Was wir noch einmal genau so machen würden.

by - Freitag, Juli 21, 2017



Hallo ihr Lieben,

letzte Woche haben wir euch berichtet, was wir in der Hundeerziehung heute anders machen würden. Ich bin nach wie vor erstaunt darüber, wie gut der Artikel bei euch ankam. Es tat tatsächlich gut zu hören, dass auch viele von euch Verbesserungspotenzial bei sich sehen.. Aber mal ehrlich: Immer nur zu meckern bringt ja auch nichts. Deswegen haben wir noch einmal überlegt und wollen heute, ergänzend zu dem alten Post, das hervorheben was wir richtig gemacht haben.

Was würden wir noch einmal genau so machen?


1. Boxtraining


Noch bevor Abby bei uns eingezogen ist, hatten wir ihr eine große Stoffbox gekauft, in der sie nachts schlafen sollte. Diese hat sie seit dem ersten Tag auch sehr gut angenommen. Besonders in den ersten Wochen war sie sehr praktisch, da Abby sich immer gemeldet hat, wenn sie pullern musste. Somit hatten wir nachts kein Unglück in der Wohnung. Aber auch so war sie sehr praktisch, da Abby wusste, dass sie dort schlafen und sich zurückziehen konnte. Abends ging sie immer von alleine in die Box und schlief schon, während wir noch Fernseh schauten. Außerdem hat es den Grundstein dafür gelegt, dass Abby heute in der Box im Auto transportiert werden kann, auch wenn das für sie nach wie vor sehr ungewohnt ist.



2. Rückruftraining

Ich wollte immer einen Hund, der gut auf den Rückruf reagiert und deswegen war das gleich am Anfang eines der wichtigsten Dinge, die wir Abby beigebracht haben. Ich weiß noch wie wir im Schneesturm im Park waren und Abby immer abwechselnd gerufen haben. Sie ist immer wie eine Rakete zu uns geflitzt und hat das wirklich gut gemacht. An sich konnte ich Abby, bis zu ihrer Krankheit, immer sehr gut aus allen Situationen heraus zu mir rufen. Auch aus dem Spiel mit anderen Hunden war das kein Problem.



3. Kleintiertraining

Neben dem Rückruftraining war mir noch eine Sache wichtig nämlich, dass Abby nicht nach unseren Kleintieren jagt. Als sie einzog lebten bereits zwei Kaninchen und zwei Meerschweinchen bei mir. Die Hasen durften damals sogar tagsüber durch die Wohnung hoppeln. Das änderte sich dann zwar mit Abbys Einzug, aber der Freilauf war ihnen trotzdem noch gestattet. Also lernte Abby gleich, dass sie in der Gegenwart der Kleintiere ruhig zu sein hatte und vor allem diese nicht jagen durfte. Gott sei Dank hat sie aber sowieso keinen ausgeprägten Jagdtrieb - oder vielleicht genau deswegen?



4. Großtiertraining

Aber nicht nur die Kleintiere sollte Abby bestenfalls in Ruhe lassen, sondern auch größere Tiere, wenn sie uns begegnen. Gut, in der Großstadt läuft jetzt nicht unbedingt jeden Tag ein Ochse an uns vorbei, aber wenn man bei Wanderungen oder im Wald eben doch auf das ein oder andere Tier trifft, dann soll sie bitte ruhig bleiben. Auch das haben wir im Welpenalter bereits in Angriff genommen und waren mit ihr unter anderem im Tierparkt, wo sie das ruhig bleiben dann gelernt hat.



5. Nicht drängen


Hand aufs Herz: Wenn man einen Hund bekommt hat man doch schon vor Augen, wie man mit ihm im Sommer an den See fahren kann und zusammen baden geht. Wir haben Abby im Winter bekommen und freuten uns schon auf die Frühlingszeit, wenn das Wasser nicht mehr so kalt war. Also ging es zu Ausflügen immer in zum kühle Nass. Und Abby? Sie interessierte das gar nicht. Ins Wasser gehen? Nö! Also versuchten wir sie mit Spielzeugen ins Wasser zu locken. Das Resultat war, dass Abby und ich öfter am Ufer des Sees standen und dem Spielzeug auf der Wasseroberfläche hinterher geguckt haben. Als ich dann einmal selber reingegangen bin und es herausgeholt habe, weil ich nicht noch ein Wasserspielzeug verlieren wollte, konnte ich das Hundekind verstehen: Meine Füße haben geschmerzt vor Kälte. Also ließen wir das Thema erst einmal und drängten Abby nicht mehr ins Wasser. Heute freut sie sich über jedes kühle Nass und springt von alleine herein.



