Darum beeinflusst positive Psychologie die Beziehung zu eurem Hund. [Werbung]

by - Montag, November 20, 2017



Hallo ihr Lieben,

ist das Glas bei euch halb leer oder halb voll? Ist Regenwetter draußen einfach nur blöd oder eine gute Gelegenheit, den Tag drinnen zu verbringen? Das Leben kann noch so mies gerade sein, wenn man auch dann die positiven Dinge sieht, wird es bald wieder besser. Das ist im realen Leben so und das ist beim Zusammenleben mit unseren Hunden das gleiche.

Warum positive Psychologie die Beziehung zu eurem Hund verbessert.

Zwei Jahre sind wir mit Abby durch die Hölle gegangen, haben alles versucht um ihre Verhaltensauffälligkeiten in den Griff zu kriegen. Wie oft war ich am verzweifeln, habe an mir gezweifelt und gedacht die ganze Welt wäre gegen uns.

Als wir dann bei unserer Trainerin waren, hat sie uns gefragt was wir uns von dem Training erwarten. Unsere Antwort darauf: "Ich möchte, dass Abby entspannter wird.", "Abby soll an der Leine entspannt laufen" und "Bei Hundebegegnungen soll Abby ruhig bleiben." Sie sah mich an und fing an zu grinsen. Warum ihr in dem Moment zu grinsen zu mute war, habe ich nicht verstanden. Ihre Erklärung war aber sehr einfach: "Du hast nicht einmal "nicht" gesagt." Ich hatte nicht erwähnt, was Abby nicht machen soll, sondern was ich mir wünsche. Damit hatte ich automatisch leichtere, positivere Bilder im Kopf. 

Was ich damals noch nicht wusste war, dass sich das "positive Psychologie" nennt. Man sieht dabei nicht immer das Schlechte in allem, sondern erkennt auch dann positive Aspekte. Jeder Hund, egal wie verhaltenkreativ er ist, hat auch positive Dinge an sich. Zum Beispiel kuschelt er in der Wohnung liebend gerne, bleibt ruhig wenn es an der Tür klingelt oder kann bestimmte Dinge besonders gut. Das ist natürlich nicht bei jedem Hund gleich. Abby zum Beispiel liebt es mit der Nase zu arbeiten. Unterordnung hingegen findet sie so semi-geil. Das ist bei anderen Hunden wieder völlig anders. Überlegt doch mal was euer Hund besonders gut kann und schreibt euch das auf. Ihr seid frustriert, weil er wieder an der Leine gepöbelt hat? Dann macht etwas von dieser Liste mit eurem Hund. Wenn ihr diesen positiven Dingen einen Platz in eurem Alltag gebt werdet ihr merken, dass der Hund sich zum einen verändert, ihr aber auch euren Blickwinkel verschiebt. Negative Dinge scheinen gar nicht mehr so schlimm, weil euer Hund dafür etwas anderes so super kann, dass ihr Recht habt stolz auf ihn zu sein.

Genau jetzt habt ihr die richtige Einstellung zu eurem Hund und könnt Probleme mit neuer Energie angehen. Wenn ihr mit bisherigen Trainingsmaßnahmen nicht weit gekommen seid, probiert doch einmal neues aus. Lernt eurem Hund sich selbst zu helfen, in gewissen Situationen gelassener zu werden und seinen Weg in gewissen Momenten zu finden. 

Zuerst solltet ihr herausfinden, was euer Hund neben Futter, Gassigehen und Entspannung noch benötigt. Auch dem sogenannten Enpowerment könnt ihr euch bedienen. Enpowerment bedeutet, dass euer Hund in bestimmten Situationen Verantwortung bekommt. Dies kann über verschiedene Arten und Weisen passieren. Wenn euer Hund zum Beispiel auf den Balkon möchte und ruhig davor steht - macht ihm die Tür auf. Wenn er vor seinen Leckerchen steht und leise ist - gebt ihm welche. Mit solchen kleinen Interaktionen könnt ihr mit eurem Hund wieder in Kommunikation treten und zwar beidseitig. Dank dieser Kleinigkeiten stärkt euer Hund sein Selbstbewusstsein und lernt, dass es Dinge gibt die sich lohnen und dass es Momente gibt, in denen er sich zurück nehmen sollte.

Wenn ihr mehr darüber wissen möchtet kann ich euch folgendes Buch des Cadmos-Verlags empfehlen:


Perspektivwechsel - Positive Psychologie für Hunde || Stärken fördern statt Schwächen bekampfen

Maria Hense und Christina Sondermann haben sich genau diesem wichtigen und spannendem Thema angenommen. Die positive Psychologie findet bei den Menschen inzwischen schon viel Beachtung und wird immer häufiger eingesetzt. Warum das also nicht auf die Hunde übertragen? Die beiden Autorinnen zeigen euch, was es dazu braucht und wie ihr es schafft, dass euer Hund wieder mit euch sprechen und mit euch arbeiten will. 

Ich habe das Buch gefühlt in einem Zug durchgelesen, weil die Ansätze für mich (zumindest in der Form) neu waren. Zwar wusste ich schon immer, dass wenn ich mir denke dass etwas "nicht" sein soll, sich negativ auf meine Gedanken auswirkt, wie ich das aber umwandeln kann wusste ich in der Form nicht. Auch hätte ich vor ein paar Wochen nicht sagen können, was Abbys Stärken sind, weil ihre Schwächen einfach so signifikant waren. Jetzt ist mir aber bewusst, dass ihre Liebe zur Nasenarbeit und das Rennen ihre Stärken sind. Auch liebt sie es bei mir im Bett zu sein und orientiert sich allgemein viel mehr an mir als an anderen. Das ist jetzt also unsere Möglichkeit das zu nutzen.

Wenn ihr euch das Buch auch bestellen möchtet könnt ihr das hier tun. Wenn ihr den Link benutzt entstehen euch keine Mehrkosten, Amazon bezahlt mir aber eine Provision. Somit unterstützt ihr uns, dass wir euch auch weiterhin kostenlosen Inhalt zur Verfügung zu stellen.


Eure Dini

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