House of Dogs - unser Bericht

Donnerstag, Juni 16, 2016 Hundekind Abby 1 Comments

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch nun endlich unseren Artikel zur House of Dogs präsentieren.



Letzten Samstag, am 11. Juni 2016, ging es für mich früh um 8:00 Uhr zum Bus Richtung Berlin. Ich hatte nicht wirklich eine Ahnung wo der Bus dann anhält und wusste, wenn ich pünktlich um 11:00 Uhr beim Bloggertreffen sein will, muss alles glatt laufen. Naja, und dann herzlich Willkommen in Berlin. Inzwischen ist es mir unbegreiflich, wieso ich mal in dieser Stadt wohnen wollte. Da gibt es soo viele Menschen. So furchtbar viele Menschen! Aber wenigstens waren die meisten sehr nett und nachdem ich sinnloserweise 2 Bussen hinterhergerannt war, von einem offensichtlich alkoholisierten, alten Mann angesprochen wurde, ob ich nicht seine Tochter sein möchte, saß ich endlich in der S-Bahn, die mich zum Ostbahnhof bringen sollte. Dann hieß es nur noch etwas rumirren wo der Postbahnhof ist, und dann war ich da. Püntklichst um 11:00 Uhr erreichte ich den Postbahnhof.

Begrüßt wurde ich von einer längeren Schlange von Hunden, die alle am Eingang wartete, kontrolliert zu werden. Dabei wurden die Impfpässe kontrolliert, und sogar die Chips ausgelesen. DAs hatte ich so noch auf keiner Messe erlebt und muss sagen, dass ich das so ganz toll fand. Allerdings wäre es schön gewesen, wenn die Besucher ohne Hunde noch einen 2. Eingang gehabt hätten. Da die Hunde nämlich leider auch irgendwie kreuz und quer standen, musste man sich erst einmal an allen vorbeischlängeln. Da wäre eine 2. Tür schon praktischer gewesen.

Drinnen angekommen bekam ich meinen Stempel auf die Hand und schon war ich drin und stand schon direkt am Treffpunkt für das Bloggertreffen. Annette Petzold, Organisatorin der Messe, war auch schon vor Ort und wir haben uns sehr gefreut, uns gleich wieder zu treffen. Auch die Mädels kamen dann alle einmarschiert und so ging es erst einmal ins obere Stockwerk auf eine große Dachterrasse. Dort wurden uns sehr leckere, selbstgemachte Limos gereicht und Annette erzählte von den letzten Wochen des Vorbereitens und stellte sich den Fragen der Blogger und Journalisten. Weiter ging es dann zum unangefochtenen Highlight der Messe. Die Schirmherrin der Messe: Maja von Hohenzollern. Ganz ehrlich, im Vorfeld hatte ich mir Gedanken gemacht, was da wohl auf uns zukommen würde. Viel wusste ich von ihr nicht, nur dass sie sich aktiv im Tierschutz einsetzt und stolze Veganerin ist. Bei Shoppingqueen hatte ich sie mal gesehen, da hat sich bei ihrem ganzen Outfit komplett auf Leder verzichtet und auch immer wieder betont, dass für sie kein Tier sterben muss. Und plötzlich stand sie dann vor uns in ihrem Stand, der gefühlt so groß wie dem Minimensch sein Kinderzimmer ist und komplett in pink gehalten wurde. Wir wurden sehr nett begrüßt und dann fing sie ohne Umschweife an, uns ihre komplette Produktlinie vorzustellen. Diese Frau macht alles - von Hundebetten, Pflegeprodukten bis hin zum Futter. Damit ist sie übrigens die einzige Marke, die eine sogenannte Vollproduktpalette anbietet. Normalerweise stellt eine Marke nur ein Futter her, oder hat sich auf Accessoires spezialisiert. Bei ihr gibt es eben alles. Ob man ihr Futter nun mag oder nicht, das ist ja sowieso eine Glaubenssache, deswegen werde ich mich dazu nicht äußern. Auch, ob man für seinen Hund ein "Luchpaket to Go" braucht oder nicht, möchte ich nicht bewerten. Was mir aber auffiel: Maja von Hohenzollern lebt für ihre Marke und ist eine wahnsinnig gute Verkäuferin. Sie hat von ihren Produkten gesprochen, als wären es ihre Kinder und man merkt, dass sie sehr viel Herzblut in ihre Produkte steckt. Was uns sicher allen im Kopf geblieben war ist, dass sie 12 Hunde und 5 Katzen hat. Alle von der Straße, alle heimatlos und jetzt leben sie standesgemäß fürstlich. Übrigens spendet Maja von Hohenzollern von jedem verkauften Artikel jeweils eine Summe an wohltätige Organisationen. So konnte sie alleine vom Verkauf ihrer Hundemöbel bereits 100.000 Euro spenden. Und an der Stelle kann man jetzt halten von ihr was man will: Das soll ihr erst einmal jemand nachmachen!



