DIY: Eine Hundeleine einfach selber machen || Werbung

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Aufgrund dessen, dass Abby wegen ihrer Krankheit nur Geschirre tragen darf liebe ich Hundeleinen und habe inzwischen auch einige. Aber immer wenn ich in den Onlineshops schaue, sehe ich nur sau teure Leinen, die ich am liebsten hätte. Wie ihr ja wisst, mache ich Dinge dann gerne einmal selber und so wuchs der Entschluss: Ich mache mir eine Tauleine einfach selber!

DIY Hundeleine: Was benötigt ihr?

Zu allererst benötigt ihr eine Vorstellung, wie eure Leine aussehen soll. Es gibt bei Facebook diverse Gruppen, die sich mit Tauleinen beschäftigen. Eine meiner liebsten Gruppen zu dem Thema ist diese hier. Dort könnt ihr euch ganz viel Inspiration holen, was alles möglich ist und wie eure Leine am Ende aussehen kann.

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Nun dürft ihr nämlich auch schon das Rohmaterial für eure Leine shoppen. Weil mich so viele auf meine Leine angesprochen hatten, das Material dafür habe ich komplett von Paracord-Shop.de . Aber vorsicht, man bestellt vieeel zu viel. Das ging mir auch so.

Für eine 3fach verstellbare Leine benötigt ihr etwa 3 Meter Kletterseil, 2 Karabinerhaken, 3 O-Ringe, Sattlergarn, eine Sattler- oder Ledernadel sowie Garn, mit dem ihr das Kletterseil umtakeln wollt. Hierfür hatte ich circa 5 Meter pro Farbe von Micro-Cord. Ich würde euch empfehlen erst einmal mit einer 2farbigen Takelung anzufangen. Die schwereren Kunststücke kommen dann sicher mit der Zeit.

Außerdem benötigt ihr noch eine gute Schere, ein Feuerzeug und bestenfalls eine Zange, mit der ihr die Nadel gut greifen könnt und etwas Alleskleber.

DIY Hundeleine: So geht`s!

Und schon könnt ihr beginnen, eure Leine selber zu machen. Wenn euer Seil noch länger ist, müsst ihr es erst einmal kürzen. Hierzu hat es sich bewährt mit etwas Klebeband die gewünschten Enden abzukleben und dann abzuschneiden. Nun solltet ihr mit dem Feuerzeug die Enden noch verlöten. Hat euer Seil schon die Wunschlänge, entfällt dieser Schritt.

Das Vernähen

Ich habe dann als erstes den Karabinerhaken eingefädelt und das Ende soweit doppelt über das Seil gelegt, wie ich takeln wollte. Das kommt auf euren persönlichen Geschmack an. Zu wenig Takelung fand ich komisch, zu viel wäre aber auch nicht schön geworden. Schaut da also einfach, wie es euch gefällt.

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Nun braucht ihr knapp einen Meter Sattlergarn. Dieses zieht ihr durch die Nadel und jetzt beginnt ihr das Vernähen des doppelten Seils. Das ist wichtig, damit die Leine euren Hund später auch hält. Dazu stecht ihr recht weit oben in der Nähe des Karabiners durch das erste Seil und drückt die Nadel durch beide Seile durch. Hier hat sich der Gebrauch einer Zange als wirklich sehr sinnvoll ergeben. Da mein Seil auch sehr hart war, musste ich die Nadel an einem harten Gegenstand erst einmal in das Seil drücken.

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Nun geht ihr auf der anderen Seite wieder durch das Seil zurück und vernäht so das ganze Stück, das ihr später umtakeln wollt. Umso fester ihr jetzt arbeitet, umso sicherer ist eure Leine am Ende. Wenn ihr das geschafft habt, verknotet ihr das Sattlergarn mehrmals an beiden Enden. Nun kommt das Feuerzeug zum Einsatz. Wichtig: Macht hier immer sehr vorsichtig! Erwärmt die Knoten des Sattlergarns etwas und drückt es dann fest an das Seil. Somit verhindert ihr Knubbel, die ihr bei der Takelung nicht umgehen könnt.

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Die Takelung

Jetzt kommt der schönste Teil: Die Takelung. Dazu legt ihr euch eure Takelschnur (bei mir wie gesagt Micro-Cord, es geht aber auch Leder oder Satinbänder) für euch praktisch hin. Die Enden legt ihr nun in einer Schlaufe auf die vorher genähte Schlaufe eurer Leine. Achtet darauf, dass die untersten Enden eures Fadens etwas über das Ende des vernähten Seils schauen. Das ist am Ende wichtig für das Zusammenziehen.