6. Traditionsfotos

Zugegeben, das hat nichts mit der Hundeerziehung an sich zu tun, aber es gehört zu unserem Leben mit Abby. Seit nun 4 Jahren haben wir immer drei Fotos wieder nachgestellt. Immer am gleichen Tag, immer an den gleichen Orten. Bestenfalls hatten wir sogar noch die gleichen Outfits an. Daran möchte ich festhalten, weil es einfach eine schöne Erinnerung auch ist und Abbys Entwicklung ein klein wenig dokumentiert.


7. Aufzugtraining


Ich weiß noch, dass ich den Herzensmann bei einer Veranstaltung besucht hatte, die in der Nähe unserer Wohnung war. Die Veranstaltung fand ganz oben statt und so nahmen wir den Aufzug. Ein Mann ist mit uns mitgefahren und sagte vorher noch, dass der Welpe doch sicher nicht mit Aufzug fährt und staunte nicht schlecht, als Abby ganz selbstverständlich in den Aufzug ging. So eine ähnliche Situation hatten wir vor ein paar Wochen auch noch einmal. Umzugshelfer hatten alles aus dem Aufzug geräumt und Abby und ich haben davor gewartet. Als ich dann einsteigen wollte meinte der eine ganz ungläubig: "Was, der Hund fährt Aufzug?" Meine Antwort war nur "Ja, warum nicht?". Wir wollten Abbys Gelenke im Welpenalter schonen und da unser Wohnhaus einen Aufzug hatte war für uns nichts selbstverständlicher als den mit Abby zu benutzen. Deswegen kennt sie den von dem Moment ihres Einzugs und hat damit kein Problem.



8. Vertrauen


Vom ersten Moment an habe ich Abby vertraut, dass sie dem Minimenschen nichts tun wird und habe deswegen nie Zonen für sie geschaffen, in die sie nicht rein darf. Es war also auch nie ein Problem, dass sie mit uns und dem Kleinen auf dem Sofa oder dem Bett liegt, da sie immer guckt, dass sie dem Minimenschen nicht wehtut und Abstand zu ihm hält. Dennoch habe ich das Baby und Abby nie unbeaufsichtigt alleine gelassen und tue es auch heute nicht. Das ist übrigens auch der Grund, warum beide nach wie vor mit mir auf Toilette kommen. Konditioniert ist konditioniert.


Das sind die Dinge, die wir bei Abby meiner Meinung nach richtig gemacht haben und das wird auch beim zweiten Hund wieder so gemacht werden. Mit diesen Wegen sind wir bisher wirklich sehr gut gefahren. Wie ist das bei euch: Was würdet ihr noch einmal genau so machen?

Eure Dini

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3 Kommentare

  1. Hallo,

    wir haben zwei Hunde. Unsere Hündin kam zuerst zu uns.
    Mit ihr hatten wir kaum Probleme und sie macht die meisten Dinge ganz toll. Also dachten wir, dass wir den zweiten Hund einfach so erziehen wie sie und dann wird das genauso.
    Tja und dann kam unser Rüde. Er war kein Welpe sondern ein ausgewachsener Hund aus dem Tierschutz.Die allermeisten Dinge, die bei Leona auf die von uns gewählte Weise gut angenommen wurden und was sie gelernt hat, haben bei Leo nicht geklappt.
    Ich denke die Gründe dafür waren:
    1. das ist denke ich auch der wichtigste Grund: Er hat ein ganz anderes Naturell
    2. unsere Lebensumstände sind nun anders und damit haben sich Prioritäten auch geändert
    3. Er hat eine ganz andere Vorgeschichte wie Leona.
    Leo ist nun auch alles andere als ein Problemhund, aber siene Erziehung sah dann am Ende doch ganz anders aus und wir mussten auf ganz andere Dinge wert legen. So war es für Leona z.B. wichtig, dass sie den Umgang mit fremden Menschen lernt, für Leo war eher wichtig zu lernen, dass Haushaltsgegenstände ihm nichts machen. Er hatte von Anfang an weder ein Problem mit anderen Menschen noch mussten wir ihm hier was beibringen, dafür panische Angst vor Staubsaugern, Mülleimern und anderem, was für Leona überhaupt keine Rolle gespielt hat.
    Natürlich haben wir ausden Fehlern bei Leona gelernt und auch aus unseren Erfolgen, aber übertragen hat sich das nur sehr begrenzt lassen.
    Liebe Grüße

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  2. Die Sache mit den Fotos finde ich ganz toll und würde ich auch so machen.

    Ich weiß gar nicht, ob ich jemals einen Hund nach Socke haben werde, aber ich hatte ja schon geschrieben, was ich auf jeden Fall mit meinem Hund trainieren würde. Dabei ist das Medical Training, Auto fahren, Allein sein und die Fellpflege eines Tibet Terrier für mich am Wichtigsten.

    Ansonsten würde ich mich gerne auf den neuen Hund einlassen und schauen, was zu lernen ist.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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  3. Die Bilder sind ja soo süüüß 😍 die idee mit dem traditionsfoto ist toll, das haben wir leider etwas verpasst 😟

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