Danach konnten wir uns alle die Messe auf eigene Faust anschauen und das taten wir auch. Es sollten ja sehr viele, kleine Unternehmen vor Ort sein und darauf war ich wahnsinnig gespannt. Ich hatte mir ein festes Budget mitgenommen, eigentlich brauchte ich nichts, wollte aber vielleicht doch das ein oder andere Highlight mitnehmen. Ein Halsband und/oder eine Leine sollten es sein. Aber nur, wenn es mich wirklich vom Hocker riss. Gleich vorab: ich bin nicht fündig geworden. Also nicht, dass es keine tollen Sachen gab, die haben aber alle nicht "Abby" gerufen. Also blieb der Geldbeutel zu. Was mir an sich aufgefallen ist war, dass die meisten "kleinen Shops" alle mehr oder weniger das gleiche anbieten: Leckerliebeutel, Halstücher und Halsbänder die vom Stil her irgendwie alle das gleiche waren. Da hätte ich mir mehr Vielfalt gewünscht. Vielleicht kommt das aber mit den Jahren. Immerhin war das ja die erste House of Dogs und da dann auszustellen kann ja durchaus ein Wagnis sein. Also liebe verrückten, kreativen, ausgefallenen Shops: Traut euch nächstes Jahr zur House of Dogs!



Einige große Firmen waren ebenfalls vertreten, die habe ich aber nicht besucht. Ich wollte ja gucken, was es abseits der größeren Firmen gab. Aber Gott sei Dank waren die kleinen Shops in der Überzahl und so konnten wir sogar einen Blogger-Lieblingsstand ausmachen. Ich glaube mehr als die Hälfte von uns hat bei Schlemmermaul in Glas eingekochtes Futter gekauft. Das werden wir demnächst einmal probieren und euch dann berichten. Auf jeden Fall hat sich dafür schon der Besuch bei der House of Dogs gelohnt.

Natürlich gab es aber noch viel mehr: Eine Aktionsfläche zum Beispiel. Da war ein Agility-Parcour aufgebaut, den mann (wenn nicht gerade Vorträge oder Demonstrationen stattfanden) auch selber nutzen konnte. Queen von Dietutnichts hat das gleich genutzt.



Was die anderen Blogger mir dann noch berichteten war, dass es auf der unbeaufsichtigten Fläche wohl einen Unfall gegeben hat und einer der Hunde die Wippe heruntergefallen war. Vielleicht sollte man sich dazu für nächstes Jahr überlegen immer einen Hundetrainer hinzustellen, der das beaufsichtigen kann.



Viel von den Vorträgen habe ich leider gar nicht so mitbekommen, da ich immer wo anderes war. Ja, die Zeit hatten wir glaube ich alle vergessen. Und außerdem war es sehr laut. Wir waren kurz bei der Podiumsdiskussion dabei und sind aber sehr schnell wieder gegangen, weil die Boxen sogar für uns zu laut eingestellt waren. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie es den Hunden dabei ergangen ist. Ich würde mich deswegen sehr freuen, wenn man bei der nächsten House of Dogs den Aktionsbereich von den Shops trennen könnte. Ich glaube nicht, dass der Postbahnhof die idealste Location für eine Messe war, aber auch da könnte man das super trennen. Unten die Stände und oben die Actionflächen samt Diskussionen. Und bitte nicht gleichzeitig, dann dürfte es etwas ruhiger werden.



