miDoggy Parade: So findet dein Hund dich wieder interessant!

by - Montag, August 14, 2017



Hallo ihr Lieben,

wieder einmal gibt es bei der miDoggy Community ein Monatsthema und zu dem haben wir uns so einige Gedanken gemacht.

Wie findet mein Hund mich wieder interessant?

Auch bei uns ist es so, dass Abby ihre Umwelt oft spannender findet als uns. Das ist frustrierend, aber auch motivierend zugleich. Immerhin möchte man ja für seinen Hund (wieder) spannend werden und muss sich etwas einfallen lassen, damit das auch gelingt. Wenn man sich die Hundehalter hier in der Gegend einmal ansieht, so scheinen wir da oft aber auch die einzigen zu sein. Bei vielen sieht man, dass die Leute nur mit ihren Hunden raus gehen, um eben mit ihnen rauszugehen. Dabei sind uns einige Fragen gekommen.

Müssen unsere Hunde uns spannend finden, wenn wir uns nicht um sie kümmern?

Das ist die Frage, die wir am wichtigsten finden. Wenn das Gassigehen daraus besteht, dass der Hund vor sich hin schnüffelt und der Mensch am Handy daneben läuft, wieso sollte unser Hund uns dann spannend finden? Guckt euch doch einmal die Hundewiesen an. Die meisten Besitzer telefonieren oder schreiben Nachrichten. Aber nur die wenigsten beschäftigen sich auch wirklich mit ihren Hunden. Oft wird nur einmal kurz hochgeguckt, ob der Hund noch da ist. Dabei wird keine Rücksicht auf andere Hunde oder Menschen genommen. Und dann soll der Hund uns auch noch wahnsinnig spannend finden und sein Universum nach uns ausrichten? Wenn sich jemand mit mir nicht unterhalten will, dann suche ich mir doch auch jemand anderen.

Die Spazeirgänge mit dem Hund sollten wie ein kleiner Urlaub sein. Es ist eine Auszeit vom Alltag, vom Job, der Schule und allen Problemen. Wenn man mit dem Hund unterwegs ist, sollte man sich diese Zeit bewusst für ihn und sich selber nehmen. Kein Handy, keine Nachrichten und wirklich nur den Kopf für die jetzige Situation. Schon alleine mit der Einstellung wirkt man ganz anders auf seinen Hund und er nimmt einen automatisch ernster.



Muss der Hund bei jedem Spaziergang immer bei uns sein?

Bei uns gibt es sie: Die kurzen Pullerrunden. Morgens und abends geht es noch einmal kurz auf die Wiese, damit das Hundekind sich erleichtern kann. Diese kurzen Runden dauern knapp 15 Minuten und die "Hauptaufgabe" ist, dass sie ihr Geschäft macht. Bei diesen Spaziergängen erwarte ich auch nicht, dass sie an mir klebt. Sie darf dann gerne schnüffeln, links und rechts gucken und eben pieschern.

Außerdem ist aufmerksam sein für den Hund auch anstrengend. Nach einer langen Runde ist Abby auch immer merklich geschafft. Da darf sie auch einmal nur so raus gehen und eben mal für ein paar Minuten ihr Dinge machen. Nichtsdestotrotz guckt sie trotzdem nach uns und wenn wir heim gehen, dann gehen wir heim.


Aber wie bekommt man die Aufmerksamkeit von seinem Hund?

Dafür gibt es kein Patentrezept, aber man kann sich merken: Wenn man sich mit seinem Hund beschäftigt und das aus vollster Überzeugung und weil es einem Spaß macht, dann wird der Hund das auch merken und nach einigen Blicken, ob man es auch wirklich ernst meint, freuen und er macht mit.

Hier aber ein paar Ideen von uns:

1. Click for Blick. Diese Übung machen wir gerne zwischendurch immer mal wieder. Oder wenn wir einige Zeit hatten, in der Abby leider zu kurz kam. Dann üben wir das intensiver. Dabei gibt es für jeden Blick ein Click und somit ein Leckerchen. Abby lernt dann, dass es sich lohnt uns anzusehen und sich an uns zu orientieren.

2. Tricksen.  Alleine an unserer Trick für Trick zum Trickdog-Reihe solltet ihr gemerkt haben, dass wir recht gerne clickern und tricksen. Das muss sich nicht auf die Wohnung beschränken, sondern kann auch super draußen gemacht werden. Einfach hin und wieder auf dem Spaziergang ein paar Tricks oder Grundkommandos abfragen und euer Hund ist automatisch mehr bei euch.

