Unser Sommerprojekt: Der hundefreundliche Garten

Unser Sommerprojekt: Der hundefreundliche Garten

Ich glaube so langsam, wenn man im Lexikon nach dem Wort „Spießer“ sucht, dann findet man dort ein Bild von uns. Glücklich verheiratet, beide berufstätig, eine schöne Wohnung, 1 Kind, 2 Autos, 1 Hund – und jetzt haben wir auch noch einen Garten. Noch spießiger könnten wir wohl nicht sein – aber wir lieben es!

Wie kommen wir zu einem Garten?

Zugegeben, der Garten ist neu. Und war eine Spontanentscheidung. Eine länger überlegte Spontanentscheidung. Eigentlich ist es so, dass wir gerne unsere eigenen vier Wände hätten mit einem großen Garten dran. Dazu müssen wir aber noch etwas sparen. Schon letztes Jahr hatten wir überlegt, uns ersatzweise bis dahin einen Garten zu pachten, um Obst und Gemüse anpflanzen zu können. Irgendwie hatten wir den Gedanken aber auch wieder verworfen.

Anfang des Jahres kam der Herzensmann dann zu mir und fragte, ob wir 1.400 Euro zu viel hätten, befreundete Arbeitskollegen verkaufen ihren Garten. Mh, da war es wieder das Thema Garten. Der Liebste ist mit einem Garten groß geworden und man merkte schon ab und an, dass er doch wieder gerne einen Garten hätte. Aber 1.400 Euro zu viel? Sicher nicht. „Warte mal, ich guck mal ob’s das bei EBay Kleinanzeigen günstiger gibt.“ meinte ich und schaute nach. Und tatsächlich! Da gab es einen Garten kurz hinter dem Kindergarten vom Minimensch. Keine 10 Minuten weg von uns (mit dem Rad) zu VERSCHENKEN!

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Wer verschwenkt denn einen Garten?

Vielleicht jemand, der dort Leichen verbuddelt hatte? Oder der Garten war eine reinste Ruine? Lohnt sich das? Die Anzeige war seit Dezember drin und der Garten war immer noch nicht weg. Da konnte doch etwas nicht stimmen. Aber vielleicht war das ja auch unsere Chance, kostengünstig an einen Garten zu kommen. Also habe ich kurz angefragt, ob der Garten noch zu haben wäre und wenig später telefonierten wir. Der Mensch ist ein Imker, der keine Zeit mehr für den Garten hat, weil er sich vor einigen Jahren ein Grundstück gekauft hat. Soll es also noch nette Menschen geben, die nicht aus allem Profit schlagen wollen?

Ein Besichtigungstermin wurde vereinbart. Wir waren da, warteten – doch er kam nicht. Am Abend, als ich ihn erreichte kam heraus, dass er beim Zahnarzt sass und meine Nummer nicht mehr hatte. Also wollten wir uns zwei Tage später wieder treffen.

Dieses Mal kam er und wir schauten uns den Garten an.

Glücksgriff oder Ruine?

Insgeheim dachten wir, dass es wohl dennoch ein Garten sein wird, bei dem man viel zu tun hat. Wir gingen durch die Gartenanlage und hofften bei jedem ansehnlichen Garten, dass er uns dahin führen würde, aber dem war nicht so. Es war, wie befürchtet, eine Ruine. Nichts sah mehr so aus, als ob es wieder blühen würde. Alles war trocken und von einem schönen Garten nicht viel zu erkennen. Gut, jetzt hatten wir auch Winter, was hatten wir erwartet? Ich hatte mich gedanklich schon von dem Garten verabschiedet, da meinte der Liebst „Ja, das können wir schon machen.“ Was? Er wollte den Garten?

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Und so sagten wir zu. Wohlwissend, dass dieser Garten ein Jahresprojekt wird. Als wir uns mit dem Vorstand trafen, erzählte die Dame uns, dass in dem Garten seit Jahren nichts mehr gemacht wurde und sie ganz froh ist, dass nun jemand motiviertes diesen Garten nun bearbeitet. Sie rechnet auch nicht damit, dass wir dieses Jahr schon groß etwas anbauen.

Wenn sie wüsste! Wir wollen den Garten komplett umkrempeln, alles neu machen. Nichts soll mehr wirklich da bleiben, wo es jetzt ist. Es soll unser Garten werden und er soll toll werden – schon dieses Jahr!

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Wie macht man einen Garten hundefest?

