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Hund und Katz zusammen – kann das gut gehen?

Hallo ihr Lieben,

am Montag haben wir euch erzählt, wieso wir keine Katzenmenschen sind.

Aber dennoch gibt es ja viele, die gerne Hund und Katze zu Hause hätten. Alina von Pfotentierchen hat uns deswegen einen ganz tollen Gastartikel geschrieben!

Gastbeitrag-1 %Hundeblog

Zusammenleben
von Hund & Katz‘

Die liebe Diana hat
uns gefragt, ob wir euch hier nicht ein bisschen was über das Zusammenleben von
Hund und Katz‘ berichten wollen und da haben wir natürlich zu gesagt. 😉
„Wir“ das sind
Australian Shepherd „Yumo“, zarte 10 Monate jung, und meine Wenigkeit, „Alina“
zarte 22 Jahre jung.
Auf unserem Blog
pfotentierchen.blogspot.de schreiben wir über unsere gemeinsamen Erlebnisse und
über dies und das. Einfach alles, was uns als lesenswert für euch erscheint.
Yumo-1 %Hundeblog
Natürlich gehören auch
zwei Miezekatzen zu unserem Rudel, sonst könnte ich heute wohl kaum darüber
berichten! J
Das wären dann Zazou
und Toons. Sie sind Geschwister, sind am 21.07.2012 geboren und die meisten
Besucher haben Probleme, sie auseinander zu halten.
…und dabei sehen sie
sich ja nun wirklich nicht ähnlich… oder?
Zazou-1 %Hundeblog
Zazou

Toons-1 %Hundeblog
Toons
Katzen und Hunde sind
sich nicht von Natur aus feindlich gesinnt. Wenn sie gemeinsam miteinander
aufwachsen, können sie sogar ganz wunderbare Freunde werden, kuscheln und
spielen miteinander, als wäre es das Normalste überhaupt.
Sobald eines der Tiere
länger da ist, als das Andere, kann es aber durchaus zu Problemen kommen…
Gucken wir uns das
also mal etwas genauer an:

Die
Katze war zuerst da!

Auch bei uns waren
zunächst die Katzen hier und hatten die Wohnung und uns für gute 3 Jahre für
sich allein – es ging ihnen sehr gut, sie hatten wohl kaum etwas zu beanstanden
und hätten mit Sicherheit keinen Hund gebraucht. 😉
Katzen sind ja in
vielen Eigenschaften sehr… eigen… Und ganz besonders eigen sind sie, wenn es um
ihr Revier geht.
Wie zum Teufel kamen
wir auch nur auf die Idee, ihnen einen schlabbernden, Schwanz wedelnden,
dauergrinsenden und höchst nervigen Welpen vor die Nase zu setzen?

 
Wie
(die meisten) Katzen darauf reagieren:

Möglichkeit A: Die Katze versteckt sich und kommt nicht mehr hervor. Wenn sie sich doch
einmal traut, und das schwanzwedelnde Monster auf sie zukommt, ist sie erst
einmal für die nächsten paar Stunden wieder weg – wenn nicht gar Tage oder
Monate. 😉
Möglichkeit B: Die Katze stellt alle – also wirklich ALLE – Haare am Körper auf, macht
den größten Buckel aller Zeit, faucht und knurrt in magenerschütternden Tönen
und springt, wenn möglich, mit allen Vieren auf das sich freuende Hundebaby!
(Zazou entschied sich
für Möglichkeit A, Toons für Möglichkeit B)
Und dann gibt es noch
ganz spezielle Genossen, die sich an den Zweibeinern für das „Geschenk“ rächen
wollen – ein Häufchen hier, zwei- dreimal markieren dort… (Puuuuh… wir wurden
zum Glück verschont.)

