Jobs mit Dogs - Hundebuchautor

Freitag, Juli 29, 2016 Hundekind Abby 6 Comments

Hallo ihr Lieben,

während seiner Schulzeit soll man sich darüber bewusst werden, was man für den Rest seines Lebens machen möchte. Hätte ich damals auf mein Herz gehört, hätte ich etwas mit Hunden gelernt. Problem nur: ich habe auf die anderen gehört. Aber das muss ja nicht bedeuten, dass ich deswegen nie mit Hunden arbeiten werden kann. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Jobs, die man auch abseits von Tierärzten und Hundetrainern machen kann. Wenn es euch genauso geht wie mir und ihr gerne mit Tieren arbeiten würdet, aber noch nicht genau wisst wie, dann haben wir in unserer neuen Blogreihe vielleicht die in oder andere Inspiration für euch.


Der Hundebuchautor

Ich persönlich liebe Hundebücher und könnte den ganzen Tag darin schmökern, lesen und versinken. Doch wie wird man Hundebuchautor? Wir haben uns mit Nicola Tölle unterhalten. Sie ist die Autorin der 3 Bücher: " DogTales", "Herz-Damen" und "Luna & Phaléne: Whippets zum Verlieben". Wie die Titel schon verraten, ist sie Besitzerin der 2 Whippet-Hündinnen Luna und Phaléne. Sie lebt zusammen mit ihren zwei Kindern und ihrem Mann nahe der holländischen Grenze. Ihre zwei Hunde dürfen sie ab und an auf die Arbeit, eine Förderschule begeleiten. Da passiert genug um viele, viele Bücher zu füllen.

Hundekind Abby: Du hast inzwischen 3 Bücher geschrieben und veröffentlicht. Wie bist du denn zum Bücherschreiben gekommen?
Nicola: Im Grunde über die Hunde. Mein Kollege und ich begannen mit einem Blog, auf dem wir regelmäßig kleine Begebenheiten aus dem Leben unserer Hunde veröffentlichten. Wer mal „reinschnuppern“ mag, kann das HIER tun. Anfangs „erzählten“ sie nur das, was sie in der Schule erlebt hatten; dann auch Ereignisse aus der Freizeit oder aus dem Urlaub… irgendwie wurde es mehr und mehr – und machte vor allem mir gigantischen Spaß. Und dann dachte ich: Warum nicht die Geschichten sammeln und als Buch veröffentlichen?!





Hundekind Abby: Verlegst du deine Bücher selber oder über einen Verlag? Wo kann man deine Bücher denn kaufen, bzw. bestellen?
Nicola: Ich würde sagen: Ich verlege selbst, über einen Verlag. Nämlich bei einem sogenannten „Selbstverlag“ – bei Books on Demand (BoD). Kaufen und/oder bestellen kann man die Bücher online, aber auch in jedem Buchladen. Bitte nicht wundern: Es dauert ein paar Tage. Wenn man im Selbstverlag veröffentlicht, gibt es keine Erstauflagen oder Ähnliches. Das Spezielle am Selbstverlag ist, dass nur die Bücher, die bestellt werden, in der gewünschten Menge in Druck gehen und versandt werden. Dieses Prinzip ermöglicht es aber auch, ohne „Startkapital“ ein Buch zu veröffentlichen, da so die Kosten minimiert werden.

