Hundeerziehung geht auch einfach! | Werbung

Hundeerziehung geht auch einfach! | Werbung

Heute möchte ich einen kleinen Exkurs in unser Privatleben machen und euch erzählen, was wir Dank der Kindererziehung über Abby gelernt haben. Ihr wisst ja: Ich bin ein totaler Fan davon, in jeglicher Situation zu lernen und dann zu hinterfragen, ob man das Gelernte auch auf andere Dinge übertragen kann. Und ja, das kann man und mir wurde schnell klar: Hundeerziehung geht auch einfach.

Hundeerziehung – Ein Spießrutenlaufen in sozialen Medien

Könnt ihr euch noch an meinen letzten Blogartikel erinnern? Ich hatte erklärt, wie Sexualhormone beim Hund gebildet werden und was ein Wegfallen dieser beim Hund auslösen können. Daraufhin bekam ich in einer Facebook-Gruppe um die Ohren geworfen, ich solle doch aufhören „so einen Unfug“ zu verbreiten. Ich wurde persönlich beleidigt, weil ich mich auf biologische Fakten bezogen habe und diese nicht mit den Wertvorstellungen der Userin übereinstimmten.

Und genau das gleiche droht einem, wenn man sich in Mütter-Gruppen herumtreibt. Dabei wird zum einen diskutiert, dass die eigene Erziehungsmethode für jedes Kind, immer und überall die richtige ist und jeder, der das nicht so macht, der geht nicht auf die Bedürfnisse des Kindes ein. Es gibt nur schwarz und weiß und der Gedanke, dass Kinder Individuen sind und sich jeder anders entwickelt, wird nicht beachtet.

Das fängt schon bei den U-Untersuchungen an. Diese werden in bestimmten Abständen gemacht. In einigen Bundesländern sind sie Pflicht, in anderen bekommt man einen Brief vom Jugendamt, wenn man sie nicht wahrnimmt. Dabei wird geschaut, ob das Kind bestimmte Dinge schon kann, die ein Kind in dem Alter „können“ sollte. Kann das Kind etwas nicht, wird einem oft gesagt, dass das Kind Entwicklungsverzögert ist und somit nicht der Norm entspricht.

Natürlich gibt es auch andere Ärzte, die Kinder als das sehen was sie sind: Individuen! Unsere Kinderärztin ist zum Beispiel so eine. Unser Kleiner hat bei einer der ersten Untersuchungen zum Beispiel noch nicht klatschen können. Aber statt uns Angst zu machen hat sie gesagt, dass er das beim nächsten Mal sicher kann. Wisst ihr, was dann war? Er war bei der nächsten Untersuchung in diesem Schritt sogar schon einen weiter als er damals hätte sein sollen.

Was hat Kindererziehung mit Hundeerziehung zu tun?

Warum erzähle ich das jetzt? Nein, nicht um über Kinderärzte her zuziehen oder die Notwendigkeit dieser Untersuchungen zu hinterfragen (ich würde nämlich ein Zurückbleiben nicht als Behinderung ansehen sondern als Chance, dem Kind noch mehr Hilfe zukommen zu lassen). Aber das geht eben nicht allen so. Viele fühlen sich unter Druck gesetzt. Dann fragt die Oma zur Krönung noch nach, ob das Kind denn schon aufs Töpfchen geht, weil das jedes Kind in dem Alter ja schon kann und man weiß einfach nicht mehr, was wirklich richtig und falsch ist.

Übertragen wir das jetzt einmal auf unsere Hunde. Jeder kennt das doch. Geht man in die Welpenschule wird einem beigebracht, dass der Hund dieses oder jenes lernen muss. Man lernt, dass „Sitz“ und „Platz“ die Basis jeder Hundeerziehung sind und mit 12 Wochen sollte der Hund schon ordentlich an der Leine laufen und die ersten Kunststücke beherrschen.

