Der Hund als Berufung: Wie Abby meinen beruflichen Werdegang umkrempelte. || Werbung

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Seit dem ich denken konnte, wollte ich einen Hund. Seit dem ich denken konnte, wollte ich mit Tieren arbeiten. Egal ob Meeresforscherin, Tierärztin, Tierschützerin oder was auch immer mir gerade einfiel, immer wenn meine Oma mich fragte, was ich später werden möchte kam eine Antwort in die Richtung. Nun hat die liebe Anna von Der Hund als Berufung gefragt, was wir eigentlich unter dem Thema Hund und Berufung verstehen.

Wie aus Wunsch Realität wurde.

Nach dem Abi klappte es nicht mit dem Studium und ich reiste ein Jahr viel durch Deutschland und ich überlegte in der Zeit viel, was ich denn eigentlich gerne machen würde. Immer noch wollte ich eigentlich gerne mit Tieren arbeiten. Aber damit verdient man ja kein Geld. Egal mit wem ich darüber gesprochen hatte: Alle, meine Oma voran, rieten mir erst einmal etwas „vernünftiges“ zu lernen. Also begann ein Jahr später meine Ausbildung im Bürojob. Wirklich glücklich war ich damit nicht, aber es würde schon gehen. Im Nachhinein betrachtet, war es sogar gut, dass ich die Ausbildung begonnen hatte. Hatte ich zwar nicht den Traumjob von dort mitgenommen, aber später den Traummann. Es folgten unzählige Auslandsaufenthalte und besonders in Amerika wurde der Wunsch nach einem eigenen Hund und der Arbeit mit Hunden immer stärker.

Als dann irgendwann der Herzensmann bei mir war und ich meinen Job auf dem Kreuzfahrtschiff an den Nagel hing, erfüllte ich mir endlich den ersten Traum. Oder er mir. Auf jeden Fall kam unsere Abby zu uns. Und ab dann bestimmte sie mein Berufsleben!

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Vollzeitstelle? Nicht als Hundemama!

Erst als Abby 4 Monate alt war und alleine bleiben konnte, ging ich wieder arbeiten. Aber nicht wieder in einer Vollzeitstelle, wie früher sondern nur noch Teilzeit. Erstens war der Job nicht so toll, dass ich 40 Stunden pro Woche damit verbringen wollte, wenn ich doch das Hundekind zu Hause hatte.

Diese Erklärung fand meine Chefin damals auch eher – naja, ihr Blick sprach Bände. Später fand ich dann aber heraus, dass sie für ihr Pferd wieder zurück in die Heimat zog. Vielleicht verstand sie mich also doch mehr, als ich dachte. Abby war großartig, jedes Spazierengehen mir ihr ein Traum und eigentlich wäre das der perfekte Zeitpunkt für einen Zweithund gewesen.

Stattdessen kam unser kleiner Minimensch und alles änderte sich. Mit Abby ging es plötzlich steil bergab. Inzwischen wissen wir ja von ihrer Schilddrüsenerkrankung, bis dahin war es aber ein langer Kampf. Und in der Zeit war nicht nur das Bloggen wahnsinnig wichtig, um das alles irgendwie verarbeiten zu können, der Wunsch ihr helfen zu können wuchs immer mehr.

Im Februar 2017 ging das dann auf einmal ganz schnell. Ihre Diagnose war zum Greifen nah und ich war mir damals schon sicher, wie sie ausfallen würde. Genau zu dem Zeitpunkt begann eine Ausbildung zur Hundeernährungeberaterin. Ich musste nicht lange überlegen und meldete mich an. Das war die nicht nur die Chance, das war auch das Zeichen. Endlich sollte jobmäßig alles so laufen, wie ich das wollte und immer gewollt habe. Inzwischen spezialisiere ich mich noch aufs Barfen und im April sollte ich, kommt nichts dazwischen, fertig sein.

Ein anderer Job? Undenkbar!

