Das Hier und Jetzt

Montag, August 08, 2016 Hundekind Abby 7 Comments

Hallo ihr Lieben,

heute war mal wieder so ein Tag, an dem hab ich ganz, ganz viel von Abby gelernt.

Der Tag heute begann beschissen, also für mich. Der erste Tag der Eingewöhnung beim Tagespapa vom Minimenschen stand an. Wenn ihr mich fragt, viel zu früh, aber wenn er dort Spaß hat und es ihm gut geht - auch gut. Also sind wir heute früh dorthin und der Kleine hat nur geweint. Und als Mama bricht einem in dem Moment das Herz!

Also sind wir dann wieder nach Hause, haben Mittag gegessen und haben Mittagsschlaf gemacht. Fast eben wie jeden Tag. Und als wir dann wieder wach wurden und die Sonne schien, hab ich das Hundekind gesackt, den Minimenschen in die Trage gepackt und wir sind zum See gefahren. Eigentlich etwas, was wir lange nicht mehr gemacht haben. Wenn wir zu 3. unterwegs sind, dann immer nur eine Strecke bei der ich weiß, dass wir keine oder nur sehr wenige Hunde treffen. Auch wenn Abby Fortschritte macht, mit dem Kleinen auf dem Rücken will ich kein Risiko eingehen. Wie ich heute festgestellt und gelernt habe, war das der größte Fehler, den ich die letzten Wochen gemacht habe.

Am See angekommen waren die Parkplätze wieder gut gefüllt, aber nicht so schlimm wie sonst. Also ist es nicht so überfüllt. Nachdem Abby sich erstmal erleichtert hat, habe ich beschlossen mit dem Hundekind Leinentraining zu machen. Also was heißt Training, Auffrischung passt vielleicht besser. Sie läuft inzwischen wirklich gut. Die Leine ist nur noch ganz selten nicht durchgehängt und wenn sie 2 Schritte vor mir läuft, stört mich das nicht. Das darf sie gerne machen, so lange eben die Leine nicht gespannt ist. Das Training lief wirklich gut. Ab und an hat sie nämlich bei uns in der Gegend die Macke, wenn der Minimensch mit dabei ist, doch an der Leine zu ziehen. Das blieb heute aus. Stattdessen hat sie sich immer wieder an mir orienitert. Auch das Absitzen, wenn Radfahrer kamen, klappte super.




Wer so gut mitarbeitet hat sich dann auch Freilauf verdient, erst in meiner Nähe, dann habe ich den Radius für sie freigegeben. Wie sie das genossen hat. Sie ist im Wasser rumgesprungen wie eine junge Göttin, ist durch die Büsche gerannt als gäbe es kein Morgen und kam immer wieder zu mir zurück und hat mich angestrahlt. Und in dem Moment hätte ich anfangen können zu heulen. Sie hat sich so großartig verhalten, ist bei allen auf dem Weg laufenden Hunden trotzdem bei uns geblieben und war einfach nur toll. Und ich hab ihr das die letzten Wochen nicht gegönnt, sie stattdessen nur in den gleichen Park geschleift statt ihr weiterhin die Welt zu zeigen.

Meine Gedanken wurden aber schnell wieder durchkreuzt, denn der Minimensch hatte dann keine Lust mehr auf die Trage und wollte laufen. Sollte er gerne tun und dann lief er immer zur seiner Abby, Abby rannte zu ihm, dass er sich nicht zu weit vom Rudel entfernt und passte zusätzlich immer noch mit auf ihn auf. Als ich ihn dann wieder tragen sollte blieb Abby wieder bei uns und schaute weiterhin so glücklich. Ihr Fell stank nach nassem Hund, die erste Zecke hatte ich auch schon gefunden, es war warm und sie war trotzdem einfach nur der glücklichste Hund der Welt. Vergessen die letzten Wochen. Was für Abby gezählt hat war dass wir in dem Moment alle 3 zusammen unterwegs waren. So ging es dann irgendwann doch Richtung Auto und auf dem Weg dahin stand auf dem Fußweg natürlich noch ein großer Hund. Angesteckt von ihrer "ich liebe im hier und jetzt"-Mentalität habe ich das genauso gemacht. Kein Gedanke an vergangene Leinenrüpeleien und glücklich von dem tollen Spaziergang sind wir einfach an dem Hund vorbei weiter zum Auto gegangen und es blieb absolut ruhig.



Wir Menschen sollten aufhören immer an das zu denken, was bereits war und was jetzt passieren könnte. Fangt an den Moment zu genießen, die Sonnenstrahlen auf eurer Haut zu spüren und denkt einfach mal nicht daran, was ihr zu Hause noch machen müsst. Genießt die Zeit mit euren Hunden und lernt von ihnen und dann, dann lernen sie auch von euch.

Danke liebstes Hundekind für diese wahnsinnig wichtige Erkenntnis heute!

Eure Dini

Kommentare :

  1. Wie schön, dass es doch noch ein toller Tag für euch drei wurde. Und ich kann Deine Gedankengänge gut verstehen - jeder unserer Hunde hat mir auf seine ganz eigene Art immer wieder gezeigt wie wichtig es ist im hier und jetzt zu leben ... und das zu genießen, was man gerade hat.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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  2. Ich habe gerade Tränen in den Augen. Das ist sooo toll geschrieben und ich kann es sooo gut nachempfinden. Ich kenne solche Situationen mit Lyko nur zu gut. Ich nenne sowas immer Quality Time und ich schließe diese dabei entstehenden Gefühle ganz ganz ganz fest in mein Herz. Sie geben mir Kraft, wenn es bei uns mal nicht so gut läuft.

    Schön, dass Du deine tollen Momente mit uns teilst.
    Gruß Silke

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  3. Du hast den Tag so wunderschön beschrieben. Wir können viel lernen von unseren Hunden. Das habe ich auch schon einige Male erleben dürfen. Und dein Minimesch wir sich hoffentlich bald an den Tagespapa gewöhnen. Ich weiß, wie schwer es ist, sein Kind für einige Stunden abzugeben. Auch ich habe in den ersten Tagen beim Abschied geweint. Aber es wird von Tag zu Tag leichter, ... versprochen!

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

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  4. Ein sehr schöner "Freudestrahl"-Bericht :)
    Klasse das es mittlerweile so gut bei Euch läuft.
    Wuff, Deco und Pippa

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  5. Huhu Dini,
    ich lese ja immer gern bei dir, doch die Zeit zum Kommentieren ist begrenzt. Aber heute muss ich mal wieder schreiben.
    Ihr Zweibeiner könnt sooo viel von uns lernen!
    Ihr solltet uns mehr Vertrauen schenken <3
    Heidi sagt, dass auch sie geweint hat, weil ihre Tochter nicht in die Krippe wollte und die Tränen nur so liefen.
    Aber irgendwann war das vergessen und die Krippe ein highlight.
    Wart ab, Minimenschen lernen ganz schnell!!
    Liebes Wuffi Isi

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  6. Wie schön das ihr so einen tollen Tag hattet.
    Ich kann dich nur zu gut verstehen, Sam kann leider auch nicht immer von der Leine gelassen werden, und es ist sooo schön wenn er sich so drüber freut das er rennen und toben kann. Ich denke das ich ihm wirklich mehr vertrauen sollte, aber leider ging es auch das eine oder andere Mal schief, weil er meint sich mit anderen, fremden Hunden anlegen zu müssen...
    Liebe Grüße
    Jasmin mit Nora, Rico und Sam

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  7. Einfach nur toll zu lesen! Ja die Zweibeiner und ihre Gedanken...

    Schlabbergrüße Bonjo

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