Werbung Foodprint Nassfutter

by - Mittwoch, Juni 22, 2016

Hallo ihr Lieben,

heute dürfen wir euch über unsere Erfahrungen mit dem FoodPrint Nassfutter berichten. Vielleicht habt ihr darüber schon einmal auf dem ein oder anderen Blog gelesen, heute möchten wir euch aber gerne auch noch unsere Erfahrungen erzählen.



FoodPrint ist ein Nassfutter, dass es ausschließlich bei Fressnapf zu kaufen gibt und das besondere an dem Futter ist, dass man laut Werbeversprechen herausfinden kann, wo die einzelnen Zutaten des Futters herkommen. Und genau das hat uns neugierig gemacht! In dem Futter wird wohl nur Fleisch und Obst/Gemüse aus Deutschland verwendet, das natürlich Lebensmittelqualität hat. Auch die Verarbeitung findet ausschließlich in Deutschland statt. Insgesamt gibt es das Futter in den Geschmacksrichtungen "Rind mit Kürbis und Zucchini", "Huhn mit Apfel und Steckrübe", "Pute mit Rote Beete und Sellerie", "Pute mit Kalb mit Karotten und Rotkohl" sowie "Rind mit Hering und Kartoffeln und Spinat".



Als Auszug möchten wir euch die Inhaltsstoffe von "Huhn mit Apfel und Steckrübe" an der Stelle kurz aufschlüsseln:

70% Huhn (22% Fleisch, 15% Mägen, 11% Lebern, 8% Hälse, 7% Herzen, 7% Fett), 23,35% Trinkwasser, 2% Apfel, 2% Steckrüben, 1,15% Mineralstoffe, 0,1% Sonnenblumenöl.

Analytische Standteile:
11% Protein, 8,9 % Fettgehalt, 1,8% Rohasche, 0,2 % Rohfaser, 76,5 % Feuchtigkeit, 0,35% Calcium, 0,32% Phosphor.

Mh.. Ganz ehrlich? Ungeachtet dessen, dass in viel zu viele Innereien zu dem Huhn dazugezählt werden, ergeben die Prozentzahlen gerade einmal 98,6%. Die anderen 1,4 % Inhaltsstoffe muss man auf einer gesonderten Tabelle suchen.

Diese nennen sich Zusatzstoffe. Diese belaufen sich bei folgender Sorte wie folgt:
Vitamin A 8625 IE, Vitamin D3 575 IE, Spurenelemente: Kupfer (Kupfer-(II)- sulfat, Pentahydrat) 2,2 mg, Jod (Kaliumjodid) 4,2mg, Mangan (Mangan-(II)-sulfat, Monohydrat) 31mg,Zink (Zinksulfat Monohydrat) 137,1 mg.

Was uns dennoch nicht gefällt ist die große Menge an Wasser. Daher wurde bei FoodPrint nachgefragt, wieso eine derartig große Menge dem Futter zugeführt wurde. Die Antwort lautet wie folgt:
·         Das Wasser wird aus produktionstechnischen Gründen eingesetzt, das ist bei jedem Nassfutter so, wird jedoch nicht immer deklariert. Foodprint ist es wichtig, alle Gehalte der Zusammensetzung anzugeben, daher wird auch der Flüssigkeitsanteil deklariert. Des Weiteren wird das Wasser benötigt, um das Futter geschmeidig zu machen, was Nassfutter ausmacht und ebenso der Verdaulichkeit dient.
Nun ist es doch aber so, dass beim Verarbeiten von Fleisch immer Wasser austritt. Jeder der schon einmal Fleisch angebraten hat, weiß das. Wieso muss dann also noch derart viel Wasser dazu gegeben werden?


Was uns aber bei dem Futter wirklich neugierig gemacht hat war die Sache mit der Nachverfolgung der einzelnen Inhaltsstoffe. Das funktioniert über einen QR-Code, den man mit dem Handy einlesen kann. Dann wird man auf eine Website weitergeleitet und muss dort einen Code eingeben, der auf dem unteren Deckel der Dose aufgedruckt ist.



