miDoggy Parade: Hund und Kleintiere - So funktioniert's.

by - Montag, Oktober 23, 2017


Hallo ihr Lieben,

es ist wieder ein Monat rum und miDoggy veranstaltet die nächste miDoggy Parade. Dieses Mal unter dem Motto:

Tierische WG- So klappt das Zusammenleben.

Bevor Abby zu uns kam, hatte ich bereits einen kleinen Zoo zu Hause. Neben zwei Kaninchen, lebten noch zwei Meerschweinchen bei uns. Die Käfige standen alle auf dem Boden, da die Tiere mehrmals täglich Auslauf bekamen. Eines der Meerschweinchen ist dann nach 8 Jahren an Altersschwäche gestorben und mit ihm gab ich dann auch die Meerschweinhaltung auf und suchte für den verbliebenen Jack ein tolles neues Zuhause bei einer Schweinegruppe. So leben inzwischen nur noch zwei Kaninchen mit uns und Abby zusammen.

Dennoch war mir von Anfang an wichtig, dass Abby die Kleintiere nicht jagt. Sie sollten auch weiterhin ihren Freilauf bekommen und nicht jeden Tag in Todesangst in ihren Käfigen sitzen und hoffen, dass das Hundekind schnell wieder weg geht. Zu meinem Glück muss ich sagen, dass Abbys Jagdtrieb wirklich wenig ausgebildet ist. Auch in freier Natur springt sie vielleicht mal in Richtung eines Spatzes, sobald ich aber nur ihren Namen sage dreht sie sich wieder um und kommt zu mir. Ob das an unserem Kleintiertraining lag? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall habe ich 3 Tipps für euch, wie ihr euren Welpen an bereits vorhandene Kleintiere gewöhnen könnt.



1. Der Hund darf sich nur mit euch dem Käfig nähern.

In den ersten Tagen hatten wir die Käfige hochgestellt, damit Abby erst einmal ankommen konnte. Als wie sie dann aber das erste Mal zu dem Käfig der Kaninchen gelassen haben, war sie an der Leine. Einfach für den Fall, dass wir sie wegziehen könnten, wenn sie zu sehr aufdreht. Außerdem war sie zu dem Zeitpunkt an der Leine sehr vorsichtig und bedacht und stürmte nicht sinnlos zu. Wenn ihr einen sehr kleinen Hund habt, könnt ihr ihm auch einfach das Geschirr anziehen und ihn notfalls wegnehmen.
Mit mir zusammen durfte sie dann also den Käfig vorsichtig beschnuppern. Dazu habe ich mich auch zu ihr gehockt und wir haben es quasi zusammen entdeckt.



2. Sobald der Hund laut und grob wird, darf er nicht mehr an den Käfig.

Abby durfte immer so lange schnuppern oder sich davor hinlegen, wie sie ruhig war. Sobald sie anfing zu bellen oder grob zu werden, habe ich sie weggebracht und sie durfte nicht mehr an den Käfig. Das blieb so für einige Minuten und wenn sie sich wieder beruhigt hatte, konnte der nächste Schnüffelversuch gestartet werden.

Genau so haben wir das übrigens auch beibehalten, als die Tiere wieder raus durften.


3. Klickert ruhiges Benehmen in der Nähe der Kleintiere.

Irgendwann sollten die Hasis auch wieder raus dürfen und so ging es als nächsten Schritt darum, Abby das gleiche ruhige Verhalten beizubringen, wie beim Käfiggucken. Dazu setzten wir uns wieder zusammen vor den Käfig. Abby sollte im Platz bleiben und ich habe die Tür vom Hasenkäfig aufgemacht. Und jetzt hagelte es Leckerchen. Immer, wenn sie ruhig blieb oder noch besser von den Hasis wegguckte, gab es einen Klick und einen Keks.
Wenn die Hasis dann aus der Tür guckten, gab es gleich einen ganzen Jackpot, also eine Hand voll Kekse als Belohnung. Dann wurde die Tür wieder zugemacht und das Training war für den Moment beendet.
Diese Übung wurde immer weiter ausgedehnt. Sprich, die Hasen durften nicht gleich beim 1. Training rausgelassen werden, sondern erst als Abby wirklich entspannt da lag, wenn sie nur schauten. So kam dann der Tag, an dem die Hasen aus dem Käfig hopsten und Abby liegen blieb. Auch hier gab es natürlich weiterhin viele Klicks und tolle Leckerchen. Das Training hat sich über einige Wochen erstreckt, aber Abby hat schnell gelernt, dass sie die Hasis in Ruhe lassen soll und tut das auch. Auch jetzt kann sie draußen noch mit auf der Terrasse sein, wenn unsere Hasis draußen sind. Nur unser jetziges Männchen, das mag sie nicht ganz so, dem geht sie schon hinterher und guckt was er macht. Unser Weibchen ignoriert sie nach wie vor.



Wir haben das große Glück, dass Abby dieses ruhige Verhalten bei anderen Tieren auch adoptiert hat. Es ist also kein Problem an Pferden vorbeizugehen oder an Tiergehegen. Auch Katzen stören sie nicht.


Wie ist das bei euch? Habt ihr noch weitere Haustiere neben euren Hunden? Oder traut ihr euch vielleicht nicht einen Hund ins Haus zu holen, weil schon Kleintiere da sind? Verratet es uns doch in den Kommentaren oder macht ebenso bei der miDoggy Parade mit.

Eure Dini

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1 Kommentare

  1. Oh was für niedliche Bilder! Da wir keine weiteren Tiere haben, ist mir diese Problematik noch nie in den Sinn gekommen. Habt ihr aber gut gelöst, wie man sieht.😊 Liebe Grüße ❤

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