Hund und Kind und Job? Ist das überhaupt machbar?

by - Freitag, April 21, 2017

Hallo ihr Lieben,

auch wir möchten uns wieder der miDoggy-Parade anschließen. Dieses Mal geht es um das Alltagsthema "Job und Hund - ist das vereinbar?". Wir gehen sogar noch einen Schritt und erweitern für uns das Thema "Hund, Kind und Job, wie geht das?".


Nun, es könnte vermeintlich einfach sein. Das Kind bei der Tagespflege abgeben, mit dem Hund rausgehen, arbeiten gehen, nach Hause kommen und mit Kind und Hund rausgehen. Klingt in der Theorie ganz schön, wäre für uns aber keine Option. Zum Einen können wir mit Abby und dem Kleinen momentan (noch) nicht zusammen rausgehen, da würde sie durchdrehen. Zum anderen bin ich der Meinung, dass ich kein Kind bekomme um es dann schnellstmöglich bei den Betreuungen abzugeben. Zu Beginn der Schwangerschaft dachte ich noch, dass es aber genau so laufen wird. Das machen immerhin alle so, das macht mal also so. Andere Optionen ausgeschlossen. Und dann war der Minimensch da und mit ihm ein ganz ausgeprägter Mutterinstinkt. Wäre es nach mir gegangen, wäre er wohl bis zum Kindergartenalter nur von mir betreut worden. Arbeiten wäre ich danach wieder gegangen. Immerhin hat man als Mama einen nicht kündbaren 24-Stunden-Job. Dazu haben wir hier im Osten aber leider keine Gehälter, die das ermöglichen. Also haben wir nach dem 2. Anlauf kurz vor dem 2. Geburtstag des Minimenschen eine tolle Tagesmama gefunden, die ihn von kurz nach 8 bis nach dem Mittagsschlaf bei sich hat. Im nachhinein betrachtet eine gute Entscheidung, da es dem Kleinen echt gut gefällt und er sich schon wahnsinnig entwickelt hat. Aber auch für mich war das ganz praktisch. In dieser Zeit kann ich nun nämlich arbeiten. Bevor er bei der Tagesmama war, musste ich arbeiten gehen, sobald der Papa zu Hause war. Das hieß aber auch, dass wir uns sehr selten gesehen haben und das gemeinsame Familienleben blieb auf der Strecke. Nun ist alles etwas entspannter und es kommt ein wenig Geld rein.



Aber was kann man in den paar Stunden arbeiten? Zugegeben, viel Zeit bleibt effektiv nicht. Denn in den paar Stunden muss ich arbeiten, aufräumen, mit Abby rausgehen, den Blog betreuen und irgendwann möchte man doch mal 5 Minuten für sich. Zeit ins Büro zu fahren blieb da nicht. So arbeite ich nun teils von zu Hause aus im Bereich Social Media und betreue dabei eine Facebook- und Pinterestseite mit. Außerdem arbeite ich im Zoo und kann mir dort die Touren aussuchen, die mir zeitlich passen und die ich übernehmen kann. Ich kann mir meine Arbeitszeiten also flexibel einteilen. Darauf achten, dass ich trotzdem genug arbeite muss ich trotzdem. Der Nachteil daran ist also, dass ich nie wirklich weiß, wie viel Geld am Ende des Monats reinkommt. Touren können nämlich spontan auch noch storniert werden. Dennoch bleibt mir mit beiden Jobs genug Zeit um Geld zu verdienen, aber auch die Möglichkeit, mit Abby raus zu gehen. Abends und am Wochenende arbeite ich nur noch bei Ausnahmen und das auch sehr selten. Und auch wenn es mal Tage gibt, in denen ich mehr im Zoo arbeite, so bleibt abends noch genug Zeit mich um den Social Media Job zu kümmern. Der Blog muss in solchen Situationen eben warten, auch wenn er inzwischen so etwas wie eine Arbeit geworden ist. Und da der Tag jetzt auch wieder länger hell ist, kann ich Spaziergänge mit Abby auch auf später verschieben. Ein weiterer absoluter Vorteil: Wenn die Tagesmama krank ist oder Urlaub hat, kann ich ohne Probleme zu Hause bleiben. Wenn ich eine Tour habe, muss der Papa für die 2 Stunden einspringen und danach kann ich ihn wieder übernehmen. Wenn ich mal keine Touren habe und auch sonst alles erledigt ist, kann ich ihn einfach zu Hause lassen. Wir sind also noch recht ungebunden.

Diesen sehr entspannten Lebensstil darf ich jetzt noch über den Sommer haben, danach wird es Zeit wieder in die richtige Arbeitswelt einzutauchen. Dann soll es wieder ins Büro gehen. Ab wann genau das sein wird, werden wir sehen. Wo genau, das wird die Zeit zeigen. Auf jeden Fall wird es wieder nur ein Teilzeitjob. Mein Kind den ganzen Tag zu anderen zu geben, kommt nach wie vor nicht in Frage. Dazu ist die Zeit nämlich viel zu kostbar. Und wir dürfen in der heutigen Zeit nicht vergessen, dass Geld nicht alles ist. Man braucht nicht immer das neuste Handy, den teuersten Urlaub oder jede Woche zig Mal essen gehen. Das habe ich vor einigen Jahren auch gedacht, die Prioritäten ändern sich aber Gott sei Dank und man bekommt irgendwann den Blick fürs wesentliche!

Ihr seht also, auch ein Leben mit Kind und Hund kann funktionieren. Mit viel Organisationsgeschick und einigen Einsparungen. Dann hat man noch genug Zeit fürs Leben.

Wie macht ihr das mit Job und Hund? Macht doch noch mit bei der miDoggy-Parade!

Eure Dini

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2 Kommentare

  1. Hey,

    ich mag deine Einstellung sehr.
    Wir wollen dies Jahr wahrscheinlich auch noch mal nach Leipzig (meine Mama kommt daher) und dann hoffe ich, dass wir eine Tour durch den Zoo bei dir bekommen ;)

    Ganz liebe Grüße

    Anika

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  2. Ich bewundere sehr, wie Du das alles machst. Ist sicher nicht leicht alles unter einen Hut zu bekommen, allen gerecht zu werden und auch zu verzichten. Ich habe mich für einen anderen Weg entscheiden und gebe zu, dies noch nie bereut zu haben. Dies mag daran liegen, dass ich immer schon große Angst hatte, mich vielleicht nicht selbst finanziell versorgen zu können. Ob diese Angst berechtigt ist und, ob ich viele schöne Erlebnisse / Erfahrungen im Leben nicht erleben darf, sei dahin gestellt. Irgendwann muss man sich entscheiden – bei mir eigentlich schon mit dem Studium - und damit leben. Ich bin auf jeden Fall froh, dass nicht alle Frauen so ängstlich sind wie ich….

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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