Inzwischen arbeite ich von zu Hause aus, werke alle Blog, unterstütze andere bei ihrer Arbeit und nebenbei baue ich mir die Ernährungsberatung auf. Dafür habe ich noch so viele Ideen, die nur darauf warten umgesetzt zu werden.

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Für mich ist das alles aber keine Arbeit, sondern Freude. Wenn alle meckern, dass Montag ist, freue ich mich, dass ich wieder Zeit habe alles in Ruhe zu machen. Auch, dass ich am Wochenende immer ein paar Minuten arbeiten muss, stört mich nicht. Im Gegenteil. Es macht einfach so viel Spaß, dass ich mir nie wieder etwas anderes vorstellen kann.

Hätte mir jemand vor 5 Jahren, als Abby eingezogen ist, erzählt ich würde irgendwann einmal an einem Buch für den GU-Verlag mitschreiben und Teil eines tollen Online-Kurses für Hunde sein, so hätte ich denjenigen wohl ausgelacht. Ich habe mir in den letzten 5 Jahren so viel aufgebaut, weil ich nicht auf andere gehört habe sonden endlich das gemacht habe, was ich schon immer wollte, dass ich momentan bei dem Gedanken an einen anderen Job schlechte Laune bekomme.

Der Hund als Berufung?

Eine Berufung ist laut Definition eine Aufgabe, eine Begabung, eine Bestimmung. Inzwischen glaube ich tatsächlich, dass der Blog zu einer Art Bestimmung geworden, auch wenn es jetzt total kitschig klingt. In dem letzten Jahr konnte ich schon einigen Hunden helfen. Durch meine Blogartikel zum Thema Schilddrüsenunterfunktion haben die Besitzer sich endlich durchgesetzt, sich an Spezialisten gewandt und bei den Hunden wurde schließlich auch eine Unterfunktion diagnostiziert. Das freut mich natürlich nicht, aber die Tatsache, dass ich helfen konnte, macht mich sehr stolz.

Das Thema Hundeernährung ist auch so ein breites Feld und ich freue mich schon so darauf, mein Leben diesbezüglich weiterzugeben. Das wird der nächste große Schritt und er wird spannend. Das schönste: Abby wird mich auch dabei weiter unterstützen. Sie ist meine Motivation und Inspiration. Ich habe dank ihr so viel gelernt und habe ihr versprochen, dass ich auch niemals aufhören werde lernen zu wollen – weil ich das beste für sie möchte. Und glücklicherweise kann ich das dann auch an andere Hundebesitzer weitergeben.

Erzählt mir doch: Würdet ihr auch gerne mit Hunden arbeiten oder schlägt euer Herz für etwas ganz anderes?

