Digitales Detox & ein schrecklicher Urlaub

Montag, Juli 25, 2016 Hundekind Abby 12 Comments

Hallo ihr Lieben,

da sind wir wieder. Aus unserem technischen Problem wurde noch ein digitalex Detox, verknüpft mit einem schrecklichen Urlaub. Bitte was?

Die liebe Neele von Fiffibene hatte mich vor einiger Zeit gefragt, ob ich Lust hätte bei Ihrer Blogparade zum Thema "Digital Detox" mitzumachen. Und ehrlich gesagt ist mir das Thema sehr schwer gefallen. Tja, bis Samstag. Also vielleicht noch eine kurze Erklärung. Digitales Detox bezeichnet nichts anderes, als für eine gewisse Zeit auf alle sozialen Medien zu verzichten. In der heutigen Zeit ein absolutes Unding. Und braucht man das überhaupt? Eigentlich dachten wir, dass wir das nicht brauchen, aber irgendwie wuchs Samstag die Idee, am Montag für ein paar Tage nach Bayern zu einer lieben Freundin zu fahren. Also wurde alles gepackt und der Minimensch und das Hundekind eingepackt und ab ging es in die tiefsten Tiefen des bayrischen Landes. Dort ist ein digitales Detox quasi Standard. Einzig für 2-3 Nachrichten über Whatsapp an den Papa vom Minimenschen hats gereicht. Der will ja immerhin wissen, dass es uns gut geht, wenn er arbeitet. Also haben wir ganz unbewusst dann doch mitgemacht. Aber was haben wir eigentlich getrieben?



Wir wollten den Kopf frei kriegen. Der ist manchmal nämlich ganz schön voll, wenn man immer nur das gleiche macht und sieht. Also musste eine kurze Auszeit her. Die Hundebox wurde ins Auto gepackt, eine Proberunde mit dem Hundekind darin gedreht. Sie hat es ganz gut aufgenommen, also stand der längeren Fahrt nichts im Wege. Am Montag wurde noch schnell Hundefutter besorgt und dann ging es ab. Eigentlich hätten wir 4 1/2 Stunden fahren sollen. Dank Stau und vielen Pausen, hat die Fahrt dann aber 8 Stunden gedauert. Zu viel für uns und vor allem für das Hundekind. Am Ziel angekommen, war sie total aufgedreht und gestresst und hat die Welt nicht mehr verstanden. Eigentlich hätte ich mich da wieder ins Auto setzen müssen und zurückfahren sollen, aber ich konnte ja nicht wissen, wie schlimm der Urlaub für sie wird.

Wir hatten unsere eigene kleine Wohnung im Haus meiner Freundin, sehr hübsch eingerichtet, leise, perfekt für uns! Das sah der Minimensch so, das sah ich so, aber Abby fand das nicht. Im Gegenteil. Sie schnubberte alles ab, lies sich nach Stunden endlich mal an einem Fleck nieder um kurze Zeit später wieder aufzustehen und wieder panisch weiter durch die Wohnung zu laufen. Als wir zum Abendessen hochgingen, hat sie das ganze Haus zusammengeschrien. Auch der Spaziergang brachte nicht viel Erholung oder andere Gedanken in ihren Kopf. Auch ihr Lieblingsspielzeug, von dem ich extra noch einmal 2 bei Glueckshund geordert hatte, konnte sie nicht beruhigen.  Vielleicht würde ja die Nacht Besserung bringen, war meine Hoffnung bevor wir alle ins Bett ging. Tatsächlich konnte sie nachts etwas schlafen und kuschelte sich zu uns ins Bett. Aber am nächsten Morgen? Wieder das gleiche Spiel, ständig fiepte sie, wurde panisch, wenn wir nur in die Richtung der Ausgangstür kamen und auch der morgendliche Spaziergang war eine Tortur - für sie und mich. Sie wollte sich einfach nicht beruhigen.



Das besserte sich auch den ganzen nächsten Tag nicht, so dass ich schon überlegt hatte, eher abzureisen. Aber war doch für eine vorzeitige Abreise gar nichts vorbereitet, geschweige denn getankt. Das stand alles für den nächsten Tag auf dem Plan. Also musste das Hundekind da noch durch und ich litt mir ihr. Doch ihre Panik steigerte sich Tag für Tag und am Abreisetag sprang sie mich beim Wiederkommen sogar so schlimm an, dass mein ganzer Arm inzwischen blau von ihr ist.



Dem Minimenschen hat sie natürlich nichts getan, aber er hat auch mit seiner Abby gelitten. So hatte ich noch die Idee, Rescue Tropfen für sie zu besorgen, da ich Sorge hatte, dass die Rückfahrt auch ganz schlimm werden würde. Getrunken waren die schnell aber gelindert hat es ihre Anspannung in keinster Weise. Ich hatte sogar das Gefühl, es ist noch schlimmer geworden.



