Hund und Katz zusammen - kann das gut gehen?

by - Donnerstag, März 10, 2016

Hallo ihr Lieben,

am Montag haben wir euch erzählt, wieso wir keine Katzenmenschen sind.

Aber dennoch gibt es ja viele, die gerne Hund und Katze zu Hause hätten. Alina von Pfotentierchen hat uns deswegen einen ganz tollen Gastartikel geschrieben!




Zusammenleben von Hund & Katz‘

Die liebe Diana hat uns gefragt, ob wir euch hier nicht ein bisschen was über das Zusammenleben von Hund und Katz‘ berichten wollen und da haben wir natürlich zu gesagt. ;)

„Wir“ das sind Australian Shepherd „Yumo“, zarte 10 Monate jung, und meine Wenigkeit, „Alina“ zarte 22 Jahre jung.
Auf unserem Blog pfotentierchen.blogspot.de schreiben wir über unsere gemeinsamen Erlebnisse und über dies und das. Einfach alles, was uns als lesenswert für euch erscheint.



Natürlich gehören auch zwei Miezekatzen zu unserem Rudel, sonst könnte ich heute wohl kaum darüber berichten! J
Das wären dann Zazou und Toons. Sie sind Geschwister, sind am 21.07.2012 geboren und die meisten Besucher haben Probleme, sie auseinander zu halten.
…und dabei sehen sie sich ja nun wirklich nicht ähnlich… oder?

Zazou

Toons


Katzen und Hunde sind sich nicht von Natur aus feindlich gesinnt. Wenn sie gemeinsam miteinander aufwachsen, können sie sogar ganz wunderbare Freunde werden, kuscheln und spielen miteinander, als wäre es das Normalste überhaupt.
Sobald eines der Tiere länger da ist, als das Andere, kann es aber durchaus zu Problemen kommen…
Gucken wir uns das also mal etwas genauer an:

Die Katze war zuerst da!

Auch bei uns waren zunächst die Katzen hier und hatten die Wohnung und uns für gute 3 Jahre für sich allein – es ging ihnen sehr gut, sie hatten wohl kaum etwas zu beanstanden und hätten mit Sicherheit keinen Hund gebraucht. ;)
Katzen sind ja in vielen Eigenschaften sehr… eigen… Und ganz besonders eigen sind sie, wenn es um ihr Revier geht.
Wie zum Teufel kamen wir auch nur auf die Idee, ihnen einen schlabbernden, Schwanz wedelnden, dauergrinsenden und höchst nervigen Welpen vor die Nase zu setzen?

 
Wie (die meisten) Katzen darauf reagieren:

Möglichkeit A: Die Katze versteckt sich und kommt nicht mehr hervor. Wenn sie sich doch einmal traut, und das schwanzwedelnde Monster auf sie zukommt, ist sie erst einmal für die nächsten paar Stunden wieder weg – wenn nicht gar Tage oder Monate. ;)
Möglichkeit B: Die Katze stellt alle – also wirklich ALLE – Haare am Körper auf, macht den größten Buckel aller Zeit, faucht und knurrt in magenerschütternden Tönen und springt, wenn möglich, mit allen Vieren auf das sich freuende Hundebaby!
(Zazou entschied sich für Möglichkeit A, Toons für Möglichkeit B)
Und dann gibt es noch ganz spezielle Genossen, die sich an den Zweibeinern für das „Geschenk“ rächen wollen – ein Häufchen hier, zwei- dreimal markieren dort… (Puuuuh… wir wurden zum Glück verschont.)


Diese Konstellation ist – seien wir mal ehrlich – ziemlich schwierig, eben weil Katzen sehr territorial sein können, keine Veränderungen mögen und schon gar keine neuen Vierbeiner an ihrer Seite sehen wollen.

ABER es kann gehen. Bei den einen geht es ganz schnell (Möglichkeit A), bei den anderen dauert es halt etwas länger… (Möglichkeit B)

Es gibt viele Ratgeber, wie man die Tiere zusammenführen soll und wie man den Anfang miteinander gestalten soll. Ob das alles was bringt, ist fraglich. Bei uns hat vor allem die Zeit geholfen.
Die ersten Tage haben wir die Katzen häufig aus dem Wohnzimmer ausgesperrt. Das war doof, für alle Anwesenden, aber so konnten beide Parteien zur Ruhe kommen.

