Ein Lächeln gegen Leinenpöbeln

Ein Lächeln gegen Leinenpöbeln

Hallo ihr Lieben,

ich möchte euch von einem ganz tollen Spaziergang berichten. Passiert ist er in den späten Abendstunden diese Woche als die Sonne kurz vorm Untergehen war.

Ich gehe ganz gerne dann mit Abby raus, da für gewöhnlich dann nicht mehr viele Hunde unterwegs sind und man möchte sich ja nicht nur ärgern, weil eben doch wieder gebellt wurde. So also auch das Vorhaben an jenem Abend. Nur ein was habe ich geändert: Meine Einstellung. Bevor ich losgegangen bin habe ich gesagt, dass heute nichts passiert, das heute alles gut wird. Das habe ich mir ein paar mal laut vorgesagt und auch wirklich verinnerlicht. Mein ganzer Körper war leicht und ein Lächeln hat sich auf meinen Lippen breit gemacht.

Und dann ging es runter in Richtung Pullerwiese und dann wollten wir weiter Richtung Park. An der Pullerwiese angekommen sah ich den ersten Hund. Normalerweise wäre ich innerlich zusammengesackt und  Abby hätte sich schon in die Leine gehangen. Aber nein, dieses Mal nicht. Heute sollte alles anders werden. Ich sagte mir wieder, dass heute alles gut ist und nichts passiert und das Lächeln auf meinen Lippen wurde automatisch größer. Und es wuchs mit jeder Sekunde, die Abby ruhig neben mir blieb. Zwar guckte sie zu dem anderen Hund, blieb aber ruhig. Dennoch wollte ich mein Glück nicht überstrapazieren und ging an der Pullerwiese vorbei. Dort war ebenfalls genügend Wiese, falls sie hätte pullern wollen. Kaum waren wir 3 Schritte weiter gegangen, kam uns von vorne eine Frau mit Hund entgegen. Klein, schwarz und es kläffte. Aber ich habe mir wieder leise gesagt „Heute passiert nichts, heute ist alles gut“ und tatsächlich blieb das Hundekind still, auch wenn sie seeehr neugierig zu dem Hund geguckt hat. Das Frauchen von dem bellenden, kleinen Hund kreuzte vor uns die Straße. Ob das nun daran lag, dass ihr Hund bellte und sie der Hundebegegnung ausweichen wollte, weil sie Angst vor großen Hunden hatte oder ob Abbys Ruf ihr einfach vorauseilte, weiß ich an der Stelle nicht. Ich freute mich nur weiter. War ich doch bisher auch über jeden Hundehalter super glücklich, der freiwillig von uns wegging.

Die Pullerwiese haben wir dann nach wenigen Minuten passiert und auf dem Weg zum Park ist uns noch ein Hund begegnet. Auch hier wieder das gleiche Spiel. Der kleine schwarze Mops war mir egal, Abby und ich gingen unseren Weg und ich lächelte vor mich hin und dachte mir, dass alles gut wird. Wieder war das Hundekind ruhig. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie schön das war und das Grinsen wurde automatisch immer, immer breiter.

Im Park gab es zur Belohnung ganz viel Spielen und tricksen und kuscheln. So stolz war ich schon lange nicht mehr auf sie und auf mich. Ich hatte selber gemerkt, dass meine Anspannung in den letzten Wochen immer schlimmer wurde und daraufhin machte Abby auch wieder Rückschritte. Aber an dem Abend war alles wie weggeblasen. Auf dem Rückweg sind uns noch zwei Hunde begegnet, beziehungsweise haben sie unseren Weg gekreuzt. Auch da blieb Abby ruhig und ich mega stolz auf sie.

Jetzt muss es nur so weiter gehen. Drückt uns die Daumen!

Eure Dini

7 Gedanken zu „Ein Lächeln gegen Leinenpöbeln

  1. Klar drücken wir euch die Daumen.
    Du musst einfach genauso locker bleiben wie beim letzten mal.
    Denn Stimmungsübertragung ist das A und O ;).
    Wuff, Deco & Pippa

  2. Das liest sich sooo toll! Weiter so!
    Ich habe im letzten Monat auch viel in verschiedenen Bereichen trainiert und der Knackpunkt war wirklich meine Einstellung! Seitdem ich gelassener und entspannter bin führe ich besser und der Hund ist wie ausgewechselt. Es funktioniert also wirklich, auch wenn es teilweise hartes Training (für einen selbst) ist seine Einstellung dauerhaft zu ändern. 😉 Aber es lohnt sich.

    Liebe Grüße
    Fabienne

  3. So ähnlich habe ichnes auch erlebt.
    Erlebe auch immer wieder das man es auf seinen Hund überträgt wenn man den anderen Hundehalter persönlich überhaupt nicht sypathisch findet dann findet mein Hund dessen Hund auch ätzend!
    Wir übertragen viel mehr auf unsere Tiere als wir uns eigentlich vorstellen.

    1. Ja das ist auch was. Ich mag zum Beispiel Ridgebacks nicht so sehr, weil einer Abby als Welpe einmal quer durch den Wald gescheucht hat und das Frauchen noch darüber gelacht hat. Blöd nur, dass jetzt im Haus einer wohnt und ich jedes Mal ein komisches Gefühl habe, wenn ich den sehe…

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