Übrigens ist es sehr spannend, was jeder bei so einer Messe beobachtet. Viele Dinge, die die anderen Mädels gesehen haben, habe ich nicht gesehen. Eine Bulldogge mit Läufigkeitshöschen ist mir nicht über den Weg gelaufen und auch so hatte ich das Gefühl, dass die Hunde bei der House of Dogs für eine Messe verhältnismäßig ruhig waren. Von Beißereien oder Kläffereien habe ich nicht viel gehört. Aber vielleicht war ich immer nur zur falschen Zeit am richtigen Ort.

Ja und dann möchte ich euch noch meine 2 besonderen Highlights zeigen. Das ist zum einen das leckerste Eis, was ich in Deutschland je gegessen habe. Das war eine Kugel veganes Mozarteis. Ich sag's euch, sooo lecker! Bei der House of Dogs hat man nämlich auf die typischen Speisen wie Bratwurst und fettige Pommes verzichtet, und ausgefallene Speisen präsentiert. Von dem Burrito-Stand hatte ich zwar nichts probiert, weil der Burrito soo groß war, dass ich mich sicherlich beschmiert hätte und ich bin kein großer Freund von Süßkartoffeln. Dennoch fand ich es sooo klasse, dass man mal gezeigt hat, was Berlin auch kulinarisch zu bieten hat.



Und der schönste Grund nach Berlin zu fahren war das Treffen der anderen Bloggermädels. Wir kannten uns bisher alle nur über das Netz und klar hatte man bereits hin und hergeschrieben, im echten Leben ist es aber doch meistens so, dass man dann gar nicht mehr weiß, was man sich erzählen soll. Das war bei uns absolut nicht der Fall. Kaum hatten wir uns gefunden ging das Gequatsche los (das ist sogar Maja von Hohenzollern aufgefallen) und das ging bis wir uns dann schlussendlich getrennt hatten, weil jeder nach Hause musste. Dass unser Treffen so wird, hätte ich nie gedacht.



Zusammenfassend kann man also sagen, dass die House of Dogs einen soliden Start hingelegt hat, aber auch noch Verbesserungspotenzial hat. Natürlich muss man sich als Messe erst einmal etablieren, ich hoffe aber dass sie irgendwann mal Vorbildcharakter hat und alle Hunde, die ungeeignete (sprich Würgehalsbänder) komplett verbietet und auch offensichtlich läufigen Hündinnen, den Zugang zur Messe verwehrt. Leider sind die Menschen so dumm und schleifen auch gestreßte Hunde mit zur Messe. Dagegen kann ein Veranstalter nichts tun, aber vielleicht können sie demnächst einmal ein Zeichen setzen.

Wir freuen uns dennoch auf nächstes Jahr und sind auf jeden Fall wieder mit dabei!

Wenn ihr die Artikel der anderen Bloggermädels lesen wollt, könnt ihr das gerne hier tun:
Dietutnichts    |    Verwauzt und Zugebellt    |      Les Wauz     |    Schnüffelinspektor

Eure Dini

1 Kommentar :

  1. Liebe Diana, liebe Bologgerinnen, die ihr euch auf den Weg zur ersten House of Dogs gemacht habt - nochmals vielen Dank für euren Besuch und die tollen und vor allem ehrlichen Artikel, die ihr veröffentlicht habt! Das ist so wichtig für uns und wir werden sowohl die Kritikpunkte als auch das, was euch besonders gut gefallen hat, auf jeden Fall in unsere Planungen und in die weitere Entwicklung der HoD einbeziehen. Manche Dinge sind, wie ich feststellen musste, in dem ganzen Stress tatsächlich an uns vorbeigegangen: Würgehalsbänder?!?? Da hätt's gleich mal einen Rausschmiss gegeben......aber wie gesagt, da werden wir nächstes Mal ein ganz wachsames Auge drauf haben! Wir halten euch auf dem Laufenden und wünschen euch und euren Lieben eine gute Zeit bis dahin! Anette von der House of Dogs

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