Jobs mit Dogs Hundefotograf

Jobs mit Dogs Hundefotograf

Hallo ihr Lieben,

nachdem wir euch bereits den tollen Job des Hundebuchautoren vorstellen konnten, möchten wir unsere Blogreihe gerne weiterführen und euch einen nächsten, spannenden Job mit Hunden präsentieren.

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Der Hundefotograf

Dieses Mal freut es uns sehr, dass wir jemand ganz besonderen für unser Interview ergattern konnten. Nämlich Mareike Konrad aus Leipzig. Sie ist nicht nur die wohl bekannteste Hundefotografin in und um Leipzig, nein, ohne sie würde es diesen Blog vielleicht gar nicht geben. Als ich das erste Mal vor vielen Jahren etwas von Mareike hörte (oder besser sah) erzählte und schwärmte sie in einem Forum von ihrer Hündin Java – einer weißen Schweizer Schäferhündin. 
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Mit Java fing damals alles an.

In diesem Moment war es um mich geschehen, ich war absolut verliebt in diese Rasse und der Rest ist Geschichte. Umso mehr freut es uns, dass der Kontakt zu Mareike geblieben ist und sie sogar unsere Hochzeitsfotos gemacht hat. Aber wer ist Mareike überhaupt? 

Mareike Konrad ist, wie ihr jetzt schon wisst, Hundefotografin, 28 Jahre jung und Mama von der weißen Schäferhündin Bhumi und seit einigen Wochen auch eines Minimenschen. Bhumi ist der wohl besterzogenste Hund den es auf dieser Welt gibt und so ist es nicht verwunderlich, dass Mareike sich selbst als „Perfektionist und Chaoskind zugleich“ beschreibt. Aber befassen wir uns jetzt näher mit dem Beruf des Hundefotografen: 

Hundekind Abby: Wenn dich andere
fragen was du beruflich machst, was erzählst du denen?

Mareike: Auf die Frage nach meinem Beruf antworte ich natürlich sehr
gern, denn nur allzu oft ernte ich auf meine Antwort erstaunte Blicke. Ich bin
Fine Art Hundefotografin und ich liebe meinen Job. Vor ein paar Jahren noch
amüsierte das die Leute sehr, niemand hielt das für einen ernstzunehmenden
Beruf, mittlerweile ist das anders. Nun ist mein Gegenüber oftmals neugierig
und will mehr erfahren und da leiste ich dann auch gern etwas Aufklärungsarbeit
für meinen Berufsstand ;).

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Früher belächelt – heute möchte jeder eins ihrer Bilder an seiner Wand hängen haben

Hundekind Abby: Wie bist du zum
Fotografieren gekommen?

Mareike: Fotografiert habe ich, wie wohl jeder andere auch, als Kind
schon gern. Ich habe Alben über Alben angelegt, aber richtig ernsthaft habe ich
mich erst während meines Studiums mit der Fotografie auseinandergesetzt. Ich
bin Diplom-Ingenieur für Medientechnik und habe somit die Kameratechnik von der
Pike auf gelernt. Doch bei all dem technischen Kram kam mir das Leben, die
Seele in den Fotos immer zu kurz. 

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Architektur, Landschaften, das alles war
schön und gut, aber berührt haben mich die Bilder nie, ich hatte keinen Bezug
dazu und somit auch keine Freude daran. Mein Leben, meine Seele wartete zuhause
auf mich. Meine damalige Hündin Java. Als Java krank wurde, beschloss ich alles
von ihr zu dokumentieren und von jetzt auf gleich wurde sie mein liebstes
Fotoobjekt. Schnell geriet ich dabei an die Grenzen der Technik, denn jeder der
mal versucht hat einen Hund im Vollsprint zu fotografieren, wird festgestellt
haben, dass das gar nicht so leicht ist. Ein lieber Freund, der meine
Leidenschaft zur Fotografie teilte, machte mir das größte Geschenk überhaupt
und schenkte mir seine alte Fuji S2 Pro. Ein wahres Kameramonster, groß und
schwer und vom technischen Stand weit hinter den heutigen Digitalkameras. Aber
für mich war sie der Wahnsinn und ich behaupte bis heute, dass ich ohne diese
Kamera, die über keinerlei technischen Schnickschnack verfügte, niemals die Art
von Gespür und Verständnis fürs Fotografieren entwickelt hätte, wie ich es
heute habe. Plötzlich machte Fotografieren Spaß, es gab immer etwas zu lachen,
die Bilder meiner Hündin sprühten vor Energie und Lebensfreude, einfach weil
sie war wie sie war. 