Diese Konstellation
ist – seien wir mal ehrlich – ziemlich schwierig, eben weil Katzen sehr
territorial sein können, keine Veränderungen mögen und schon gar keine neuen
Vierbeiner an ihrer Seite sehen wollen.
ABER es kann gehen. Bei den einen geht es ganz schnell (Möglichkeit A), bei den
anderen dauert es halt etwas länger… (Möglichkeit B)
Es gibt viele
Ratgeber, wie man die Tiere zusammenführen soll und wie man den Anfang
miteinander gestalten soll. Ob das alles was bringt, ist fraglich. Bei uns hat
vor allem die Zeit geholfen.
Die ersten Tage haben
wir die Katzen häufig aus dem Wohnzimmer ausgesperrt. Das war doof, für alle
Anwesenden, aber so konnten beide Parteien zur Ruhe kommen.
Ein paar Tipps:
·        
Verhindert
auf alle Fälle, dass der Hund die Katze jagt!
·        
Verhindert zu
Beginn auch, dass die Katze den Hund jagt!
später kann es eventuell sogar bei zu aufdringlichen Hunden mal hilfreich
sein, wenn es einen Klaps auf die Nase gibt [*hust* wer hat das gesagt?] … was natürlich nicht heißen soll, dass die Katze
aus dem Hund Sushi machen soll!!
Ich rede hier von einem kleinen, genervten, Kratzer. 😉
·        
Nehmt den
Hund aus der Situation, wenn er nicht aufhört, die Katzen zu bedrängen oder zum
Spiel aufzufordern.
·        
Bietet den
Katzen ausreichend Möglichkeiten, sich zurückzuziehen (Kratzbäume, Zimmer, die
der Hund wegen Babygittern nicht betreten kann, etc.)
·        
Bei
futterneidischen Tieren sollte räumlich getrennt gefüttert werden
·        
Seid nicht zu
enttäuscht, wenn eure Tiere sich nicht leiden können und dies vielleicht auch
nie tun werden. Sie müssen sich nicht lieben, sie sollen sich nur akzeptieren!

Und
wenn der Hund zuerst da war?

So genau kann ich
hierüber natürlich nicht berichten, ich weiß jedoch, dass diese Möglichkeit
weitaus einfacher sein kann.
Hunde sind (meistens)
offen für Neues, erfreuen sich an Besuch und Familienzuwachs und haben auch
gegen niedliche Katzen nichts einzuwenden.
Natürlich kann es auch
hier Probleme geben, sollte der Hund jagdlich motiviert sein und auch hier
sollte das gegenseitige Jagen auf jeden Fall verhindert werden.
Dennoch bieten sich bei
dieser Option häufig größere Chancen, dass sich Hund und Katz‘ einmal richtig
gut verstehen werden.

Und wie
ist es bei uns abgelaufen?

Wir haben Yumo mit
niedlichen 10 Wochen bekommen. Zu Beginn haben wir die Katzen kurz aus der
Wohnung genommen und dem Welpen etwa 30 Minuten Zeit gegeben, sich umzuschauen.
Und dann kamen die Miezen dazu.
Wir machten die
Transportkiste auf, der Kater sprang fauchen und knurrend (siehe Möglichkeit B)
auf den Hund zu, mein Freund dazwischen (man, hat der geblutet) und ich mit dem
kreischenden Welpen (der gar nichts abbekommen hatte) in einen anderen Raum!
Oh man, die erste
Zusammenführung war mal so richtig doof!
Es hat etwa 3 Tage
gedauert, bis die Katzen verstanden haben, dass Yumo bleibt.
HundundKatze-1 %Hundeblog
Aber trotzdem hat Yumo
zu Beginn häufig eins auf die Nase bekommen, weil er den Katzen ziemlich
penetrant gefolgt ist. Immerhin gab es keine Mord-und-Totschlag-Versuche mehr.
Die Situation hat sich
seit dem aber auch nicht mehr großartig geändert.
Die Katzen akzeptieren
Yumo, finden ihn aber ziemlich doof. Gehauen und gekratzt wurde schon lange
nicht mehr, sie liegen mittlerweile sogar relativ nah beieinander (im Bett:
Yumo am Fußende, Toons auf meinem Schoß).
Yumo darf den beiden
regelmäßig die Ohren säubern und sie schubbern sich ab und an mal an ihm.
Mehr wird da wohl
nicht mehr kommen.
Das heißt: wir haben
lange gehofft, viele Rückschläge kassiert und letztlich wurden wir mit sich
akzeptierenden Tieren belohnt… Nicht perfekt, aber es reicht. 😉
alleamFenster-1 %Hundeblog
Ich hätte es natürlich
lieber, wenn sie kuschelnd in einem Körbchen schlafen würden, aber so muss es
eben reichen. 😉
Wer weiß? Sie sind ja
erst seit 7,5 Monaten zusammen, vielleicht ändert sich ja doch noch mal was!
Was wir noch so
beachten, beim Zusammenleben:
·        
Wenn wir mit
Yumo üben, schließen wir die Tür, sodass die Katzen nicht dabei sein können, da
sie sehr gierig auf Leckerlis sind und Yumo so nur ablenken würden.
·        
Gefüttert
wird in unterschiedlichen Räumen. Das wurden die Katzen schon ohne Yumo, da sie
ziemlich futterneidisch sind. Ich glaube zwar nicht, dass sie da mittlerweile
noch ein Problem mit hätten, wir machen es aber weiterhin so, wie gehabt.
·        
Wir haben
zwei Räume (Wohnzimmer und Büro), die wir durch Babygitter vom Rest der Wohnung
trennen. So können sich die Katzen ohne Probleme zurückziehen.
·        
Wenn wir mit
den Katzen kuscheln, drängt sich Yumo gerne dazwischen. Es gibt hier aber ganz
spezielle „Katzen-Kuschel-Momente“, in denen Yumo einfach mal außen vor ist.
Dann wird er ignoriert oder weg geschoben. 😉
·        
Die Katzen
haben – ehrlich gesagt – viel mehr Freiheiten, als sie Yumo jemals haben wird.
Eine Katze auf dem Tisch ist aber auch gar nicht so schlimm, wie ein Hund auf
dem Tisch und daher muss er damit leider leben – und da er das von Anfang an
nicht anders kennt, ist das auch völlig okay für ihn.
·        
Und
abschließend: Die drei werden natürlich alle gleichermaßen geliebt! ♥
Es grüßen
Alina mit Yumo, Zazou
& Toons ♥