Ein paar Tipps:
·         Verhindert auf alle Fälle, dass der Hund die Katze jagt!
·         Verhindert zu Beginn auch, dass die Katze den Hund jagt!
später kann es eventuell sogar bei zu aufdringlichen Hunden mal hilfreich sein, wenn es einen Klaps auf die Nase gibt [*hust* wer hat das gesagt?] … was natürlich nicht heißen soll, dass die Katze aus dem Hund Sushi machen soll!!
Ich rede hier von einem kleinen, genervten, Kratzer. ;)
·         Nehmt den Hund aus der Situation, wenn er nicht aufhört, die Katzen zu bedrängen oder zum Spiel aufzufordern.
·         Bietet den Katzen ausreichend Möglichkeiten, sich zurückzuziehen (Kratzbäume, Zimmer, die der Hund wegen Babygittern nicht betreten kann, etc.)
·         Bei futterneidischen Tieren sollte räumlich getrennt gefüttert werden
·         Seid nicht zu enttäuscht, wenn eure Tiere sich nicht leiden können und dies vielleicht auch nie tun werden. Sie müssen sich nicht lieben, sie sollen sich nur akzeptieren!

Und wenn der Hund zuerst da war?

So genau kann ich hierüber natürlich nicht berichten, ich weiß jedoch, dass diese Möglichkeit weitaus einfacher sein kann.
Hunde sind (meistens) offen für Neues, erfreuen sich an Besuch und Familienzuwachs und haben auch gegen niedliche Katzen nichts einzuwenden.
Natürlich kann es auch hier Probleme geben, sollte der Hund jagdlich motiviert sein und auch hier sollte das gegenseitige Jagen auf jeden Fall verhindert werden.
Dennoch bieten sich bei dieser Option häufig größere Chancen, dass sich Hund und Katz‘ einmal richtig gut verstehen werden.

Und wie ist es bei uns abgelaufen?

Wir haben Yumo mit niedlichen 10 Wochen bekommen. Zu Beginn haben wir die Katzen kurz aus der Wohnung genommen und dem Welpen etwa 30 Minuten Zeit gegeben, sich umzuschauen. Und dann kamen die Miezen dazu.
Wir machten die Transportkiste auf, der Kater sprang fauchen und knurrend (siehe Möglichkeit B) auf den Hund zu, mein Freund dazwischen (man, hat der geblutet) und ich mit dem kreischenden Welpen (der gar nichts abbekommen hatte) in einen anderen Raum!
Oh man, die erste Zusammenführung war mal so richtig doof!
Es hat etwa 3 Tage gedauert, bis die Katzen verstanden haben, dass Yumo bleibt.


Aber trotzdem hat Yumo zu Beginn häufig eins auf die Nase bekommen, weil er den Katzen ziemlich penetrant gefolgt ist. Immerhin gab es keine Mord-und-Totschlag-Versuche mehr.
Die Situation hat sich seit dem aber auch nicht mehr großartig geändert.
Die Katzen akzeptieren Yumo, finden ihn aber ziemlich doof. Gehauen und gekratzt wurde schon lange nicht mehr, sie liegen mittlerweile sogar relativ nah beieinander (im Bett: Yumo am Fußende, Toons auf meinem Schoß).
Yumo darf den beiden regelmäßig die Ohren säubern und sie schubbern sich ab und an mal an ihm.
Mehr wird da wohl nicht mehr kommen.
Das heißt: wir haben lange gehofft, viele Rückschläge kassiert und letztlich wurden wir mit sich akzeptierenden Tieren belohnt… Nicht perfekt, aber es reicht. ;)


Ich hätte es natürlich lieber, wenn sie kuschelnd in einem Körbchen schlafen würden, aber so muss es eben reichen. ;)
Wer weiß? Sie sind ja erst seit 7,5 Monaten zusammen, vielleicht ändert sich ja doch noch mal was!

