Wir haben den Dackel bezwungen!

by - Dienstag, Juli 18, 2017


Hallo ihr Lieben,

keine Angst, der Dackel lebt noch und es geht ihm gut. Um den Dackel rankt nämlich eine Geschichte, die mich innerlich jedes Mal wieder aufgeregt hat, wenn ich daran gedacht habe, allerdings auch angespornt hat mit Abby Fortschritte zu machen.

Warum haben wir den Dackel bezwungen?

Hierzu muss ich euch erst einmal die Vorgeschichte erzählen. Wir sind hier im Viertel bekannt dafür, dass Abby bei jedem Hund aufs böseste angeschlagen hat. Gut, viele Hunde hier sind auch nicht besser, aber da kümmert es die Hundebesitzer nicht. Und überhaupt, wir haben einen Weißen Schweizer Schäferhund, Schäferhunde sind gefährlich. Punkt. Egal. Also wir haben unseren Ruf weg und wenn wir nicht die Straßenseite wechseln, dann tun es andere. Das ist auch an sich total okay für uns, so haben wir weniger Stress. Dann gibt es hier aber quasi einmal über den Hof eine alte Dame mit einem Dackel. Dieser Dackel bellt ständig. Auch in der Wohnung. Laut. Richtig laut. So laut, dass man ihn hört, wenn man an dem Haus vorbei kommt. Und sie wohnt im 2. Stock. Also eben wirklich laut. Eben jene Dame war mit ihrem Dackel unterwegs, als der Herzensmann mit Abby pullern war und die vier aufeinander trafen. Abby pöbelte natürlich wieder los und als sie den Dackel samt Frau schon passiert hatten, hörte der Herzensmann nur wie die Oma meinte "Ne, ne, ne. So ein schöner Hund und dann so dumm!". Ich wäre sicher weiter gegangen, er hat aber zum Hundekind gemeint, dass sie sich benehmen soll und ist zu der Frau zurückgegangen um zu fragen was sie da gesagt hatte. Ihre Erklärung für ihre Worte waren, dass Abby ja dumm sei, weil sie an der Leine immer so ausrastete. Damals wussten wir von der Schilddrüsenerkrankung noch nichts, also konterte mein Liebster nur, dass man ihren Dackel ja sogar unten am Haus hört. Da wurden ihre Augen wohl groß und sie fragte, ob man das wirklich hören würde.

Als er mir das erzählt hat wäre ich am liebsten ausgeflippt. Mein Hund dumm? Ich wusste damals ja schon, dass mit ihr irgendwas nicht stimmt, aber eben noch nicht was. Nun bekommt Abby schon seit 11 Wochen ihre Tabletten und da sie richtige Fortschritte macht war eines meiner Hauptziele dieser blöden (Entschuldigung!) Omi zu zeigen, dass mein Hund alles andere als dumm ist. An dem ein oder anderen Hund können wir inzwischen schon mit etwas größerer Distanz vorbei gehen und vielleicht würde es auch inzwischen gelingen die Distanz zu verringern, aber das traue ich mich momentan noch nicht. Vielmehr ist mir aufgefallen, dass Abby bei nervösen und ebenfalls Leinenpöbelnden Hunden anschlägt, bei ruhigen aber ebenfalls ruhig bleibt. Nun ja, am Wochenende wollte ich mit ihr Gassigehen und sah, dass auf der Pullerwiese gerade Hochbetrieb herrschte. Kurzerhand sind wir dann über den Hof gegangen, um den Massenauflauf an Hunden zu umgehen. Und da standen sie plötzlich: Oma und Dackel. Und Abby? Die musste so dringend pullern, dass sie die gar nicht für voll genommen hat. Also ging es schnurstracks weiter Richtung Wiese. Und die Oma? Ich hab im Augenwinkel gesehen, dass sie sich sogar umgedreht hat!



Tadaaaa, siehst du Oma. Mein Hund ist nicht dumm. Vielmehr ist sie die allerbeste, weil sie jetzt, Dank Medikamenten, endlich wieder zu der wird die ich kenne. Wir sind nach wie vor nicht bei ihrer Wohlfühldosis und doch ist es jetzt schon so viel besser.

Geliebtes Hundekind, ich bin verdammt stolz auf dich!

Eure Dini

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3 Kommentare

  1. Mein Gott, was Ihr alles erlebt…. Ich kenne solche Situationen überhaupt nicht. Hier geht man recht höflich miteinander um.

    Viele nachdenkliche Grüße
    Sabine mit Socke

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  2. Wow, ein richtiges Abenteuer. Lg Claudia

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  3. Loki der Labrador18. Juli 2017 um 22:09

    Hach, das freut mich sehr für euch. Was auch für ein selten dämlicher Kommentar von der alten Dame ��

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