Buchwoche: Abenteuer Vertrauen [Werbung]

by - Mittwoch, Dezember 14, 2016

Hallo ihr Lieben,

und schon haben wir Richtfest erreicht und das Wochenende ist quasi schon in Sicht. Deswegen warten wir auch nicht lange und stellen euch das nächste Buch vor.


Abenteuer Vertrauen


Jeder, der sich mit den etwas bekannteren Hundetrainern beschäftigt, wird irgendwann über den Namen "Maike Maja Nowak" stolpern und genau sie hat das Buch "Abenteuer Vertrauen" geschrieben und im Mosaik Verlag veröffentlicht. Das Buch ist im Hardcover erschienen, hat ein abnehmbares Cover und verfügt über 365 Seiten. Ebenso wie "Mit Hunden gewaltfrei kommunizieren" erinnert es im ersten Moment eher an einen Roman als ein Sachbuch für Hunde.

Aber bereits nach den ersten Seiten stellt man fest, dass das Buch auch tatsächlich eher einem Roman angelehnt ist als einem Sachbuch. Maja Nowack erzählt in dem Buch "Abenteuer Vertrauen" von dem Zusammentreffen mit ihrem neuen Hund "Raida" und wie sich das Zusammenleben mit ihm entwickelt. Raida ist ein geborener Führhund, der das Rudel ohne Probleme leiten und alle anderen Hunde beschützen kann. Und solch ein Hund lässt sich nur sehr ungern etwas sagen - von einem Menschen schon gar nicht. Das sagte bereits die Charakterbeschreibung des Tierheims, in dem Raida lebte. Maja Nowak lebt mit ihren Hunden in einer Einheit zusammen, in der jeder Hund seinem Status gemäß leben kann und darf. So ist das erste Zusammentreffen mit Raida natürlich sehr spannend, denn wie begegnet man einem Hund von dem man weiß, dass er ein geborener Anführer ist? Doch Maja und Raida verstehen sich und so darf Raida mit in das Rudel von ihr einziehen. Doch bereits in der ersten Nacht ergibt sich das erste Problem: Raida hält es nicht für nötig die Ressourcen von Maja zu respektieren und so sind am nächsten Morgen sämtliche Speisen von ihr aufgefuttert oder wenigstens angeleckt.

Das Buch spiegelt in erster Linie ihren Alltag, ihren Umgang und ihre Einstellung zu dem Neuankömmling Raida wieder. Jeder Hund ist auf seine Art und Weise perfekt und es wäre nicht fair einem Hund einen Stempel aufzudrücken, den er nicht erfüllen kann. Zwischen den Zeilen vermittelt sie dabei aber auch ihre "Trainings"ansätze und versucht sie mit ihren eigenen Erfahrungen zu verdeutlichen. Ihren Trainingsansatz zu erklären, ist allerdings recht schwierig, da er sich mit bis zu letzt nicht 100% erschlossen hat. Sie arbeitet mit ihrer eigenen Einstellung, Souveränität und Durchsetzungskraft. Dabei wendet sie aber keine Gewalt an, sondern spricht mit ihren Hunden! Und das so, wie sie es meint. Sie erklärt Raida, dass er sich nicht vom Rudel entfernen soll, bittet ihn um Hilfe und erklärt ihm, warum andere Hunde sich vor Fahrrädern schneller bewegen. Alles, bei dem sie bemerkt, was ihre Hunde erklärt bekommen müssen, erklärt sie auch - auf ruhige und bestimmte Art. Kein Wort der Unterdrückung oder des Einschüchterns kommt ihr dabei über die Lippen.

Später im Buch geht sie ein wenig mehr auf die Rudelstellung ein. So gibt es in jedem Rudel mehrere Positionen, die ausgefüllt werden müssen. Die Hunde bekommen die Veranlagungen für ihre Position im Rudel, laut ihr, bereits mit der Geburt mitgegeben und so ist es selbstverständlich, dass es Hunde gibt die immer nach vorne laufen und das Rudel dorthin absichern, aber auch Hunde die hinterhertrotten und das Rudel von hinten beschützen. Diese einzelnen Positionen erklärt sie dann auch ganz ausführlich und man schweift während des Lesens schon manchmal ab und überlegt, was der eigene Hund denn für eine Position inne hält.

Was ist unser Fazit?

Maja Nowak hat mehrere Jahre in einem kleinen Dorf in Russland mit einem Rudel wildlebender Hunde gelebt. Sie hat nicht nur mit ihnen gelebt, sie hat sie in der Zeit auch beobachtet, studiert und ist ein Teil des Rudels geworden. Solche Menschen finde ich immer spannend und es ist total faszinierend ihren Worten zu lauschen. Ob man dennoch mit ihrem "Trainingsstil" übereinstimmen kann, das ist wohl jedem selber überlassen. Was ich in der Tat übernommen habe war, Abby zu erklären, dass der Hund, den wir sehen, nur ein Hund ist und dass ich ihn bereits gesehen habe und sie sich daher nicht mehr um ihn kümmern muss. Man mag es kaum glauben, aber das hilft wirklich! Ganz oft entspannt sie sich dann gleich wieder und schnüffelt wieder weiter. Gebellt wird dann nicht mehr. Was die Rudelpositionen angeht gehe ich allerdings eher mit denen von Anita Balser konform. Warum kann ich an der Stelle nicht erklären, es fühlt sich für mich einfach richtiger an. Was allerdings sehr schade war ist, dass die Fotos in dem Buch nur in schwarz-weiß gedruckt wurden. Maja geht in den Texten sehr auf die Mimik und Gesik der Hunde ein, die geht bei den schwarz-weißen Fotos allerdings oft verloren.



Im Großen und Ganzen kann man aber sagen, dass das Buch wirklich schön zu lesen war und ich ganz oft "Oha!"-Momente hatte. Einfach, weil sie von ihrer Art so authentisch und mitreisend geschrieben hat, dass man das Buch einfach kaum zur Seite legen konnte. Daher gibt es an der Stelle von uns eigentlich 3,5 Abbys, da wir aber keine halben Abbys vergeben runden wir auch und kommen so auf 4 von 5 Abbys.


Habt ihr von Maja Nowak schon gehört gehabt?

Eure Dini

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2 Kommentare

  1. Hallo Diana, kennst du schon die Videos zum Buch?
    https://m.youtube.com/playlist?list=PLk22WdvFaOSGP7itTYnXD6s7eVNb7FtJ7

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    1. Hallo,

      oh die waren mir neu. Dankeschön! Da werde ich mal stöbern wenn es die Zeit zulässt :D

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