Was wir noch so beachten, beim Zusammenleben:
·         Wenn wir mit Yumo üben, schließen wir die Tür, sodass die Katzen nicht dabei sein können, da sie sehr gierig auf Leckerlis sind und Yumo so nur ablenken würden.
·         Gefüttert wird in unterschiedlichen Räumen. Das wurden die Katzen schon ohne Yumo, da sie ziemlich futterneidisch sind. Ich glaube zwar nicht, dass sie da mittlerweile noch ein Problem mit hätten, wir machen es aber weiterhin so, wie gehabt.
·         Wir haben zwei Räume (Wohnzimmer und Büro), die wir durch Babygitter vom Rest der Wohnung trennen. So können sich die Katzen ohne Probleme zurückziehen.
·         Wenn wir mit den Katzen kuscheln, drängt sich Yumo gerne dazwischen. Es gibt hier aber ganz spezielle „Katzen-Kuschel-Momente“, in denen Yumo einfach mal außen vor ist. Dann wird er ignoriert oder weg geschoben. ;)
·         Die Katzen haben – ehrlich gesagt – viel mehr Freiheiten, als sie Yumo jemals haben wird. Eine Katze auf dem Tisch ist aber auch gar nicht so schlimm, wie ein Hund auf dem Tisch und daher muss er damit leider leben – und da er das von Anfang an nicht anders kennt, ist das auch völlig okay für ihn.
·         Und abschließend: Die drei werden natürlich alle gleichermaßen geliebt!

Es grüßen
Alina mit Yumo, Zazou & Toons

Vielen lieben Dank ihr 4! Wenn ihr Yumo bei Facebook besuchen möchtet, dann könnt ihr das [HIER] tun.Wie sieht es bei euch aus, habt ihr nur Hunde oder "dürfen" bei euch auch Katzen leben?Eure Abby

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7 Kommentare

  1. Hier waren auch die Katzen zuerst da. Die jüngere hatte sogar ein Horror Erlebnis, ihre Mutter wurde nämlich von einem Hund getötet. So kam sie dann auch zu uns.
    Bei uns gabs allerdings nie Probleme. Die Hunde wurden von den Katzen mit Blicken zurecht gewiesen ... Damit war alles klar.
    Unser Aussiewelpe bekam mal kleinere Kratzer ab, wenn sie zu wild war. Aber mittlerweile haben sich die beiden ein Spiel aus vielem gemacht.
    Insgeheim ist hier die Katze (wir haben jetzt nur mehr eine) die Herrscherin. Aber wirkliche Probleme gab es nie.

    LG Sonja

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  2. Hier waren auch die Katzen zuerst da. Die jüngere hatte sogar ein Horror Erlebnis, ihre Mutter wurde nämlich von einem Hund getötet. So kam sie dann auch zu uns.
    Bei uns gabs allerdings nie Probleme. Die Hunde wurden von den Katzen mit Blicken zurecht gewiesen ... Damit war alles klar.
    Unser Aussiewelpe bekam mal kleinere Kratzer ab, wenn sie zu wild war. Aber mittlerweile haben sich die beiden ein Spiel aus vielem gemacht.
    Insgeheim ist hier die Katze (wir haben jetzt nur mehr eine) die Herrscherin. Aber wirkliche Probleme gab es nie.

    LG Sonja

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  3. Also bei uns leben auch Hund und Katze zusammen.
    Die beiden verstehen sich super, auch wenn wir bei der Zusammenführung weniger vorsichtig waren =)

    Aber nach zwei Jahren lässt sich eines klar sagen: Ich habe eine Katze, die einen Hund hat =)

    Liebe Grüße

    Anika, Scar und Adgi

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  4. schade das ihr mein frauchen nicht zum gastbeitrag eingeladen habt, ich lebe mit drei kater zusammen....da gibt es ne menge zu verbellen*wuff

    schöner artikel ;)

    glg und einen tollen start ins we,

    luana

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    1. Das nächste Mal fragen wir euch :D

      habt ein tolles Wochenende!

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