht oder alternativ auch ein Ball. Und natürlich etwas Platz. Am Anfang beginnt man recht klein, am Ende hat der Kreis einen Durchmesser von 10 Metern.

Wir hoffen, ihr habt jetzt einen großen Überblick darüber, was Longieren mit dem Hund ist und seid neugierig, was wir noch tolles für euch haben.

Morgen stellen wir euch ein Buch zum Thema Longieren mit Hund vor.

Eure Abby

Kommentare :

  1. Ach, das finde ich eine super Idee mit den Hundesportwochen. Longieren möchte ich auch nochmal ausprobieren!
    Liebste Grüße
    Lizzy und das Indianermädchen

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  2. wuff,

    ich habe schon mal mit Frauchen bei einem Longierseminar mitgemacht. Das hat richtig Spass gebracht.
    Bestätigt wurde ich, und auch die anderen Hundekumpels, aber mit einem Spielzeug *nick*
    Am zweiten Seminartag war ich sogar schon so weit, daß ich nicht nur die Richtung, sondern auch den Kreis wechseln konnte. Zudem wurden auch Hindernisse und Tunnel aufgebaut/integriert... das brachte allen Teilnehmern noch mehr Spass, aber es zeigte sich deutlich, welcher Zweibeiner keine Körpersprache hatte *zwinker*

    In einem möchte Frauchen wiedersprechen; der Kreis sollte mindestens einen Durchmesser von 10 Metern haben. Sonst belastet das enge "im Kreis laufen" zu sehr die Gelenke von uns Hunden, was grade bei großen und schweren Rassen nicht sein sollte.

    Zwar gilt das Longieren als der Ausgleichssport für Obedience, aber der Aufbau eines interessanten Longierkreises nimmt Zeit in Anspruch... daher machen wir es nur noch sehr selten.

    schlabberGrüße von Shila

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    1. Hallo Shila,

      oh das klingt ja super spannend! Wir überlegen inzwischen auch so ein Seminar zu besuchen.

      Wo schreiben wir denn, das der Kreis weniger als 10 m sein soll? Nicht, dass es zu Missverständnissen kommt :) Aber am Anfang sollte er doch etwas kleiner sein um den Hund an die Distanz zu gewöhnen, oder?

      Liebe Grüße
      Abby

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