3. Hundesport. Auch das ist eine gute Möglichkeit, seinen Hund draußen zu  beschäftigen. Sucht euch einen Hundesport, den ihr ohne Probleme ausführen könnt und wo ihr nicht viel braucht. Bei uns ist das zum Beispiel das ZOSen. Das kann man super draußen machen, einfach den Stein einpacken und wenn irgendwo eine abgeschiedene Wiese ist, können wir ein paar Minuten dort trainieren.

4. Spielen. Auch spielen kann ein toller Booster für die Aufmerksamkeit des Hundes sein. Und dabei meine ich jetzt nicht, sinnlos stundenlang Bälle zu schmeißen, sondern spielt einmal auf hündische Art und Weise mit eurer Fellnase. Lauft ihm hinterher, dann soll er euch wieder jagen und das könnt ihr immer abwechselnd für einige Zeit machen. Ihr werdet merken wie viel Spaß das macht, auch eurem Hund!

5. Fotografieren. Etwas, was bei Abby auch ganz gut ankommt sind kleine Fotoshootings. Die dauern bei uns, in der Regel, nur ein paar Minuten. In diesen Minuten darf sich das Hundekind konzentrieren und bekommt dafür auch Leckerchen. Danach laufen wir weiter und bei der nächsten schönen Stelle, gibt es eben noch ein kleines Shooting. Abby hat so gelernt, sich auch draußen etwas zu konzentrieren und darauf zu fokusieren, was ich von ihr möchte. Das zusammen mit ein paar Leckerchen findet sie großartig.

Ihr seht, wenn ihr das Gassigehen nicht mehr als Pflicht, sondern als Spaß anseht wird das auch euer Hund bald wieder tun und ihr könnt zusammen als Team die Welt entdecken.

Was macht ihr auf euren Gassigeängen mit eurem Hund denn immer?

Eure Dini

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2 Kommentare

  1. Hallo Dini!

    Ja, so machen wir es auch immer. Morgens nur eine kurze Runde zum Lösen. Tagsüber geht dann meist mein Mann, weil er früher von der Arbeit kommt und abends gehe ich. Bei mir gibt es auch verschiedene Sachen: etwas Unterordnug: er muß sitzen/liegen und warten, während ich sein Spielzeug verstecke/verbuddel und ihn dann schicke. Oder eben versuche ihn apportieren zu lassen. ABer länger als 10 Schritte komme ich seit über Jahren nicht. Dann versuchen wir uns auch immer mal wieder in Trickdogging: Slalom durch die Beine, Sprung über die Beine. Manchmal lege ich im Vorfeld aber auch Fähren/Spuren, die wir gemeinsam laufen, oder wir machen Renn-/Fang-spiele...
    Grad im Wald nehme ich alles was sich bietet für ein "Wald-Agility": balancieren über Baumstämme oder mal auf einem Baumstumf balancieren, mal hier nur die Vorderpfoten oder nur die Hinterpfoten drauf...mal drunter kriechen, mal drüber springen...
    Ich habe zum Glück, dass Lyko mich gerade wenn er von der Leine los ist, interessanter findet als alles andere, weil ich immer schaue, dass ich super tolle Abwechselnde Dinge anbiete, die er auch einfordert. Er schaut immer wo ich bin und wenn ich außer Sicht bin kommt er sofort und sucht mich.
    Tolle Ideen, findet man aber auch auf der Homepage
    Spaß-mit-dem-Hund.de

    Gruß Silke

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  2. Hallo,

    bei uns sind beide Hunde sehr aufmerksam beim Spazieren gehen. Sie werden auch gut beschäftigt: mit Tricks, Leckerchensuchspielen, unsere Hündin mit apportieren und unser Rüde mit Dingen anzeigen.
    Allerdings gibt es bei uns auch Spaziergänge wo ich ihre Aufmerksamkeit bewusst nicht einfordere. Wo ich sie einfach rumstreunern lasse, sie sich selber ausprobieren sollen und einfach machen sollen wozu sie gerade Lust haben. Das finde ich total wichtig und tut meinen Hunden auch gut. Ich glaube es ist für ihr Selbstbewusstsein gut, wenn sie nicht ständig Rückmeldung von uns bekommen. Sie können dann einfach mal die Gegend und alles erkunden ohne, dass ich mich einmische. Das sind oft sehr ruhige und entspannte Spaziergänge, die wir genauso genießen wie die abwechslungsreichen Spaziergänge mit Beschätigung.
    Für uns macht es hier die Mischung.
    Liebe Grüße
    Auenländerin

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