Somit kann man für jede Dose individuell nachvollziehen, wo die Zutaten herkommen. Gerne zeigen wir euch an der Stelle, was bei uns angezeigt wurde:

Nur kurz für euch zur Info: Die Bestandteile des Huhns kamen alle aus Haren. Auf den Dosen ist eindeutig abgedruckt, dass man die Herkunft der Inhaltsstoffe nachvollziehen kann. Bei näheren Informationen zu der Kooperation wurde mir aber gleich gesagt, dass eine Nachverfolgung nur bis zum Zerlegungsbetrieb möglkich ist. Als Verbraucher hätte ich anhand der Informationen auf den Dosen vermutet, dass mir tatsächlich aufgezeigt wird, woher das Huhn in diesem Falle kommt. Daher habe ich dennoch einmal gegoogelt, was es für Hühnerfarmen- und Zerlegungsbetriebe in Haren gibt. Anhand der Landkarte, die einem ebenfalls angezeigt wird (zeige ich euch weiter unten), konnten wir eine Hühnerfarm ausmachen, die es sein KÖNNTE. Und auf dieser Website habe ich einen Imagefilm zur Haltung der Hühner gefunden. Um es kurz zu sagen: Viele Hühner, die in einer Halle ohne Fenster gehalten werden. Da es hierzu aber keine genauen Informationen gibt, ist das nur eine Mutmaßung.


Zu dem Pressungs- und Herstellungsbetrieb habe ich im Netz sogar gar keine Informationen gefunden. An der Stelle hätte ich mir tatsächlich absolute Transparenz gewünscht. Wenn man schon mit so einem System anfängt, dann sollte man es auch konsequent umsetzen und nicht mit verschlüsselten Informationen so tun, als könne man nun wirklich nachverfolgen, wo die einzelnen Zutaten herkommen.

Unser Fazit


Das Prinzip, dass man die einzelnen Zutaten zurückverfolgen kann, finde ich super. Richtig klasse sogar! Ich möchte für unsere Lebensmittel auch wissen, wo sie herkommen. Daher unterstützen wir lokale Bauern und Geschäfte, statt alles blind zu kaufen. Das wünschen wir uns auch für das Hundefutter. Auch wenn wir nie Veganer werden, so möchten wir dennoch mit dem Kauf von Produkten die artgerechte(re) Haltung von Nutztieren unterstützen. Das können wir anhand der von FoodPrint gegebenen Daten leider nicht. Das System hätte eine absolute Revolution sein können. Leider ist sie das nicht geworden, was wir sehr, sehr schade finden!Eigentlich wollten wir an der Stelle 2 von 5 Abbys geben. Da aber das Futter ja noch recht neu auf dem Markt ist und weil wir sowohl in der Rezeptur und den Inhaltsstoffen als auch in dem Nachverfolungsprinzip Verbesserungspotential sehen, gibt es 3 von 5 Abbys.


Eure Dini

You May Also Like

1 Kommentare

  1. Da freu ich mich doch, dass mal jemand genauer hingesehen hat! Transparenz in Sachen Zutaten gibt es ja für "menschliche" Lebensmittel schon lange, wie man bei Frosta sehen kann http://www.zutatentracker.de, oder noch besser bei followfish http://www.followfish.de/de. Hier dagegen scheint es mir doch viel Lärm um nichts zu sein, eher eine Pseudotransparenz. Auch ein Tier, das aus Tschechien kommt, kann in Deutschland zerlegt werden. Mir ist da eine einfache Auskunft wie bei Terra Pura wichtiger: Alles aus Deutschland, alles Bioland-Zertifiziert. Oldscool, ganz ohne QR-Spielerei.

    AntwortenLöschen