Was ist ein Blicktarget?

by - Dienstag, Juli 04, 2017



Hallo ihr Lieben,

habt ihr schon einmal von einem Blicktarget gehört? Vielen ist der Bodentarget ein Begriff, aber der kleine Bruder ist nur wenigen ein Begriff.

Wozu wird ein Target benutzt?

Übersetzt man das Wort Target, ist es nichts anderes als ein "Ziel". Im Hundetraining ist dieses "Ziel" ein Hilfsmittel, dass dem Hund das Erlernen von verschiedenen Tricks vereinfachen soll. Was genau als Target benutzt werden kann oder darf, darüber gibt es keine Regeln. Alles was ihr praktisch findet und euer Hund auch annimmt, kann als Target im Training benutzt werden. Beim Bodentarget ist das zum Beispiel eine Platte, die auf dem Boden liegt. Auf diese Platte lernt der Hund, eine Pfote zu stellen. Man kann verschiedene Targets dann auch für unterschiedliche Pfoten nutzen.

Kurzum kann man also sagen, dass der Target dem Hund zeigt wohin bestimmte Körperteile gesetzt werden sollen und daraus kann man zum Beispiel Dogdancing Choreographien oder Übungen für das Medical Training hervorzaubern.


Wofür braucht man einen Blicktarget?

Wir haben von dem Blicktarget im Zusammenhang mit dem Dogdancing gehört, aber auch für Fotoshootings kann dieses Target sehr praktisch sein. Der Hund lernt nämlich, auf einen speziellen Punkt, sprich das Target, zu gucken. Wenn man also möchte, dass der Hund an der Kamera vorbei guckt, so muss der Target dort platziert werden. Fürs Dogdancing kann man das Blicktarget nutzen, um dem Hund beizubringen stehen zu bleiben und zum Beispiel auf den Boden zu schauen. 

Ihr seht, man kann ein Blicktarget vielseitig einsetzen.



Wie baut man ein Blicktarget auf?

Wie bei allen Arten, ein Target aufzubauen benötigt ihr ein Markerwort oder alternativ einen Clicker, Leckerchen und natürlich ein Target. Für das Blicktarget bietet sich ein Post-it Zettel in entsprechender Größe an.

Nun haltet ihr eurem Hund dieses Post-it vor die Augen. Wenn euer Hund das Post-it anschaut, klickt ihr oder gebt das Markerwort und bestätigt es mit einem Leckerchen. Dieses Anschauen des Targets müsst ihr nun so oft wiederholen, bis euer Hund verstanden hat, was er tun soll. Achtet hier darauf, lieber kleinere Übungseinheiten zu machen. Wenn euer Hund das Anblicken verstanden hat, könnt ihr das Target neben euch an die Wand oder die Tür halten. Hier bestätigt ihr wieder jedes Anschauen des Targets mit einem Leckerchen.



Übt das Anschauen des Targets an verschiedenen Orten, um es zu ritualisieren. Wenn euer Hund auch im Bad, Schlafzimmer oder Treppenhaus zuverlässig auf das Post-it schaut, könnt ihr anfangen ein Wortkommando dafür zu etablieren. Sagt das Kommando und wartet ab, bis euer Hund auf das Target schaut. Wenn er von sich aus guckt, bevor ihr das Kommando gegeben habt, bekommt er kein Leckerlie. Nach vielen Wiederholungen wird er das Wortkommando mit seiner Tätigkeit verknüpft haben. Wenn das ohne Ablenkung gut klappt, könnt ihr den Ablenkungsgrad langsam steigern. 

Wir wünschen euch viel Spaß beim Üben!

Eure Abby

You May Also Like

1 Kommentare

  1. Klingt super ! Und nützlich... Mia guckt immer überall hin nur nicht in die Kamera. Werden wir mal üben ��

    AntwortenLöschen