Zielobjektsuche: Flächen- und Päckchensuche

by - Montag, Mai 22, 2017



Hallo ihr Lieben,

die letzten Wochen hat sich Abby wahnsinnig verändert. Sie ist wieder bei uns und so langsam können wir wieder daran denken, was wir mit ihr für Hundesport machen möchten. Letztes Jahr haben wir einen Onlinekurs mit den Basics zum ZOS, also der Zielobjektsuche, gemacht. Das hat echt super geklappt.

Warum außgerechnet ZOS?

Aber da draußen gibt es ja noch so viele andere, tolle Sportarten. Warum also nicht etwas anderes ausprobieren? Ohja, was würde mich da nicht alles reizen: Treibball und Canicross bzw. Dogscootern stünde da ganz oben auf meiner Liste. Alles 3 Sportarten die Abby auch, im gesunden Zustand, sicher Spaß gemacht hätten. Allerdings pushen die Hunde sich dabei wahnsinnig auf. Das ist etwas, was Abby und die meisten anderen Schilddrüsenerkrankten Hunde nicht brauchen. Diese Hunde haben ganz oft sowieso schon Probleme mit der Impulskontrolle und sie dann zusätzlich noch aufzupushen ist absolut kontraproduktiv. Deswegen sollte man eher Sportarten wählen, die den Hund nicht aufregen und ruhig ablaufen. Das ist auch der Grund, warum wir euch über die nächsten Wochen und Monate verteilt Sportarten vorstellen, die auch für Schilddrüsenerkrankte Hunde sehr gut sind.

Einer davon ist definitiv das ZOSen. Abby liebt es mit der Nase zu arbeiten und erste Suchspiele macht sie inzwischen wieder mit so einem Spaß und Eifer, dass es damit einfach weitergehen musste.



Wie passend also, dass Pfotentrainer genau jetzt einen Erweiterungskurs angeboten haben, bei dem es um die Flächen- und Päckchensuche gehen sollte. Beides Themen, die mich schon nach unserem ersten Kurs sehr gereizt haben und so habe ich Abby und mich kurzerhand dafür angemeldet. Gestartet ist der Kurs im April und zieht sich noch bis jetzt in den Mai.

Was ist die Flächen- und Päckchensuche?

Beim ZOS geht es darum, dass der Hund einen versteckten Gegenstand mit der Nase anzeigt. Diesen Gegenstand kann man in einem kleinen Trümmerfeld verstecken, also alles was ihr irgendwo findet. Damit fängt man an, wenn man den Sport lernt.

Bei der Flächensuche gibt es einen abgesteckten Bereich auf einer freien Fläche, meistens auf einer Wiese. Hier wird nun der Gegenstand versteckt und der Hund muss lernen, diesen wieder genauso zuverlässig anzuzeigen, wie bei der Trümmersuche.

Bei der Päckchensuche wird der Gegenstand in einem Päckchen versteckt. Das können ganz einfache Gefäße sein, die wir alle kennen. Damit der Geruch der Gegenstände trotzdem für den Hund wahrnehmbar ist, werden Löcher in die Gefäße gebohrt. Dann muss der Hund hier erneut anzeigen, wo sich der Gegenstand befindet und ruhig mit der Nase vor dem passenden Loch warten.

Wie läuft unser Training?


Zugegeben, Musterschüler sind wir nicht. Im Gegenteil. Der Minimensch war eine komplette Woche im April krank, jetzt wieder und auch so musste ich diesen Monat viel im Zoo arbeiten. Da blieb nicht viel Zeit zum üben. Hinzu kam, dass Abbys ZOS-Stein weg war. Spurlos verschwunden! Ich dachte immer, ich hätte ihn sicher verstaut, aber da hatte ich mich vertan. Also hatten wir angefangen, Abby erst einmal wieder auf einen neuen Gegenstand zu konditionieren. Soweit okay, aber vor zwei Wochen tauchte der Stein dann in unserem Subwoofer wieder auf. Den hatte der Minimensch wohl hineingesteckt.

Mit dem alten Stein funktioniert alles aber gleich wieder viel besser. Wir haben angefangen neben Abbys Pullerwiese, auf einem abgeschiedenen Stück Wiese das Training draußen zu beginnen. Ich hatte damit gerechnet, dass Abby sich damit sehr schwer tun würde, aber nichts da. Sie hat den Stein gesehen und gleich gewusst, dass sie ihn mit der Nase anzeigen muss. Soweit so gut, wir müssen jetzt nur die Fläche vergrößern, auf er Abby den Stein suchen muss. Dazu fehlt mir momentan zwar (noch) die Zeit, aber das wird werden. Auf jeden Fall bin ich wieder begeistert, wie sehr man über ein Online-Video etwas lernen kann. Fragen bleiben bei mir nach den Sequenzen nicht und man möchte eigentlich gleich loslegen.



Es ist super spannend und ich freue mich schon, wenn das Training weiter geht. Geplant ist es für den Rest der Woche. Aber schauen wir mal! Was ich am ZOS so schätze ist, dass wirklich alles ganz langsam, ohne Hektik und Panik abläuft. Von dem Hund wird nicht erwartet, dass er sich schnell bewegen muss und super Leistungen vollbringen muss. Tatsächlich soll er nur das einsetzen, was er sowieso immer nutzt: Die Nase. Nichtsdestotrotz ist es sehr anstrengend für die Hunde, so dass sie nach wenigen Minuten schon ein wenig müde werden und man bedenken muss, dass man den Hund nicht überfordert.

Wir werden auf jeden Fall fleißig weitertrainieren und zeigen euch dann hoffentlich in ein paar Wochen unsere Ergebnisse.

ZOSt ihr auch? Wenn ja, habt ihr vielleicht sogar schon an Wettbewerben teilgenommen?

Eure Dini

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