Vielen lieben Dank ihr 4! Wenn ihr Yumo bei Facebook besuchen möchtet, dann könnt ihr das [HIER] tun.Wie sieht es bei euch aus, habt ihr nur Hunde oder „dürfen“ bei euch auch Katzen leben?Eure Abby

7 Kommentare

  • Sonja

    Hier waren auch die Katzen zuerst da. Die jüngere hatte sogar ein Horror Erlebnis, ihre Mutter wurde nämlich von einem Hund getötet. So kam sie dann auch zu uns.
    Bei uns gabs allerdings nie Probleme. Die Hunde wurden von den Katzen mit Blicken zurecht gewiesen … Damit war alles klar.
    Unser Aussiewelpe bekam mal kleinere Kratzer ab, wenn sie zu wild war. Aber mittlerweile haben sich die beiden ein Spiel aus vielem gemacht.
    Insgeheim ist hier die Katze (wir haben jetzt nur mehr eine) die Herrscherin. Aber wirkliche Probleme gab es nie.

    LG Sonja

  • Sonja

    Hier waren auch die Katzen zuerst da. Die jüngere hatte sogar ein Horror Erlebnis, ihre Mutter wurde nämlich von einem Hund getötet. So kam sie dann auch zu uns.
    Bei uns gabs allerdings nie Probleme. Die Hunde wurden von den Katzen mit Blicken zurecht gewiesen … Damit war alles klar.
    Unser Aussiewelpe bekam mal kleinere Kratzer ab, wenn sie zu wild war. Aber mittlerweile haben sich die beiden ein Spiel aus vielem gemacht.
    Insgeheim ist hier die Katze (wir haben jetzt nur mehr eine) die Herrscherin. Aber wirkliche Probleme gab es nie.

    LG Sonja

  • WarnowTatzen

    Also bei uns leben auch Hund und Katze zusammen.
    Die beiden verstehen sich super, auch wenn wir bei der Zusammenführung weniger vorsichtig waren =)

    Aber nach zwei Jahren lässt sich eines klar sagen: Ich habe eine Katze, die einen Hund hat =)

    Liebe Grüße

    Anika, Scar und Adgi

  • Podenca Luana

    schade das ihr mein frauchen nicht zum gastbeitrag eingeladen habt, ich lebe mit drei kater zusammen….da gibt es ne menge zu verbellen*wuff

    schöner artikel 😉

    glg und einen tollen start ins we,

    luana

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