Anfang der Woche hatte ich euch ja erzählt, dass bei uns auch bald ein zweiter Hund einziehen soll. Dabei hatten wir natürlich auch überlegt, ob wir überhaupt genug Platz für einen zweiten Hund hatten. Mit einer 65m² großen Dachterrasse und einem knapp 300m² großen Garten, finden wir schon. Nur müssen eben einige Dinge beachtet werden:

  1. Die Zäune zu den Nachbarn müssen gezogen werden. Momentan ist eine Seite komplett offen. Das müssen wir ändern, wenn auch Abby mitkommen soll. Zwar gibt es sehr, sehr viele Hunde in der Gartenanlage, aber wir möchten nicht, dass Abby ungefragt in andere Gärten geht. Deswegen müssen wir unseren Garten ausbruchssicher machen.
  2. Der „Teich“ muss weg. Gut, das jetzt nicht nur wegen der Hunde, sondern auch wegen dem Minimensch. Erstens passt er für uns optisch nicht in unseren Garten und vor allem ist die Gefahr, dass irgendjemand reinfällt einfach viel zu groß.
  3. Die richtigen Pflanzen müssen angepflanzt werden. Zugegeben, ich habe von Pflanzen so viel Ahnung wie von Mathematik. Gar keine. Wirklich, ich und Pflanzen verträgt sich eigentlich gar nicht. Sogar Kakteen gehen bei mir ein. Dafür wird also der Herzensmann verantwortlich sein. Wenn es dann um die Bepflanzung geht, werden wir uns aber zusammen setzen, welche Pflanzen für Abby giftig ist und welche okay sind. Fest steht auf jeden Fall, dass ich Kartoffel und Kürbis schon dieses Jahr anpflanzen möchte. Mal sehen, ob wir noch mehr schaffen.

Garten-hinten-mitAbby-1024x683 %Hundeblog4. Schöne Ruheecken für die Hunde. Ich muss gestehen, ich liebe Pinterest inzwischen! Wenn ich etwas neu machen will, schaue ich zu erst dort nach, ob es dort schöne Ideen gibt. Genau so wird es natürlich auch bei den Ruheecken für die Hunde und den Kleinen sein. Abby soll natürlich auch im Garten lernen, zu entspannen. Dafür soll sie ein schönes Bett bekommen. Mal sehen, was wir dafür schönes bauen werden.

Wir halten euch auf jeden Fall auf dem Laufenden, wie toll sich unser Garten entwickelt und sobald ich einen schönen Ruheort für Abby gebaut habe, erstelle ich euch dazu auch ein DIY.

Eure Dini

5 Gedanken zu „Unser Sommerprojekt: Der hundefreundliche Garten

  1. Ich wünsche euch viel Freude an euren Garten und bin schon sehr gespannt, wie sich dieses Projekt entwickelt. Wir hatten ja in den letzten Jahren immer einen Garten am Haus – aber ich muss gestehen, wir sind da eher vom Typ „so pflegeleicht wie möglich“.
    Und auch hier in der nicht mehr so neuen Heimat sind wir noch immer am umgestalten und das ist neben den normalen Dingen bei der Gartenarbeit nicht immer einfach. Es ist einfach oft so viel zu tun an Pflege – da bleibt dann der Rest auf der Strecke. Wobei wir es jetzt wenigstens geschafft haben die meisten für Hunde giftigen Sträucher zu entfernen oder so zu verpflanzen, dass sie nicht mehr im direkten Zugriff für die Hunde sind.
    Aber ich bin sicher, ihr habt auch etwas mehr Motivation als wir … denn über Anbau denken wir nicht wirklich nach 😉

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

  2. Uhhhh Ich freue mich für euch dass ihr so viel Glück mit der Lage und dem Preis bei diesem Garten hattet. Und die Arbeit die man investiert macht ja auch Spaß. Wir ziehen in 6 Wochen um in eine Bleibe mit direktem Garten. Dort ist auch noch einiges zu tun um alles für Django her zurichten. Aber wir freuen uns schon riesig darauf. Säge und Heckenschere sind schon gekauft. 😉 Und wir können es nicht erwarten bis der kleine Mann das erste mal in seinem neuen Reich herum flitzt. Ich wünsche euch ganz viel Spaß und Entspannung in eurem eigenen Stück Natur.

    Liebe Grüße
    Ele & Django

  3. Ein Garten ist eine tolle Sache. Ich als absoluter Innenstädtler mit Zweitwohnsitz am Land kann ein Lied davon singen.
    Zwiebel/Lauch braucht auch kaum Pflege und ist schnell gesetzt, wenn ein Fleckchen Erde frei ist 😉
    Wie geht ihr denn das ausbruchsichere Zaunprojekt an? Das steht nämlich auch bei mir an und ich konnte mich noch nicht für einen Zaun entscheiden..

  4. Oh wie schön! Ein Garten ist wirklich etwas tolles! Vor allem im Sommer liebt Boerne es so sehr, sich einfach in die Sonne zu legen (wir natürlich auch 😉 ). Auch ein Planschbecken bauen wir ihm ab und zu mal auf.
    Bisher hat Boerne noch keinen richtigen eigenen Platz, aber ich bin gespannt, was du für Ideen hast. Vielleicht können wir uns da ja was abgucken. 🙂

    Liebe Grüße
    Steffi

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