Hundekind Abby: Kannst du die Entstehung eines Buches beschreiben? Von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung.
Nicola: Ich kann beschreiben, wie es bei BoD geht: Ich habe mich dort als Autor registrieren lassen. Das kann im Grunde jeder – man muss keine Referenzen haben oder sonst irgendwas. Dort gibt es dann verschiedene Optionen, wie man seine Buchveröffentlichung aufziehen möchte – es gibt beispielsweise auch die (etwas kostenintensivere) Möglichkeit, ein Paket mit Lektorat und professioneller Unterstützung bei Covergestaltung und Co. zu buchen. Ich habe mich bei allen Büchern für das Einsteigerpaket entschieden; das ist bereits schon für 20 € zu haben. Allerdings muss man da eben alles selber machen. Was ich toll finde: Man wird wirklich sehr gut begleitet. Es gibt ein Download, in dem jeder einzelne Schritt erklärt wird; für die Covergestaltung kann man aus verschiedenen Vorlagen seinen Favoriten auswählen; man hat die Möglichkeit, jeden Arbeitsschritt zwischenzuspeichern und kann sich Vorschauen, für zum Beispiel den Klappentext oder das Bild für´s Cover, anzeigen lassen; und falls was schief läuft, wird das sofort vom System zurückgemeldet. Ich hatte auch mehrmals kleine Schwierigkeiten – kein Problem: Entweder die Hotline anrufen oder (noch besser) eine Mail schreiben, und du wirst umgehend geholfen.




Hundekind Abby: Was würdest du anderen raten, die gerne ein eigenes Buch schreiben wollen?
Nicola: Für jemand, der sein eigenes Buch einfach in der Hand halten können möchte, ist BoD glaube ich optimal geeignet. Es muss nur klar sein: Reich werden kann man damit nicht. Noch dazu, wenn man wie ich immer wieder Bücher an nette Leute verschenkt, anstatt sie zu verkaufen…!




Hundekind Abby:  Hast du das nächste Buch schon geplant? Wenn ja, kannst du schon verraten um was es gehen wird?
Nicola: Ich habe da ein paar Ideen… Auf jeden Fall würde ich sehr, sehr gern eine zweite DogTales-Geschichtensammlung herausgeben! Dafür bin ich allerdings auf die Hilfe und das Wohlwollen netter Menschen angewiesen, die mir ihre Geschichten „schenken“ würden, damit ich mit dem Erlös weiterhin „Ausrangiert-und-Abgeschoben e. V.“ unterstützen kann. Das würde mich riesig freuen!


Das klingt super! Wir werden mal gucken, ob wir noch eine schöne Geschichte für dich finden. Auf jeden Fall waren wir überrascht, wie einfach man sein eigenes Buch in den Händen halten kann. Liebe Nicola, wir danken dir für deine ehrlichen Worte und wünschen dir weiter alles Gute! 

Eure Dini

Kommentare :

  1. Hey Dini, na das passt ja. Klasse Interview über ein Thema mit dem ich mich auch gerade beschäftige. Ich hatte bereits schon zwei Jobs im "Hundesektor" und möchte jetzt als nächstes auch unter die Autoren gehen. Insofern...lieben Dank für den aufschlussreichen Artikel und ich bin schon gespannt auf die weiteren Posts der Reihe. Sehr, sehr tolle Idee!
    GLG Danni

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    1. Hallo Danni,

      oh wie spannend! Dann konnten wir euch hoffentlich ein paar Tipps geben :)

      Liebe Grüße
      Dini

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  2. Hallo,
    schöner Artikel! Allerdings - wer unter "Jobs mit Dogs" versteht, dass er seinen Lebensunterhalt damit verdienen möchte, sollte wissen, dass nur ganz ganz wenige Autoren (egal ob Sachbuch oder Belletristik) davon leben können. Ein Beruf in dem Sinn ist "Hundebuchautor" also in den seltensten Fällen...

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    1. Das stimmt ausnahmslos! Wobei man ja sowieso immer klein anfängt und nicht gesagt ist, dass man von vornherein kein Geld damit verdienen kann. :D

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  3. Hi :),
    tolles Interview über interessantes Thema!
    Ich liebe Hunde über alles und hasse eigentlich meinen aktuellen Job als Buchhalterin. Da kam mir der Artikel von dir sehr gelegen :) Ich glaube, das wäre eine gute Idee, sich dort mal umzuschauen.

    Gruß Denise

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    1. Hallo Denise,

      oh das freut mich, dass dir die Serie gefällt. Allerdings ist es natürlich richtig doof, wenn jemand seinen Job nicht mag :(
      Vielleicht findest du ja bald etwas, was dich ausfüllt :D

      Liebe Grüße

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