Ohne Titel.

by - Montag, Juni 13, 2016

Hallo ihr Lieben,

eigentlich sollte hier heute der Artikel über die House of Dogs am Samstag erscheinen. Aber mir ist gerade nicht danach irgendetwas "schönes" aufzuschreiben. Eigentlich ist mir gar nicht danach, irgendwas zu schreiben, aber irgendwie muss es raus. Daher erwartet keinen hündischen Beitrag, keinen fröhlichen, keinen der euch irgendetwas bringt.

Normalerweise passieren immer nur woanders schlimme Dinge. Von Tragödien ist man immer nie selber betroffen. Es ist furchtbar das Tragödien passieren. Eine Katastrophe, dass Terroranschläge passieren. Terroranschläge sind nicht mehr nur in weiten Ländern. Letztes Jahr hat es Frankreich getroffen, dieses Jahr Belgien. Dass man sich nirgends mehr sicher sein kann, ist irgendwie jedem unterschwellig bewusst. Aber wirklich realiseren tut man das doch erst, wenn etwas passiert, was einen persönlich betrifft.

Kennt ihr das auch, dass man irgendetwas hat, was einem absolut und über alles heilig ist? Etwas, was einen so glücklich und zufrieden macht wie sonst nichts auf der Welt? Meine glückliche kleine Blubberblase ist gestern Abend geplatzt. Sie wurde zerschossen von einem Mann, der meinte das Leben von 50 Menschen nehmen zu müssen. Ich habe ein Jahr lang in Orlando gelebt und mein Herz an diese Stadt verloren und es bei meiner Abreise zum Teil auch dort gelassen. Wenn mir jemand eine Möglichkeit geben würde, dorthin zuziehen, dann müsste ich nicht lange überlegen.



Orlando ist perfekt. Einfach alles davon. Natürlich ist Orlando nicht perfekt. Eigentlich ist es sogar die 8. gefährlichste Stadt in den USA, aber für mich ist es perfekt. Mein Jahr dort war das ereignisreichste, beeindruckendste und unvergesslichste, was ich in meinem Leben vor der Geburt meines Sohnes je hatte. Wann auch immer ich an Orlando gedacht hab, war alles gut, egal wie turbulent das Leben um mich rum war. Und jetzt ist dort eine furchtbare Tragödie passiert. An einem Ort, an dem ich oft feiern war, nur 10 Minuten weg von dort. Vielleicht bin ich sogar einmal unbewusst an diesem Club vorbei gelaufen. Ich weiß es nicht.

Warum ist das gerade in Orlando passiert? Eine Stadt, in der das Leben so pulsiert, so unbeschwert sein kann? Eine Stadt, in der ich immer gut behandelt wurde - meine Stadt.

Heute macht es keinen Sinn, euch zu erzählen, wie es auf der House of Dogs war, denn ich könnte euch nicht von ganzen Herzen erzählen wie es war. Und nur so schreibe ich sonst meine Artikel. Ich werde die ganzen Geschehnisse einige Tage sacken lassen und euch hoffentlich Ende der Woche erzählen, wie es war.

Drückt eure Lieben heute einmal mehr als sonst und sagt ihnen, dass ihr sie liebt.

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3 Kommentare

  1. Liebe Diana,

    ich verstehe gut, wie es dir geht. Als ich diese Schreckensnachricht gehört habe, musste ich auch schnell mal telefonieren, denn wir kennen eine Familie in Orlando. Die Mutter der Familie war an dem Abend sogar auf der Ecke feiern, nur mit sehr viel Glück (die Party ging nicht sehr lange) waren sie vor dem Anschlag zu Hause und in Sicherheit.
    Es ist schrecklich, was dort passiert ist und es will mir immer noch nicht in den Kopf. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer.

    Fühl dich gedrückt!
    Nicole

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  2. Ich finde jeden Anschlag schrecklich. Ob es nun der war in Frankreich, in Belgien oder damals der 9/11.
    Verkriechen sollte man sich trotzdem nicht (das ist meine Meinung), denn wenn es passiert, passiert es (leider).
    Kopf hoch, wir denken an Euch.
    LG, Carola mit Deco und Pippa

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  3. Es ist schrecklich was dort passiert ist. Und noch schlimmer ist es für Personen, die etwas mit dem Ort verbinden. Man fühlt sich so hilflos und ist verärgert - aber in erster Linie traurig! Unschuldige haben wieder ihr Leben verloren. Von jetzt auf gleich! Ohne dass sie irgendetwas getan hätten.
    Ich denke an alle Angehörige! Keiner wird ihnen mehr ihr Liebstes zurück bringen!

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