7 Gedanken zu „Der Hund als Berufung: Wie Abby meinen beruflichen Werdegang umkrempelte. || Werbung

  1. Hallo 🙂
    es freut mich das ich auf deine Seite aufmerksam geworden bin.
    Ich bin seit fast einem Jahr arbeitslos, bin Friseurmeisterin und habe schnell feststellen müssen das das nichts mehr für mich ist am Kunden zu arbeiten und die Arbeitszeiten sind auch nicht toll.
    Ich habe es dann nochmal bei anderen Salons probiert weil ich dachte es könnte auch am Betriebsklima liegen, doch das war nicht der Fall. Der Beruf ist für mich abgeschlossen. Ende letzten Jahres ging es mir dann ziemlich schlecht ich glaube ich hatte leichte Depressionen… dann habe ich mir einen Hund geholt weil ich Hunde schon immer liebe.
    Er kommt aus Bulgarien und hat 5 Jahre auf der Straße gelebt … kann nur auf 3 Beinen laufen weil sich das eine Bein nicht richtig entwickelt hat. Ich fand ihn so toll und hab ihn gleich meinen Eltern vorgestellt….noch am gleichen Tag war er dann bei uns. Er hat mir ziemlich geholfen weil ich durch ihn den ganzen Tag beschäftigt bin. Er hat leider eine Allergie und ohne Tabletten kratzt er sich auf…vielleicht auch noch die Umstellung mit der Heizungsluft etc. habe vor 2 Wochen mit barfen angefangen und hoffe das ich es damit in den Griff bekomme.
    Früher wollte ich immer Tierärztin /helferin werden was ich dann aber schnell wieder vergaß denn bei einem Praktikum kippte ich bei einer Operation um .
    Grafik Design oder Kunst wäre auch toll weil ich gerne krativ bin und male jedoch wäre ein Studium blöd mit Hund. eventuell ein Fernstudium. vor einer Woche habe ich ein Praktikum beim Hundefriseur gemacht. Das ist nicht genau das was ich machen möchte aber ich bin meinem Traum schon näher weil ich auch mit Hunden arbeiten will. Einen genauen Plan habe ich nicht … aber mein Hund soll immer an meiner Seite sein weil er mir jeden Tag zeigt was Liebe heißt und dafür bin ich ihm sehr dankbar.

    1. Hallo Christin,

      oh das klingt wunderbar! Einen Job im Nachhinein nicht mehr toll zu finden ist okay. Du hast in der Zeit Dinge gelernt, die dir nie wieder jemand nehmen kann. Und siehst du, wenn du jetzt Hundefriseur wirst, kannst du davon sicher profitieren.
      Man muss auch nicht immer einen genauen Plan haben. Manchmal ist genau der Weg zu seinem Ziel das spannende. Lass dich treiben, hör auf deinen Bauch. Ich bin mir sicher, du machst deinen Weg 🙂

      Liebste Grüße
      Dini

  2. Hallo,

    dein Bericht spricht mir aus der Seele! Wie bei dir, wollte ich einen Hund seit ich denken kann, nach dem Abitur hab ich mir diesen Wunsch erfüllt und dann etwas studiert, das sich später als Beruf gut mit Hund in Einklang bringen lässt! Naja, wie es so kommt, hat mir das Studium nicht so gefallen! Dann hab ich erstmal gearbeitet und überlegt, was ich machen will! Jetzt studiere ich Forst, was zu meinen Hunden natürlich noch besser passt! Mal sehen was das wird!
    Mein Traum wäre es allerdings einen eigenen kleinen Hundeladen aufzumachen! Vielleicht geht dieser Wunsch doch noch in Erfüllung.
    Auf jeden Fall werden Hunde in meinem Leben immer eine sehr große Rolle spielen und ich hoffe, dass sie sich in mein Berufsleben gut integrieren lassen!

    1. Hallo Steffi,

      oh wie schön, dass du dein Studium sogar nach dem Hund gerichtet hast.
      Ich bin mir sicher, der Laden könnte auch etwas werden. Schau einfach mal, was die Zukunft bringt. 😀 Oft reifen Ideen ja mit der Zeit. Wenn es sich dann richtig anfühlt, wirst du wissen was du zu tun hast. Da bin ich mir sicher.
      Alles Gute dir!

      Liebste Grüße
      Dini

  3. Liebe Dini,
    das ist ja spannend, was sich bei dir in den letzten Jahren durch den Hund alles verändert hat. Hier hast du es schwarz auf weiß, was du alles erreicht hast. Du kannst so stolz auf dich sein <3

    Herzlichen Dank für deinen tollen Beitrag zur Blogparade!

    Anna

  4. So eine schöne Geschichte und wie sie mit Krawatte aussieht 🤣 da ich Loki bei meiner aktuellen stelle leider nicht mehr mit ins Büro nehmen kann, war für mich eine 40h woche undenkbar. Mittags nach hause zu pendeln ist zwar echt anstrengend, aber für ihn mache ich es gerne 💕 kann dich voll verstehen, dass du nach abby nur noch teilzeit gemacht hast.

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