Umso erleichterter waren dann alle, als wir am Abend die Koffer ins Auto packten, Abby in ihre Box brachten, den Minimenschen anschnallten und von jetzt auf gleich war Ruhe. Sie legte sich hin, entspannte und war einfach nur ruhig. Bis auf eine kurze Aufregung vor der Pause blieb das auch die ganze Rückfahrt so.



Bei unserer Pause wurde ich übrigens von einem Mann angesprochen, der neben uns geparkt hatte. Die 2 hatten ebenfalls einen Hund, das hatte ich gesehen und er fragte mich, ob Abby denn schon vor dem Minimenschen da war. Das bejahte ich und er fragte mich, ob es irgendwelche Probleme gab. Ich erzählte ihm, dass Abby und der Minimensch sich lieben und ganz lieb zueinander sind und dass es nie Probleme gab. Daraufhin erklärte er mir, dass er im Oktober Papa wird und etwas Sorge hat, wie das mit dem Hund werden würde. Ich gab ihm noch den Hinweis darauf zu achten, dass der Hund nicht vernachlässigt wird und dass es dann eine ganz tolle Zeit für alle wird. Das Lächeln in seinem Gesicht hättet ihr sehen müssen.

Einige Stunden später waren wir dann endlich wieder zu Hause und wisst ihr was? Das Hundekind ist ganz langsam und leise ausgestiegen, hat sich gefreut den Papa zu sehen und war von jetzt auf gleich wieder meine Abby wie ich sie kenne!

Kennt ihr das von euren Hunden, dass sie im Urlaub so abdrehen?

Eure Dini

Kommentare :

  1. Oh je! Das ist ja eine absolute Horrorvorstellung wenn man so seine paar freien Tage verbringen muss!!!!!
    Zum Glück sind Ren und Stimpy eher entspannter wenn ich wir im Urlaub sind oder ich für ein paar Tage meine liebe Freundin in Lübekc besuche! Ich denke da merken sie einfach dass ich entspannt bin....

    Evtl war Abby ja so ausser sich weil der Papa gefehlt hat! Ihre Familie war nicht komplett! Aber das kann natürlich auch 100 andere Ursachen haben...

    Hauptsache ist dass ihr Eure Abby wieder habt und das nun alle wieder entspannt sind :)

    Viele liebe Grüße
    Steffi mit Ren & Stimpy

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  2. Ich musste gerade heftig schlucken, als ich Deinen Bericht gelesen habe. Wir hatten das Problem zwar nicht im Urlaub, dafür aber danach. Vor 6 Wochen sind wir aus dem Urlaub heimgekommen und kaum daheim ist Mo total abgedreht. Gleich am Montag abend gab es bei uns Pizza, ein Garant für 2 begeisterte Hunde. Der Mini war da, Mo hat sich nicht blicken lassen. Da es warm war dachte ich, er ist im Keller. Nach dem Essen entdeckte der Gatte ihn auf der Treppe vom 1. Stock nach unten stehend. 3 Treppenstufen standen total unter Wasser, ihm lief der Stress-Sabber wie ein Wasserfall aus dem Maul :-( Wir haben ihn dann nach unten bugsiert und er hat ewig gebraucht, um sich wieder zu beruhigen. Normal schläft er unten vor der Haustür oder gar im Keller wenn es warm ist, in dieser Nacht musste es der Balkon am Schlafzimmer sein. Er hechelte furchtbar laut, stand alle paar Minuten auf um sich anders hinzulegen. Wir waren in der Nacht ein paar Mal mit ihm im Garten, da wollte er aber gleich wieder rein. Am nächsten Morgen war er völlig normal. Und nach der Nachmittagsrunde drehte er wieder ab. Das ging 2 Tage so, dann war wieder Ruhe. Kurz vorm Wochenende ging es wieder los. Es war furchtbar. Ich kann es mir bis heute nur als Panikattacke erklären, nachdem ich ihn mit Bach-Blüten behandelt hatte (und es kühler wurde) gab es sich wieder. Wir waren 3 Wochen mit Freunden und deren beiden Hündinnen im Urlaub, ich vermute, er hat die Trennung nicht gepackt. Käme bei Abby ja auch hin, da fehlte eben Herrchen. Inzwischen ist er zum Glück wieder normal.
    Ich kann also bestens verstehen, dass das ein absoluter Horror-Urlaub gewesen sein muss.
    Liebe Grüße
    Susanne

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    1. Oh das klingt auch ganz furchrbar :(
      Ja Abbys Rudel war nicht vollständig, deswegen ist das für uns die einzige Erklärung, warum sie so panisch war. Inzwischen ist die wieder die Ruhe in Person und hat auch Hundebegegnungen schon wieder gemeistert. Wenn man nur ab und an mal in ihren Kopf gucken könnte...
      Liebe Grüße Dini