Man gelangt ungefragt in einen Konkurrenzkampf, um den Welpenkurs im Anschluss zu bestehen. Nachdem dieser bestanden ist, muss man als verantwortungsbewusster Halter den Junghundekurs machen und so geht es weiter, bis der Hund einfach nicht mehr kann.

Kommt man aus diesem Teufelskreis irgendwie heraus? Ich sage: Ja!

Wie geht die Hundeerziehung denn einfach?

Ich verrate es euch: Hört auf euch mit anderen zu vergleichen. Damit steht und fällt der Erfolg eurer Hundeerziehung. Euer Hund kann mit 10 Wochen noch nicht zuverlässig „Sitz“? Okay, dafür kann er vielleicht schon an der Leine laufen oder wartet erfolgreich vor dem Futternapf, bevor ihr ihn freigebt.

Ihr habt ein Problem mit eurem Hund? Okay, das passiert. Hinterfragt euch und euren Hund. Versucht herauszufinden, woher das Verhalten kommt und überlegt euch was ihr an euch und eurer Erziehung ändern könnt, damit euer Hund wieder die Möglichkeit hat sich anders zu verhalten.

Und wenn ein Welpe bei euch einzieht, dann tut mir einen Gefallen: Überlegt euch, was euch wichtig ist in eurer Beziehung mit eurem Hund. Möchtet ihr einen Hund, der Kommandos super und erfolgreich ausführt? Dann übt mit ihm. Möchtet ihr lieber einen, der zwar keine Kommandos kennt, dafür aber in eurer Nähe bleibt? Dann erzieht ihn in diese Richtung.

Macht euch eine Liste, was euch im Zusammenleben mit eurem Hund wichtig ist und schaut dann, was der Hund wann können muss. Natürlich ist eine gewisse Erziehung unerlässlich. Sie ist notwendig, aber sie geschieht automatisch. Nicht jeder Hund muss Kommandos können. Für andere ist es aber enorm wichtig. Man kann pauschal nicht sagen, was richtig ist und was nicht. Jedes Hunde-Mensch-Gespann ist einzigartig (genau wie jedes Kind) und ihr solltet herausfinden, wo eure Reise hingehen soll.

Aber woher weiß ich, was wichtig ist?

Ich durfte jetzt vom Müller-Rüschlikon Verlag das Buch mit dem Titel „Hunde-Erziehung Einfach geht auch“ von Monika Schaal lesen. Sie ist tatsächlich eine der ersten die genau diese Individualität hervorhebt und nicht sagt, dass alle Hunde dies und jenes können müssen.

Sie versucht auch zu verdeutlichen, dass Hundeerziehung kein Wettbewerb ist den man gewinnen muss, sondern ein Prozess. Wie lange dieser Prozess ist und welche einzelnen Schritte man dabei durchläuft, das ist jedem selbst überlassen.

In ihrem Buch gibt sie ihre eigenen Erfahrungen weiter und erklärt, was für sie unabdingbar ist, was der Hund können sollte. Und wisst ihr was? Das sind auch in meinen Augen wichtige Dinge: Dass der Hund in einem Notfall abrufbar ist, dass der Hund lernt zu warten und ein Abbruchsignal. Das sind Dinge, die man nicht in jeder Hundeschule lernt. Natürlich gibt sie auch Tipps, wie man diese Dinge dem Hund verständlich machen kann. Aber sie sagt auch, dass jeder eben wissen muss, was für einen wichtig ist.

Ein wirklich tolles Buch, wenn man sich mal wieder auf das besinnen möchte, worum es in der Hundeerziehung geht: Um ein glückliches Hunde-Mensch-Team. Wenn ihr das Buch jetzt auch gerne lesen möchtet, dann kann ich es euch wirklich nur empfehlen. Wenn ihr es über den nachfolgenden Link bestellt, entstehen euch keinerlei Mehrkosten, ich bekomme aber eine kleine Provision und kann euch auch weiterhin kostenlose Informationen zur Verfügung stellen.

Was ist euch denn in der Hundeerziehung besonders wichtig? Was macht euch als Hunde-Mensch-Team aus?

Eure Dini

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.