Buchwoche: Mit Hunden gewaltfrei kommunizieren [Werbung]

by - Dienstag, Dezember 13, 2016

Hallo ihr Lieben,

wir haben uns wahnsinnig gefreut, dass unsere Idee der Buchwoche bei euch so gut ankam. Daher machen wir einfach weiter und stellen euch heute ein Buch aus dem Kosmos Verlag vor:

Mit Hunden gewaltfrei kommunizieren



Das Buch wurde von Judith Böhnke geschrieben und 2013 veröffentlicht. Frau Böhnke ist studierte Rechtswissenschaftlerin und Ethologin. Außerdem ist sie selbst Züchterin und arbeitet als Verhaltensberaterin. Das Buch an sich ist im Hardcover gehalten, hat eigentlich eher das Format eines Romans und mit seinen 270 Seiten erinnert das Buch im ersten Moment tatsächlich eher an einen Roman, als ein Fachbuch zum Thema Hunde.

Schon nach ein paar Seiten macht Judith Böhnke klar, nach welchem Prinzip sie arbeitet, nämlich nach der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg. Er bezieht seine These nur auf das menschliche Untereinander und Judith Böhnke erweitert das Anwendungsgebiet ebenfalls auf die Beziehung zwischen Mensch und Hund.Sie setzt bei dem Zusammenleben auf die 4 wichtigen Säulen der Gewaltfreien Kommunikation: Beobachtung, Gefühl, Bedürnis, Bitte.


Besonders das Kapitel "Fühlen und fühlen lassen"füllt in dem Buch einen wichtigen Teil aus. So sind es ihrer Meinung nach die Menschen, die die falschen Emotionen und Erwartungen auf die Beziehung zu ihrem Hund einwirken lassen. Natürlich plädiert sie, die Beziehung gewaltfrei aufblühen zu lassen. Ihre Definition von Gewalt ist dabei aber schon sehr gewöhnungsbedürftig. So darf im Zusammenleben mit dem Hund nichts bewertet werden und der Hund auch nicht mit Worten bestraft werden. Dazu findet man in dem Buch auch ausgiebige Beispiele, wie die Kommunikation ihrer Meinung nach stattfinden sollte:

"Henry bettelt"
Stattdessen soll man besser denken und sagen:
"Als Sascha beim letzten Grillabend eine Bratwurst aß, saß Henry auf seinem Schoß und schaute ihm ins Gesicht."

Aber nicht nur die menschlichen Einflüsse auf die Beziehung werden unter die Lupe genommen, auch die hündischen. So werden Kommunikationformen wie unrinieren oder knurren beleuchtet. Außerdem wird untersucht, ob Hunde so etwas wie eine Moral haben und wie sie damit umgehen. Auch ob es gut ist, einen Hund zu loben, bekommt sein eigenes Kapitel.


Was ist unser Fazit?

Wir haben sehr lange überlegt, was unser Fazit zu dem Buch denn nun ist. Angefangen hat das Buch sehr zäh, bis es uns nach 10 Seiten dann doch überrascht hat und wir mit Spannung weitergelesen haben, bis zu dem Teil an dem erklärt wurde, wie man ohne Wertung mit dem Hund sprechen und denken sollte. Und ab diesem Teil sind wir tatsächlich ausgestiegen. Wenn ein Hund auf dem Schoß sitzt, während wir eine Bratwurst essen, dann schaut er uns nicht ins Gesicht weil es so schön ist, sondern weil er etwas zu Fressen haben möchte. An der Stelle sind wir sehr weit von den Gedanken von Frau Böhnke weg und um ehrlich zu sein, hat sich unsere Meinung und Ansicht auch während des ganzen Buches nicht mehr getroffen. Es war ganz spannend zu lesen, wie ihre Sicht der Dinge ist, doch eine wirkliche Anleitung, wie man die Gewaltfreie Kommunikation mit den Hunden wirklich einsetzen kann, haben wir bis zur letzten Seite vermisst. Eine Anleitung, wie man die Gewaltfreie Kommunikation mit seinem Hund handhaben kann, ist das Buch somit nicht. An sich konnten wir mit ihrer Einstellung nicht viel anfangen und das Buch hat es auch nicht geschafft, uns auch nur ein wenig neugierig darauf zu machen, mehr darüber zu lernen. Daher gibt es an der Stelle von uns 2 von 5 Abbys.


Wir freuen uns schon auf morgen und auf das nächste Buch, das wir euch vorstellen dürfen.

Eure Dini

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5 Kommentare

  1. Oh, das sind aber nicht viele Abbys, wobei sich die Thematik so prima anhört und mich sehr anspricht. Aber wir vertrauen Deiner Rezension....

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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    1. Meine liebe Sabine,

      also es war an sich schon ganz spannend, aber ich finde gerade das "nicht bewerten" nicht sinnvoll und kann damit halt gar nichts anfangen. :)

      Liebe Grüße
      Diana

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  2. Danke für den Buchtipp, hört sichinteressant an. Lg Claudia

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  3. Schade, dass das Buch so eine Enttäuschung war. Der Titel hört sich sehr interessant an.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

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  4. Ich kann das Buch absolut empfehlen (mit Ausnahme von vielleicht 2,3 einzelnen Aussagen, die die Autorin trifft, die aber eher nebensächlich sind). Ich glaube allerdings, dass man sich vorher mit der GfK nach Rosenberg beschäftigen sollte. Da mir die GfK in zwischenmenschlichen Beziehungen unglaublich geholfen hat, fand ich die Übertragung auf Hunde ziemlich ansprechend. Wer sich mit der GfK schon beschäftigt hat und sie gut findet, wird dem Buch sicher auch einiges abgewinnen können :)

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