So trainiert ihr sture Hunde am besten. [Werbung]

by - Freitag, November 03, 2017



Hallo ihr Lieben,

Hand hoch, wer von euch hat schon einmal gesagt, dass der Hund heute stur ist und nichts macht was er soll? Ehrlich gesagt ist das ganz schön schwer, mit einer Hand oben noch einen ansehnlichen Text zu schreiben. Also ja, auch ich hab das schon das ein oder andere Mal über Abby gesagt. Aber stellen wir uns die Frage doch einmal:

Gibt es sture Hunde wirklich?

Fragt man Google nach der Bedeutung des Wortes "stur" bekommt man folgende Antwort:

"so, dass jmd. seine Meinung nicht ändert und nicht bereit ist, sich an andere Situationen anzupassen und auf andere Menschen einzugehen."

Aber trifft das auf Hunde zu? Kann es sein, dass sie nicht dazu bereit sind sich anzupassen?

Ja, durchaus!  

So gibt es einige Hunderassen die effektiv dazu ausgesucht wurden, dass sie ihren eigenen Kopf haben und sich nicht von Menschen von ihrer Arbeit abbringen lassen. Herdenschutzhunde zum Beispiel. Auch Hütehunde müssen in Bruchteilen von Sekunden entscheiden, was sie tun müssen. Diese Hunde stellen nachweislich mehr Dopamin her. Dopamin ist ein sogenannter Botenstoff und damit verbunden wichtig für das Gehirn des Hundes. Dopamin entsteht aus der Aminosäure Tyrosin und ihm werden zwei Wirkungen nachgesagt. Zum einen, dass es willkürliche Bewegungen steuert und außerdem sagt man , dass es eine Art körpereigenes Belohnungssystem ist.

Aber nicht nur gewisse Hunderassen bieten ein Potenzial zum stur sein, auch gewisse Altersgruppen neigen dazu, sich nicht immer nach ihrem Menschen richten zu wollen. Junghunde, die gerade in der Pubertät sind zum Beispiel oder Hunde, die in der Welpenzeit nicht nur positive Erfahrungen gemacht haben.

Wann erzieht man sture Hunde also am besten?

Gerade bei sturen Hunden ist es wichtig, von Beginn an den Hund zu erziehen. Diese Art von Hunden brauchen meist feste Strukturen und umso eher der Hund diese bekommt, umso besser. Hierbei solltet ihr aber bedenken, dass Erziehung mehr ist als nur "Sitz" und "Platz". Der Hund muss auch Ruhe lernen und Dinge, die er darf oder nicht. Wenn der Hund nicht aufs Sofa soll, dann lasst ihn nicht am ersten Abend auf die Couch, weil ihr so froh seid, dass er endlich da ist. Man sollte aber bei jungen Hunden bedenken, dass sie sich noch nicht zu lange konzentrieren können. Überfordert sie also am Anfang nicht. Verteilt eure Trainingseinheiten lieber auf mehrere am Tag, haltet sie dafür kürzer. So könnt ihr recht schnell Erfolge sehen.

Welche Trainingsmittel sind hilfreich bei sturen Hunden?

Um das Training mit Hund effektiver zu gestalten, könnt ihr natürlich einige Hilfsmittel benutzen:

1. Der Clicker. Der Vorteil am Clicker ist, dass er neutral ist. Egal ob man genervt oder nervös ist, der Clicker gibt immer den gleichen Ton von sich. Außerdem kann man ihn punktgenau einsetzen.

2. Die Hundepfeife. Auch der Hundepfeife kann man keine Emotion entnehmen, der Hund lernt also dass er auf den immer gleichen Pfiff wieder zu seinem Menschen kommen soll. Somit ist es für ihn verlässlicher als die menschliche Stimme.

3. Ein Futter voll Beutel. Bestenfalls knistert dieser. Somit verbindet der Hund, dass das Knistern etwas positives, nämlich etwas leckeres zu fressen, gibt und ist automatisch aufmerksamer.

4. Die Schleppleine. Wenn der Hund freier laufen soll, aber (noch) nicht zuverlässig abrufbar ist, hilft eine Schleppleine.

Was solltet ihr noch beachten?

Seid fair zu euren Hunden. Wenn ihr ein Kommando gerade erst angefangen habt zu lernen, verlangt nicht, dass sie es schon perfekt können. Auch müsst ihr genau beachten, wann ihr das Kommando gebt und ob der Hund in dem Moment überhaupt in der Lage ist, es auszuführen.

Wenn ihr wisst, dass euer Hund ein Kommando in dem Moment sowieso nicht ausführen kann und wird, dann überlegt euch wie ihr es durchsetzen könnt. Wenn ihr das in dem Moment nicht schafft, dann versucht es gar nicht erst, denn dann werdet ihr dem Hund gegenüber unfair.

Liebt eure Hunde und habt Spaß mit ihnen. Auch wenn das Leben mit sturen Hunden sicher schwieriger ist, eure Hunde tun das nicht um euch zu ärgern. Wenn ihr aber entspannter seid und die Zeit mit euren Fellnasen genießt, dann spiegelt sich das automatisch auch auf euren Hund.

Wo bekommt ihr noch mehr Tipps her?

Natürlich gibt es noch viel mehr Tipps, wie ihr das Leben mit einem sturen Hund besser handeln könnt. Petra Krivy und Angelika Lanzerath haben sich dazu zusammengetan und das wunderbare Buch "Das Sturkopf Erziehungsbuch" geschrieben, welches im Müller Rüschlikon-Verlag erschienen ist.

Auf 91 Seiten bekommt ihr einiges an Wissen über die Entwicklung der Hunde, was man bei der Anschaffung von Hunden beachten sollte und welche Kniffe es gibt, damit der sture Hund doch mit einem kooperiert. Auch auf die Wichtigkeit von Hundeplätzen und Hundeschulen gehen die beiden ein. Wer also neugierig ist, wie er das Leben mit einem sturen Hund stressfreier gestalten kann, sollte sich dieses Buch spätestens vom Weihnachtsmann unter den Baum legen lassen.

Oder ihr bestellt es euch einfach gleich selber. Wenn ihr das über den folgenden Link tut, bekommen wir eine kleine Provision und können euch so auch weiterhin kostenfreies Wissen zur Verfügung stellen.



Eure Dini

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