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Heute sind Bhumi und Mareike ein eingespieltes Team!

Ich habe in den letzten 7 Jahren in viele Richtungen der
Fotografie geschnuppert, Portrait, Akt, Landschaften, Hochzeiten, Babys, etc.
aber nichts davon ging mir so leicht von der Hand, wie die Hundefotografie.
Hunde schämen sich für nichts, sie finden sich auf Bildern nie zu dick, meckern
nicht über Falten oder darüber, dass ihr Fell gerade nicht liegt. Und das
erstaunlichste ist doch: Je verkorkster der Gesichtsausdruck, desto mehr lieben
die Besitzer des Hundes das Foto.

Ich gründete bereits während des Studiums mein Gewerbe und
fing an Shootings anzubieten. Es wurde ein Selbstläufer und ich bin unendlich
dankbar dafür.
Hundekind Abby: Du bist inzwischen hauptberuflich Hundefotografin.
Wie lange hat es gedauert, bis du davon wirklich leben konntest?
Mareike: Ich würde lügen, wenn ich
behaupten würde, dass es kein langer harter Weg war. Es hat gute 3-4 Jahre
gedauert, bis ich mir einen Namen gemacht hatte und allein von der Fotografie
leben konnte. Ich fotografiere immer draußen in der Natur. Damit war ich, gerade am Anfang, allein auf weiter Flur, denn wetterabhängig und immer auf der Jagd nach dem perfekten Licht zu fotografieren, kann schwer sein. Somit habe ich aber auch immer Locations entdeckt, die man als normaler Mensch gar nicht entdecken würde. Einfach ist es bis heute nicht, ich denke man muss zum einen
ziemlich verrückt sein und zum anderen ein Workaholic, um von der
Hundefotografie leben zu wollen, aber da diese Beschreibung so ziemlich genau
auf mich passt, habe ich wohl alles richtig gemacht. Mittlerweile reise ich für
Shootings quer durch die Republik, bin weltweit buchbar und kann mir nichts
anderes mehr vorstellen, als mit Hunden und deren Besitzern zusammen zu
arbeiten.

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Hundekind Abby: Für die meisten
klingt ein dreistelliger Betrag für „ein paar Fotos“ recht viel. Aber was
steckt da noch dahinter?
Mareike: Wie oben bereits erwähnt bezeichne ich mich als „Fine Art
Fotografin“. Mein Ziel ist es nicht dem Kunden 200 digitale Bilder auf eine CD
zu brennen, sondern Erinnerungen zu schaffen, die ihn auch in 10, 20 oder 50
Jahren noch begeistern. Menschen geben viel Geld für Fotografen aus, ein Menschenkind
wird im Kindergarten jedes Jahr fotografiert, dann der Schulanfang, die
Jugendweihe/Kommunion, Schulabschluss, Hochzeit etc. All diese Anlässe gibt es
beim Hundekind nicht und dabei ist die Zeit, die ein Hund Teil unseres Lebens
ist doch viel geringer, als die eines Menschen. Für mich ist ein Shooting mit
sich und seinem Hund etwas einmaliges, was man eben nicht 2x im Jahr macht,
sondern genau ein einziges Mal. 

