Langstreckenwandern mit Hund und Kind

Langstreckenwandern mit Hund und Kind

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann habe ich wandern immer gehasst. Es war furchtbar, es war langweilig. Ich mochte es nicht. Jetzt kann ich mich aufgrund meiner Symphysenlockerung nur mäßig bewegen und soll mich, laut der Ärztin, viel schonen. Das ist teilweise ganz schön langweilig und so kommt die Sehnsucht auf, doch wieder lange unterwegs zu sein.

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Tja, und dann spinnt mein Gehirn sich lustige Dinge zusammen. Langstreckenwandern zum Beispiel. Besonders seit dem ich das Buch über die Alpenüberquerung mit Hund gelesen habe, möchte ich mit Abby wieder unterwegs sein. Jetzt geht es nicht. Das muss ich mir eben akzeptieren. Aber nächstes Jahr….

Langstreckenwandern mit Hund und Kind – Wie geht das?

Tja, also so wirklich kann ich es euch nicht sagen, da wir das eben noch gar nicht gemacht haben. Aber nach einigen Recherchen im Netz, habe ich mir ein gedankliches Bild gemacht, wie es ablaufen soll.

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Der Herzensmann wird wohl auch nächstes Jahr wieder viele Außendienste haben. Dann bin ich hier zu Hause mit Abby, dem Großen und dem Baby. Was macht man da die ganze Zeit? Irgendwie muss Abby beschäftigt werden, der Große will aber auch etwas unternehmen. Also klingt für mich wandern irgendwie super. Aber nur wandern ist irgendwie blöd. Umso mehr ich hier zu Hause „eingeschlossen“ bin, umso mehr will ich wieder raus.

Ich habe schon so viel von der Welt gesehen und das möchte ich dem Minimenschen nun auch langsam zeigen. Es gibt in Deutschland einige schöne Fernwanderwege. Wusstet ihr zum Beispiel, dass der Jacobsweg zum Teil auch durch Deutschland führt?

Bei der Wahl der richtigen Wanderstrecke sollte man mit Kindern darauf achten, dass die Wege nicht zu anstrengend sind und die Tagesetappen an die Kinder anpassen. Man sagt, dass ein Kind 1,5 km * Alter in Jahren laufen kann. Beim großen währen das dann 6 Kilometer. Nicht sehr weit zum Fernwandern, aber dafür habe ich auch eine Idee.

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Auch, wenn ich absolut kein Kinderwagen-Freund bin, gibt es solche Fahrradanhänger, die man auch als Kinderwagen nutzen kann. Die Räder sind richtig groß und vor allem haben diese Anhänger auch richtig viel Stauraum. Zwei Kinder würden reinpassen, so dass der Minimensch laufen kann, wenn er will und wenn er eben nicht mehr will, dann setzt er sich in den Wagen. Das Baby wird wohl die meiste Zeit sowieso getragen, kann aber notfalls eben auch in den Wagen.

Welchen Weg könnte man gehen?

Tja, das ist wahrscheinlich noch die größte Frage. Ein wenig liebäugle ich mit dem Heideschnuckenweg. Ich mag die Lüneburger Heide sooo sehr und der Weg soll wohl auch recht geeignet sein, ihn auch mit einem solchem Wagen zu machen. Was man immerhin nicht unterschätzen sollte ist die Tatsache, dass man das Ding die ganze Zeit schieben muss.

Was ich schon überprüft habe sind die Unterkünfte. Egal welche Etappe(n) man läuft, es gibt immer hundefreundliche Unterkünfte. Von daher wäre das Problem gelöst. Wenn man sich die Strecken dann selber einteilt, könnte man 3 Tage bestimmt toll wandern.

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Was sollte man beim Wandern mit Kindern beachten?

Tja und das ist wahrscheinlich die unvorhersehbarste Komponente an meiner ganzen Idee. Wie reagieren die Kinder? Ich überlege im Frühjahr zu wandern. Da ist das Baby noch klein und freut sich, wenn es einfach nur bei uns ist. Um Abby mache ich mir tatsächlich was das Laufen angeht auch keine Sorgen. Bis dahin können wir auch Kondition wieder aufbauen.

Nur wie reagiert der Minimensch? Laufen findet er eigentlich doof. Ganz oft kommt „Ich schaff das nicht mehr“. Im Zoo setzt er sich die meiste Zeit in den Bollerwagen und lässt sich rumfahren. Von daher glaube ich, dass die Alternative mit dem Wagen wohl ganz gut funktionieren könnte. Aber er soll ja immerhin auch die Natur entdecken.

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Dafür könnte man ein kleines Forscherset zusammenstellen. Mit einer Lupe, einem kleinen Gefäß, wo man kurzzeitig Käfer drinnen beobachten kann. So werden die Wege für Kinder spannend und sie haben etwas zu entdecken. Man sollte da nur bedenken: Wirklich vorwärts wird man sicher nicht kommen. Deswegen würden wir auch nicht am Wochenende wandern, in der Hoffnung dass die meisten dann arbeiten sind.

Wie bei der Harzer Wandernadel gibt es auch auf dem Heidschnuckenweg Stempelpässe, die man sich an verschiedenen Punkten füllen lassen kann. Je nachdem, wie viele Stempel man gesammelt hat, bekommt man einen Anstecker. Auch ein schöner Motivationsschub für die Kleinen.

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, ob die Idee in den nächsten Monaten noch weiter Formen annimmt und werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten. Habt ihr vielleicht Wanderwege, die man über mehrere Tage laufen kann, die ihr empfehlen könnt? Dann würde ich mich über ein Kommentar sehr freuen.

eure Dini

4 Gedanken zu „Langstreckenwandern mit Hund und Kind

  1. Diesen Blogbeitrag musste ich einfach lesen! Langstreckenwandern und Hund in einem Satz – das lässt mein Herz höher schlagen! Schön, dass du dich da so gut vorbereitest. Ich überlege auch schon mit Flummi eine Langstreckenwanderung zu machen, bis jetzt war ich immer ohne Hund unterwegs! Ich freue mich schon über deinen Erfahrungsbericht <3 Viel Spaß noch beim Planen, das ist sowieso eines der schönsten Dinge! 😉

    1. Dann wird es doch aber auch mal Zeit, Flummi mal mitzunehmen 😀

      Ja ich bin auch sehr gespannt, was sich da noch alles während der Planung ergibt 😀

  2. Wanderweg kann ich dir leider keinen empfehlen, aber eine Idee zur Minimensch-Motivation haette ich und zwar Wander-Bingo zu verschiedenen Themen. Also mit Baeumen, Insekten, Blumen, Tiere, usw. Eine einfache Karte und ein Kompass waeren sicher auch interessant. Falls mir noch mehr einfaellt, meld ich mich.
    Liebe Grueße,
    Julia mit Odin und Freya

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