Und jetzt geht es los. Ihr beginnt am unteren Ende der Schlaufe, also nicht dort wo euer Karabinerhaken ist. Wenn ihr einfarbig takelt, dann wickelt ihr den Faden nun straff um euer Kletterseil. Achtet darauf, dass es schön gleichmäßig ist und keine Überlagerungen entstehen.

Wenn ihr zweifarbig takeln möchtet, so legt ihr die Farbe, die ihr noch nicht benutzen möchtet mit dem freien Ende nach oben Richtung Karabiner. Damit ist der Faden für euch erst einmal aus dem Weg und stört euch nicht. Nun fangt ihr mit dem ersten Faden an, ihn um das Kletterseil zu wickeln. Achtet auch hierbei darauf, dass es schön fest sitzt. An der Stelle, an der ihr einen Farbwechsel wünscht, legt ihr den bisher genutzten Faden einfach nach oben und holt euch den anderen Faden. Jetzt wickelt (oder takelt) ihr einfach weiter. Wenn ihr wieder einen Farbwechsl wünscht, verfahrt ihr einfach wieder genauso.

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Am Ende, also bei dem Stück bei dem eure Vernähung aufhört, angekommen zieht ihr eure beiden Fäden durch die Schlaufe, die ihr zu Beginn der Takelung gemacht habt. Somit entsteht ein Knoten. Nun zieht ihr an den zwei losen Enden der Schur, die sich am Anfang eurer Takelung befinden. Schaut, dass euer entstandener Knoten in etwa bis zur Mitte gezogen wird. Dann könnt ihr die Fäden abschneiden. Um sie gut zu verstecken könnt ihr nun einen Tropfen Alleskleber an sie geben und sie dann unter die Takelung schieben.

Die Ringe einknoten

Die einfachte Variante eine verstellbare Leine zu basteln ist, die Ringe dazu in schicke Knoten zu machen. Ich habe mich für die etwas kompliziertere Variante, den Achterknoten, entschieden, fand diesen Knoten aber schöner als einen ganz normalen, festen Knoten.

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Wie der Name es schon sagt, legt ihr mit eurem Seil, an der Stelle an der der Ring soll, eine Acht. Den Ring fädelt ihr nun in die obere Schlaufe der Acht. Wichtig ist, dass in der oberen Schlaufe das Kletterseil oben liegt, bei der unteren Schlaufe legt ihr das zu knotende Seil unter das andere.

Nun zieht ihr den Knoten einfach fest. Dass der Ring in der oberen Schlaufe festgeknotet wird ist wichtig, damit der Ring eben auch bei Zug halten kann.

Das zweite Ende der Leine

Wenn ihr euch bis hierher gekämpft habt, habt ihr die Hälfte schon geschafft. Verknotet einfach noch die anderen Ringe, sofern ihr sie benötigt und dann müsst ihr noch das zweite Ende der Leine vernähen und vertakeln. Das geschieht auf die gleiche Art und Weise, wie ihr das bereits gemacht habt.

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Ich habe für meine erste Leine knapp 2,5 Stunden gebraucht und war echt erstaunt, wie schnell das doch ging. Mit etwas Übung (und wenn ich genügend Material zu Hause habe), wird das sicherlich etwas, was man beim Fernsehschauen nebenbei machen kann.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Nachmachen. Übrigens finde ich, dass man mit so einen selbstgemachten Leine noch viel lieber Gassi geht.

Eure Dini

2 Gedanken zu „DIY: Eine Hundeleine einfach selber machen || Werbung

  1. Liebe Dini,
    endlich mal eine gute und sichere Erklärung. DIY zur Herstellung einer Tauleine habe ich schon viele gesehen und jedes Mal rollen sich einem die Zehennägel hoch. Zu 99% wird nicht vernäht sonder nur geklebt. Nicht nur, dass es megahart und unflexibel wird, nein, der Kleber löst sich auch mit der Zeit und dann geht die Leine auf bzw. kann grade in Extremfällen reißen. Deine Beschreibung ist wunderbar und einfach perfekt.
    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva

    1. Oh, vielen, vielen, vielen lieben Dank für das Lob.

      Das freut mich natürlich, das von einem Profi zu hören 😀

      Ich dachte eigentlich, dass es selbstverständlich ist, dass man die Leinen vernäht? Also gerade ich mit dem Schäfi an der Leine möchte da nix geklebtes haben 😉

      Liebste Grüße
      Dini

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