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Und diese Bilder dienen als Erinnerungen für
immer und es ist nicht fair diese auf einer CD zu speichern, die in 10 Jahren,
wenn kein Computer mehr über ein CD-Laufwerk verfügt, vollkommen nutzlos ist.
Meine Kunden erwarten von mir hochwertige Fotoalben, Wandbilder und Galerien.
Es ist definitiv eine meiner liebsten Beschäftigungen mit den Kunden gemeinsam
eine Wandgalerie zu erstellen und diese dann überm heimischen Sofa zu
platzieren. Ich arbeite mit professionellen Fotolaboren und Albenmanufakturen
zusammen, meine Produkte sind teils handgefertigt und kommen aus Italien,
Holland und Deutschland und diese Qualität hat natürlich seinen Preis. Meine
Kunden investieren im Durchschnitt zwischen 500 und 1200 EUR in ihre Bilder.
Manche Leute bezahlen ungeheuer viel Geld für Kunstwerke und Gemälde und haben
im Endeffekt keinen Bezug dazu. Ein Bild vom eigenen Hund müsste demnach doch
noch viel mehr wert sein… das zumindest ist meine Logik, denn ich weiß was mir
die Bilder meiner verstorbenen Hündin bedeuten. Sie sind unbezahlbar und ich
finde es schön, dass sie in unserer Wohnung präsent ist, obwohl sie nun schon 4
Jahre nicht mehr bei uns ist und nie in dieser Wohnung gelebt hat. Es ist als
wäre ein Teil von ihr immer noch da.

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Heute ist Bhumi Mareikes Lieblings-Vierbeinermotiv

Hundekind Abby: Was würdest du jedem
raten, der Hundefotograf werde möchte?

Mareike: Die Hundefotografie wird momentan immer populärer und nicht
wenige scheitern am Versuch sich selbstständig zu machen. Ich denke es gibt
zwei entscheidende Fragen, die ein angehender Hundefotograf für sich selbst
beantworten muss. Warum will ich Hundefotograf werden? und Was bin ich bereit
dafür zu geben? Dabei gibt es kein richtig oder falsch, aber ich kann aus
eigener Erfahrung und der vieler Kollegen sagen, dass es kein leichter Weg sein
wird. Ein erfolgreicher Fotograf hat immer eine Reise zu sich selbst hinter
sich. Es bringt nichts Erfolgsrezepte zu kopieren und anderen Fotografen
nachzueifern, man muss selbst kreativ werden, sich immer wieder neu erfinden
und seinen eigenen Stil kreieren. 

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Man muss sein, wie andere nicht sind, sich
abheben aus der Masse und auch wenn es hart ist, man muss einsehen, dass es nicht
reicht nur gute Fotos zu machen. 90% meiner Arbeit als Hundefotografen besteht
aus Buchhaltung, Marketing, Networking und dem Beantworten von gefühlten 100
Emails am Tag. Die 10% die Fotografieren und Bildbearbeitung einnehmen, sind
dagegen wie Urlaub. Tja und dann sind da noch der eigene Hund, der gerne raus
würde, das Kind, das gewickelt und gestillt werden will, die Familie und
Freunde, die dich seit Wochen nicht gesehen haben und der Partner, der glaubt
du liebst den PC mehr als ihn und schon wieder den nächsten Urlaub mit
zahlreichen Shootings verbinden muss. Es ist nicht einfach, ich denke
Hundefotografin zu sein ist kein Beruf sondern Berufung, man richtet sein Leben
danach aus und nicht nur Montag-Freitag jeweils 8 Stunden und das geht nur,
wenn man seinen Job wirklich liebt. 

Wenn ihr jetzt genauso verliebt in Mareikes Fotos seid wie wir, könnt ihr gerne mal bei ihr auf der Website vorbeischauen. Kennt ihr noch gute Hundefotografen oder seid ihr selber einer?

Eure Abby und Dini

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