Nasenstubser weltweit: Schweiz

Dienstag, April 18, 2017 Hundekind Abby 0 Comments

Hallo ihr Lieben,

das Hundekind ist ein "Weißer Schweizer Schäferhund", der Papa arbeitet für eine Firma mit dem Stammsitz in der Schweiz und unser liebstes Freitagsessen ist Raclette mit typisch schweizer Käse. Was liegt da näher als mit Nasenstuber weltweit endlich einmal in die Schweiz zu reisen?



Die liebe Vici und die liebste Mia waren letztes Jahr diejenigen, die uns bewichtelt haben und außerdem führen sie den Blog Retromops-Welt. Das war unsere Möglichkeit endlich einmal mehr über die Hundehaltung in der Schweiz zu erfahren.

Hundekind Abby: Wie würdest du das Leben mit Hund in der Schweiz beschreiben?
Victoria: Mit meinem kleinen Raubtier habe ich überhaupt keine Probleme. Wir führen ein angenehmes Leben mit vielen Auslaufmöglichkeiten und wenig Leinenzwang. Zumindest in unserer Region. Was ich aber persönlich etwas schade finde, sind die wenigen eingezäunten Hundewiesen auf denen Hunde mit anderen spielen dürfen. Ansonsten muss ich sagen, es ist schön dass die Hunde zur Gesellschaft gehören und als selbstverständlich im Alltag integriert sind.



Hundekind Abby: Gibt es etwas was man in der Schweiz mit Hund beachten muss?Victoria: Bis Ende letzten Jahres musste man bei der Anschaffung eines Hundes den SKN (Sachkundenachweis) absolvieren. Seit diesem Jahr ist das keine Pflicht mehr. Er musste bei der Anmeldung des Hundes auf der Gemeinde vorgewiesen werden, so ergab sich dann auch eine Hundesteuer, die erhoben wird. Diese variiert von der Größe des Hundes. Leinenzwang ist bei uns kantonal geregelt. Eine Regelung, die jedoch oft vergessen geht, ist die Leinenpflicht während der Jagdsaison. Bei unserem Wohnort ist man verpflichtet zwischen dem 1. April und dem 31. Juli den Vierbeiner an der Leine zu führen im Wald oder auf Waldwegen um die Jungtiere zu schützen.

Hundekind Abby: Die Schweiz ist bekannt dafür teuer zu sein. Betrifft das auch die Dinge, die den Hund betreffen?
Victoria: Es wird einem nichts geschenkt. Verhältnismässig, sprich Lohn und Preis, muss ich sagen ist es in Ordnung, es gibt für jedes Budget etwas. Bei dem Zubehör wie Gudeli oder Mäntel sind die Preise doch manchmal sehr hoch gegriffen. Ärzte sind doch immer teuer (wird sofort vor Ort bezahlt), auch für uns Zweibeiner.

Hundekind Abby: Wie ist der Tierschutz in der Schweiz aufgestellt? 
Victoria: Es gibt pro Kanton mindestens ein Tierheim das die Hunde, die von der Polizei gebracht werden aufnehmen muss. Es gibt mindestens ein weiteres privates Tierheim im Kanton. Durchschnittlich haben wir also 2 Tierheime pro Kanton. Keines davon wird staatlich unterstützt, sie sind auf Spenden angewiesen. Bei uns werden keine Hunde ohne Grund eingeschläfert auch nicht, wenn sie nicht vermittelt werden können. Es ist dem Tierarzt gesetzlich verboten ein gesundes Tier einzuschläfern.

Hundekind Abby: Wie beliebt sind Hunde in der Schweiz?
Victoria: Hunde sind hier sehr beliebt. Je nach Gebiet mehr oder weniger natürlich. Bei den Vermieter aber nicht immer gerne gesehen. Bis wir eine schöne und vor allem eine Neubau Wohnung gefunden haben in der Hunde erlaubt sind, brauchte es doch mehrere Anläufe. Bekannten von mir ging es ähnlich. Weil sie einen grösseren Hund haben, war es noch schwerer und bei den sogenannten Listenhunden wird es nicht einfacher.



Hundekind Abby: Habt ihr mit Giftködern zu kämpfen?
Victoria: Ja, auch wir haben mit Giftköder zu kämpfen. Unter den Hundebesitzern gibt es die "bekannten" Orte, an denen es häufiger in den Medien gekommen ist. St. Gallen im Rheintal und auch im Aargau gibt es "gefährliche" Gebiete. Es gab schon Fälle bei denen wurden die Giftköder als Probe von Fressnapf in die Briefkästen gelegt. Im Sommer ist die hoch Saison, es geht also leider bald wieder los.

Ihr Lieben, wir drücken euch die Daumen, dass ihr weiterhin verschont bleibt und danken euch für eure tollen Antworten.

Über welche Länder würdet ihr gerne noch mehr erfahren?

Eure Dini

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