Kann man als Schwangere weiter barfen? || Werbung

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Nachdem ich euch vorgestern erzählt hatte, wie wir das Leben mit Kugelbauch und Hundekind wuppen, möchte ich auf ein Thema zurückkommen, dass auch immer viele Fragen aufwirft. Da ich nun nicht nur Mama sondern auch Hundeernährungsberaterin bin, sprang mich das Thema also quasi förmlich an: Barfen in der Schwangerschaft.

Warum kommt diese Frage immer wieder auf?

Viele von euch fragen sich jetzt vielleicht, wie man überhaupt auf die Frage kommen könnte. Ganz einfach. Sobald man schwanger ist, lebt man in einer kleinen Blase und alles darin dreht sich um diesen kleinen Knopf im Bauch. Man möchte, dass es ihm gut geht, nimmt Nahrungsergänzungsmittel um das Wachstum zu fördern, man geht aller 4 Wochen zu Kontrolluntersuchungen, bekommt Blut abgenommen, dass auf alles Mögliche und Unmögliche getestet wird und vor allem wird einem von ganz vielen Seiten immer ganz viel Angst gemacht.

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Natürlich kommt dann über kurz oder lang die Frage, ob man denn mit rohem Fleisch weiter hantieren kann. Immerhin sollte man, wenn man noch keine Toxoplasmose hatte, auf den Verzehr von rohen Fleischwaren verzichten und roher Fisch ist aus Prinzip für alle Tabu. Wenn man sich nämlich dadurch eine Krankheit einfängt, ist man als Schwangere schwerer zu therapieren. Deswegen möchte man als werdende Mama also auf Nummer sicher gehen. Absolut verständlich und daher eine legitime Frage.

Welche Gefahren lauern beim Barfen?

Man hört ganz oft davon, dass Barfen gefährlich sei. Krankheitserreger befinden sich am Fleisch und multiresistente Keime werden dadurch auf uns Menschen übertragen. So gab es erst kürzlich eine Studie, bei der diverse Barf-Rationen auf Keime untersucht wurden. Bei dieser wurden bei jedem Fleisch auch diverse Keime gefunden.

Nun ist es aber so, dass nicht nur das Fleisch von Keimen besiedelt ist, sondern vor allem auch unsere Kühlschränke, in denen das Fleisch lagert, Dosen, Messer und Brettchen. Im normalen Alltag macht sich niemand Gedanken, ob er sich gerade Keime einfängt, wenn er sich ein Brot schmiert mit Wurst, das aus dem Kühlschrank kommt.

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Natürlich sind unsere Lebensmittel meistens erhitzt, aber die Gefahr einer Ansteckung ist schon alleine bei einer Steakzubereitung gegeben. Da wir das rohe Fleisch unserer Hunde aber nicht essen, sondern es lediglich anfassen, ist eine Ansteckung fast auszuschließen. Sollte dem nicht so sein, dürfte eine Schwangere rein gar nix Rohes mehr anfassen.

Nur am Rande, wenn unsere Hunde das Fleisch fressen, dann scheiden sie diese Keime auch wieder aus und als verantwortungsvolle Hundebesitzer macht man die Hinterlassenschaften seines Hundes natürlich weg. Nutzt dazu also bitte einen Kotbeutel und wascht euch danach die Hände.

Wie kann man trotz der Schwangerschaft weiter barfen?

Ganz einfach: In dem man sich nicht verrückt machen lässt und sich weiter an die gleichen Hygienevorschriften hält, die man schon während ganz „normaler“ Umstände berücksichtigt. Das soll heißen, dass man Messer und Brettchen in die Spülmaschine steckt, die Arbeitsflächen nach jeder Portionierung gut desinfiziert und sich vor allem nach jedem Fleischkontakt die Hände wäscht.

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Wenn du trotzdem ein ungutes Gefühl hast, dann nutze doch noch Gummihandschuhe. Damit vermeidest du den direkten Kontakt mit dem Fleisch und möglichen Keimen. Achte aber dann auch hier darauf, dass du nach dem Füttern alles gut abwäschst – auch die Hundenäpfe.

Allgemein kann ich dir raten, während der Schwangerschaft noch wenig mehr auf die Hygiene zu achten. Wisch einfach noch einmal mehr über die Arbeitsfläche als vorher und wechsel den Lappen ein paar Tage eher. Das hat nichts mit übertrieber Panik zu tun, du bekommst einfach für dich ein besseres und sicheres Gefühl und genau darum sollte es gehen. Lass dich auf keinen Fall von anderen verrückt machen.

Übrigens, Nadine Wolf hat auf ihrem Blog darüber berichtet, dass auch Fertigfutter mit Keimen belastet ist. Den Artikel findest du hier. 

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Kann jeder während der Schwangerschaft weiter Barfen?

Jetzt einmal noch fernab von Keimen und der Angst, sich irgendwo anzustecken: Viele Schwangere haben furchtbare Probleme damit, Barf-Portionen weiter zu füttern. Nicht, weil sie Angst vor Keimen haben, sondern weil sie den Geruch und/oder den Anblick nicht abkönnen.

Mir ging es bei beiden Schwangerschaften genau so. Die ersten Wochen musste ich mich beim puren Gedanken an das Futter übergeben. In der ersten Schwangerschaft war es so schlimm, dass wir deswegen für einige Wochen auf Trockenfutter umgestiegen sind. Und dann auch noch auf furchtbar schlechtes, weil wir das ein paar Wochen vorher von meiner Oma als Leckerchen bekommen hatten.

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In der zweiten Schwangerschaft war der Herzensmann Gott sei Dank bereit, das Füttern zu übernehmen. Den Plan hatte ich ihm so einfach wie möglich zusammengestellt und er hat es dann jeden Morgen zusammengesucht. Da ich mich der Küche sowieso nicht ohne Brechzeit nähern konnte, hat mich der Geruch im Kühlschrank auch nicht gestört. Jedes Mal, wenn er in den Außendienst musste, hat er schon alles vorportioniert und ich musste es nur schnell in die Küche schieben und Abby hat es gefressen. Somit war das Barfen in der Schwangerschaft für uns kein Problem.

Solltest du nur bei Pansen oder Blättermagen Probleme bekommen, ist das gar kein Problem. Diese Komponenten kannst du einfach durch Muskelfleisch ersetzen. Vielleicht hilft schon das alleine dir durch die ersten Wochen.

Eure Dini

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