Wie Hunde sich verständigen. [Werbung]

by - Mittwoch, September 13, 2017



Hallo ihr Lieben,

unsere Hunde hören ständig unser Gequatsche und haben im Laufe der Domestikation gelernt, nicht nur unsere Körper- sondern auch Lautsprache zu verstehen. Doch wie sehr beschäftigen wir uns eigentlich damit, wie Hunde sich verständigen?

Die akustische Verständigung

Gerade in der Großstadt wird das Bellen der Hunde als störend empfunden. Es gibt Gerichtsurteile darüber, wie lange ein Hund bellen darf und zwischen welchen Uhrzeiten dies akzeptabel ist. An der Stelle dürfen wir aber nicht vergessen, dass das Bellen zu den Verständigungsarten unserer Hunde zählt - doch es gibt noch einige mehr.

Lautäußerungen von Welpen

Noch bevor unsere Hunde überhaupt die Augen öffnen, teilen sie sich akustisch mit. Natürlich noch nicht mit bellen. Dies dient nicht zur Kommunikation zwischen den Geschwistern, sondern soll der Mutterhündin verdeutlichen, was der Welpe gerade braucht - Milch, Wärme, Schutz. Wie bei uns Menschen auch, weiß die Mutter welche Stimme zu ihren Welpen gehört und welche nicht. Aber auch, wenn die Geschwister den Welpen zum Beispiel beim schlafen stören geben die Welpen Töne von sich. Man spricht hierbei von Murrlauten. Je nach Intensität und Lautstärke dieser Töne kann die Mutter die Dringlichkeit beurteilen. Neben diesen Murrlauten gibt es aber auch  noch sogenannte Fieplaute. Diese klingen wie ein "i" und können je nach Eindringlichkeit auch länger gezogen werden. Man hört sie oft wenn der Welpe sich erschreckt oder das Gefühl hat, seine Geschwister und Mama zu verlieren. Sie drücken also Angst und Unsicherheit.



Lautäußerungen Erwachsener Hunde

Wenn man an Erwachsene Hunde und Wölfe denkt, kommt einem unwillkürlich das Heulen in den Sinn. Nicht jeder Hund wird zum Heuler, andere hingegen tun dies mit einer Ausdauer, dass sie sich sogar von Alltagsgeräuschen dazu animieren lassen. Oft sieht man das Heulen bei Schlittenhunden oder eben Wölfen. Hierbei geht man davon aus, dass das Heulen das Gemeinschaftsgefühl stärken soll, da es anderen Hunden und Wölfen klar macht, dass das jeweilige Territorium bereits belegt ist. Anders ist es aber, wenn ein einzelner Wolf oder Hund vom Rudel getrennt wurde. Dann dient das Heulen der Wiedervereinigung, so dass die Gruppe und das einzelne Tier sich schneller finden. Wenn der Hund in der Wohnung also anfängt zu heulen, dann nur damit der Mensch ihn hört und schnell wieder zurückkommt.

Abby hat noch ein weiteres Geräusch, dass sie oft benutzt, wenn sie Kisho getroffen hat: Ein Kurren. Dieses Knurren kam aber nicht als Warnung, sondern war Teil des Spiels. Da Kisho ebenfalls beim Spielen geknurrt hat, schauten Fremde uns immer sehr merkwürdig an, warum unsere Hunde so laut knurrend über die Felder rannten und ob wir gegen das vermeintliche Zerfleischen nichts unternehmen wollten. Aber natürlich darf man das Knurren auch nicht unterschätzen, denn es wird auch als Warnung und Drohung benutzt. Ein Hund, der die Lefzen hochzieht und einen anstarrt mit angelegten Ohren, der möchte nicht spielen, der droht und in dem Moment sollte man richtig reagieren, damit der Hund nicht angreift.

Die wohl aber bekannteste Lautäußerung bei Hunden ist das Bellen. Hier unterscheidet man aber wieder zwischen verschiedenen Bellarten. Achtet mal auf euren Hund, er wird in verschiedenen Situationen anders bellen. Mal klingt es tiefer, mal lauter, mal bellt er drei Mal, das nächste Mal sogar sieben Mal. Noch vor ein paar Jahrzehnten galt ein bellender Hund übrigens nicht als störend, sondern es war gewünscht, dass der Hund viel bellt. Dadurch machte er potenziellen Einbrechern nämlich klar, dass er da war und beschützte somit das Haus und den Hof. Man geht sogar davon aus, dass Hunde am Anfang der Zucht extra danach ausgesucht wurden, welcher Hund besonders viel bellte. Ob es sich bei dem Bellen um ein Droh - oder Warnbellen handelt oder doch eine Aufforderung zum Spielen sein soll, kann man pauschal nicht sagen. Hierfür ist es wichtig, auch die restliche Körpersprache des Hundes zu beobachten.

Und wenn ihr darüber mehr erfahren möchtet, haben wir einen Buchtipp aus dem Ulmer-Verlag für euch.



Körpersprache des Hundes

Das Buch wurde von Frauke Ohl geschrieben und ist inzwischen in der 3. Auflage erschienen. Wenn ihr euch durch die ersten Kapitel gekämpft habt, gelangt ihr zu dem wichtigsten Teil des Buches: Den Körpersprachemerkmalen der Hunde. Hier werden 9 verschiedene körpersprachliche Ausdrücke ausführlich analysiert und erklärt. Dafür steht euch zu jeder Körpersprache ein Bild zur Verfügung, dass genau jene Merkmale aufzeigen. Dabei wird an der Skizze jedes Detail beschrieben, auf das man achten sollte.

Wenn man es schafft alle groben Merkmale der Körpersprache zu verstehen kann man in das Finetuning gehen und anfangen zu verstehen, was der Hund einem auch mit gemischten Anzeichen sagen möchte. Ein Schwanzwedeln heißt zum Beispiel nicht immer, dass der Hund sich freut, Ohren anlegen bedeutet nicht immer, dass der Hund ängstlich ist und ein gesenkter Kopf signalisiert nicht immer, dass der Hund traurig ist.

Die ersten zwei Kapitel des Buches haben uns nicht gefallen, da ich nichts über die Anschaffung eines Hundes lernen möchte, wenn ich mich mit der Körpersprache der Hunde beschäftigen will. Auch kam der Ton bei uns anfangs sehr harrsch und bestimmend vor. Im Laufe des Buches regulierte sich das aber zunehmend und spätestens nach einem viertel des Buches war man voll im Thema drin. Die Zeichnungen mit den detaillierten Einzelheiten haben uns sehr gut gefallen, auch wenn die dazu verwendeten Fotos unserer Meinung nach nicht immer perfekt gepasst haben. Es wurden Querverbindungen geschlagen und man wurde dazu animiert, seinen Hund besser zu beobachten, um ihn zu verstehen.

Aber nicht nur das, was wir bei unserem Hund an "bekannt eindeutiger" Körpersprache kennen wurde erläutert, sondern auch noch viel mehr zu Lautäußerungen und andere Möglichkeiten der Kommunikation. Wenn ihr also wissen möchtet, was zum Beispiel ein Zähneklappern bedeuten kann, dann lege ich euch dieses Buch sehr ans Herz. Gerne könnt ihr es euch hier bestellen:


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Eure Dini

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