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  3. Bis jetzt hatten wir das so extrem noch nicht ... wobei natürlich ein leicht geändertes Verhalten schon auffällt - bei uns geht es dann aber ehr um Fressgewohnheiten.
    Ich freue mich, dass Abby daheim wieder ganz normal ist und hoffe, bei eurem nächsten Urlaub wird es auch besser.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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  4. Hallöchen .. was für ein unschönes Erlebnis, wo man sich doch erholen wollte.
    Zu deiner frage NEIN .. meine Hunde haben keinerlei Probleme .. sie sind zwar einige Minute aufgeregt und wollen die neue Umgebung erkunden und abschnüffeln aber danach ist es gut
    Allerdings muss ich dazu sagen, das meine Hunde so was auch von Welpe an kennen
    da ich Seminare und Workshops gebe sind sie von Welpen Beinen immer dabei, kennen Zelt genauso wie Hotel oder Ferienhaus / Wohnung
    Zur Sicherheit sind alle ihre Boxen gewöhnt und bei Abwesenheit von mir ruhen sie da drin

    Habt ihr Abby denn viel mit .. kennt sie es irgendwo anders ruhe zu finden, mal zu übernachten usw
    Ich kann nur jedem raten damit so früh wie möglich anzufangen ...
    Direkt noch eins obeen drauf .. soll der Hund mal bei einer Freundin oder wo auch immer übernachten .. allein .. übt auch das .. verlasst euch nicht im Notfall drauf dass es schon gehen wird .. denn das tut es dann vllt nicht
    Lasst ihn mal hier mal dort wos in frage kommt eine Nacht schlafen, übernachtet selbst mal bei Freunden oder Familie MIT Hund .. damit der Hund das kennt
    Wir haben auch shcon im Auto geschlafen das war auch kein Ding :-)

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    1. Das ist es ja, Abby kennt rumfahren und viel erleben auch - auch, wo anders zur Ruhe kommen. Bisher war das nie ein Problem... :( Auch alleine bei anderen schlafen, 0 Problem...

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  5. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  6. Das klingt ja gar nicht schön...
    Zu deiner Frage: Coffee ist meist die ersten 1 - 2 Tage etwas schreckhaft. Er muffelt Geräusche an und schläft niht so tief wie zuhause. Aber grundsätzlich kommt er mal zur Ruhe.
    Allein lassen würde ich ihn in fremder Ungebung nie. Das kennt er nicht und macht ihm viel Stress.
    Wir haben allerdings auch recht früh angefangen zu üben und miterweile klappt es recht gut.

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  7. Das tut mir leid, dass Du Dich nicht erholen konntest. In unserem ersten Urlaub brauchte Socke auch zwei Tage um zu verstehen, was gerade passiert, aber sie war lieb dabei. Sie war unsicher, ließ uns nicht aus den Augen und brauchte länger, um sich zu entspannen. Beim nächsten Urlaub war es von Anfang gut. Vielleicht war sie unsicher, weil Dein Mann nicht dabei war…

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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  8. Na ihr! Das hört sich ja furchtbar an. Wir hatten ähnliches als Herrchen das erste Mal über Nacht nicht da war. Unsere Lala ist von einem Raum in den nächsten gerannt und von vorne. Hat geheult und war ganz nervös.. Sie wollte nicht mit mir Gassi gehen und wenn sie gegangen ist hat sie sich alle 2 Meter suchend umgedreht und ist wieder zurück gelaufen.. da merkt man halt dass Hunde Familie sind. Schön, dass eure Abby wieder die Alte ist!! Liebe Grüße von Fam.Wagner und Lala

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  9. Oje, das war ja dann alles andere als ein entspannter Urlaub.
    Wir haben das mit Devil schon ähnlich erlebt, wenn wir übers Wochenende mal weggefahren sind. Heute tun wir ihm so etwas nicht mehr an. Er hat dann einfach zu viel Stress.
    Viele werfen mir immer einen missbilligenden Blick zu, wenn ich erzähle, das wir ohne Hund in den Urlaub fahren. Aber Devil geht dann so lange in eine Hundepension (mit Familienanschluss, ohne Zwinger & Co.) und er liebt seine Hundetante abgöttisch. So hat er dort eine schöne Zeit, wir können ein paar freie Tage genießen und wenn wir ihn dann wieder abholen, sind wir alle glücklich.
    Klar, wir vermissen ihn arg, wenn wir ohne ihn weg sind. Aber alles in allem ist es die beste Lösung für alle.
    Jeder Hund reagiert da ganz unterschiedlich.

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  10. Meine Lieblings-Bloggerkollegin ;-), wollt nur kurz durchgeben, dass der Round Up Post zur Blogparade online ist ;-) http://fiffibene.de/round-up-digital-detox-hunde-sind-die-ultimativen-detoxer/
    Führt euch ganz dolle gedrückt <3 <3 <3
    Wilma & Neele

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