miDoggy Parade: Helikoptereltern

Montag, Oktober 17, 2016 Hundekind Abby 4 Comments

Hallo ihr Lieben,

die miDoggy Community, die ich euch letzte Woche vorgestellt habe, hatte es in unserem Interview schon angekündigt: Es wird etwas tolles, neues geben. Die miDoggy Parade war geboren. Und als erstes dürfen wir uns zum Thema "Helikoptereltern" äußern, was wir absolut spannend finden.


Was sind Helikoptereltern?

Laut Definition in der Menschenwelt sind Helikoptereltern nichts anderes als überforsorgliche Eltern, die ständig um ihre Kinder rumschawänzeln. Wo auch immer man also die Kinder sucht, sind die Eltern nicht weit. Sei es auf dem Weg zur Schule oder bei den Freunden der Kinder. Um ihre Kinder nicht in Gefahr zu wissen, sind die Eltern immer mit dabei oder auf jeden Fall ständig per Handy mit ihren Kindern verbunden.

Sind wir Helikoptereltern?

Da wir ja beides haben, sowohl Hund als auch Kind, haben wir uns die Frage gleich zwei Mal gestellt und können bei beiden sagen: Nein. Wobei, kann man die Frage bei einem Kleinkind unter zwei Jahren überhaupt beantworten? In dem Alter kann das Kind noch nichts wirklich alleine und ist auf seine Eltern angewiesen. Aber darum geht es ja gar nicht, sondern um die Hunde.

Was würden also Helikoptereltern bei Hunden ausmachen? Dass man ständig bei seinem Hund ist? Wenn man die Möglichkeit hat, seinen Hund mit auf Arbeit zu nehmen, warum nicht? Das macht für uns noch keine Helikoptereltern aus. Vielmehr sind es doch die Leute, die ohne ihren Hund nicht mehr existieren können, deren kompletter Alltag sich um den Hund dreht.  Jene, die ihr komplettes Leben nach dem Hund ausrichten und als Menschen vergessen zu existieren.

Also, natürlich muss man sein Leben dem Hund nach richten. Man kann nicht mehr spontan über Nacht wegbleiben, muss immer genug Futter für ihn im Haus haben und dafür sorgen, dass er genügend Bewegung und Beschäftigung bekommt. Aber dann gibt es da noch die Menschen, die wirklich gar nichts mehr ohne ihren Hund machen und es dann anderen vorwerfen, wenn man es nicht auch so tut. Das beste Beispiel war einige Resonanz auf unseren ersten Urlaubsbericht. Hier bekam ich in einer Gruppe zu hören, dass der Hund sich nicht nach dem Urlaub zu richten hat, sondern der Urlaub nach dem Hund. Und an der Stelle ist es meiner Meinung nach alles etwas zu viel. Natürlich muss man gucken, dass man im Urlaub Unterkünfte und Urlaubsziele findet, die auch für den Hund geeignet sind. Im Sommer mit dem Hund nach Spanien? Würde ich Abby nicht antun. Die Temperaturen ist sie nicht gewöhnt und auch das Ansteckungsrisiko für Mittelmeerkrankheiten wäre mir zu hoch. Dennoch verurteile ich niemanden, der mit seinem Hund dorthin fährt. Auch bin ich der Meinung, dass man im Urlaub durchaus auch etwas ohne Hund machen kann - wenn es allen dabei gut geht. Sprich: Der Hund sollte deswegen nicht den ganzen Tag im Auto hocken müssen während man Spaß in einem Museum oder ähnlichem hat. Wenn der Hund aber nach einem ausgedehtem Spaziergang in der Unterkunft schläft und döst, so kann man durchaus auch menschliche Aktivitäten in Anspruch nehmen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben oder sich einreden lassen zu müssen.
Oder sollte man seinen Hund im Alltag so sehr integrieren, dass er keine Zeit zum regenerieren hat? Viele machen das weil sie denken, ihrem Hund damit etwas gutes zu tun. Dabei wird der Hund dabei unnötig unter Streß gesetzt. Hunde ruhen bis zu 20 Stunden am Tag. Daher sind tägliche übermäßig lange Spaziergänge alles andere als gut für den Hund. Aber der Mensch denkt, dass er seinen Hunden damit etwas Gutes tut, er ist doch ein Raubtier und muss beschäftigt werden. Viel besser wären kurze, spannende Spaziergänge die den Hund so fordern, wie es die Natur auch tun würde. Doch oft wird Hundehaltern suggeriert, dass sie sich nicht ausreichend um ihren Hund kümmern, wenn sie nicht mindestens 4 Stunden täglich mit ihren Hunden rausgehen. Warum eigentlich? Ist es nicht vielmehr so, dass der Begriff "Helikotpereltern" erst durch das Internet entstanden ist, weil andere Menschen denken sich in die Erziehung anderer einmischen zu können, ohne die Hintergründe der jeweiligen Situation zu kennen? Ist es also nicht so, dass Helikoptereltern nur eine Beschimpfung anderer ist, damit sie über Menschen, die nicht alles so machen wie sie selber, herziehen und sich somit besser fühlen können?

Für uns würde diese Definition wohl am besten passen. Aber wie seht ihr das? Was machen für euch Helikoptereltern bei Hunden aus?

Eure Abby und Dini


Kommentare :

  1. Wow! Du hast dich aber definitiv besser mit dem Begriff auseinandergesetzt als ich ;) Vielleicht auch, weil du Mutter bist und dir der Begriff geläufiger ist. Ich muss gestehen, ich musste erst googeln, was das überhaupt ist.
    Deine Einstellung finde ich aber gut. Auch zum Urlaub und der täglichen Beschäftigung. Ein gesundes Mittelmaß ist eh das Beste und das Hundekind scheint bei euch ja einen Volltreffer gelandet zu haben. ;) Übrigens bleibt mein Hund auch nach einem ausgiebigen Spaziergang gerne in der Wohnung und chillt gemütlich vor sich hin, während ich mich meinen menschlichen Aktivitäten widme.

    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva

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    1. Haha, also ganz ehrlich, ich hab nie Kinderratgeber gelesen oder sonstiges. Ich musste auch erst googeln, hab aber bei Mamablogs nachgeguckt was das ist :D

      Ja so ein gesundes Mittelmaß ist doch vollkommen prima und auch artgerecht :)

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  2. Super Artikel, da werde ich mich gerne anschließen. Mein Artikel in Kürze bei mir zum Lesen. LG :-) Claudia & Lady

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    1. Das freut uns, dass wir euch inspirieren konnten :)

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