Warum Hundeernährung keine Wissenschaft ist || Werbung

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Zugegeben, als Hundeernährungsberaterin lege ich schon sehr viel Wert auf eine gesunde Hundeernährung. Dennoch geht mir die Einstellung vieler Hundehalter in Bezug auf die Hundeernährung sehr auf die Nerven. Deswegen möchte ich euch heute einmal meine Sichtweise über Hundeernährung aufschreiben.

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Hundeernährung ist keine Wissenschaft.

Ja natürlich, Hundeernährung ist wichtig und es ist wichtig sich damit zu beschäftigen. Auch sollte man einmal über den Tellerrand schauen, ob das billige Futter aus dem Discounter, von dem der Hund 10 mal am Tag riesen Kackhaufen macht, wirklich das beste für den Hund ist.

Auch bin ich ein großer Befürworter davon, dass Hundehalter wissen wie man eine Deklaration richtig liest und sie versteht. Wenn ihr das noch nicht wisst, kann ich euch die miDoggy Academy ans Herz legen, dort erkläre ich es euch!

Schaut man einmal in diverse Hundeernährungsgruppen, so scheint das aber oft nicht auszureichen. Dort werden einem Ansichten um die Ohren geworfen, es wird bis aufs Blut diskutiert und auch wenn der Hund mit einer bestimmten Ernährung zurecht kommt, wird man von anderen weiter belehrt, dass man den Hund immer noch falsch ernährt.

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Letztens hatte jemand in einer Gruppe nach Tipps gefragt, wie man dem Hund wichtige Tabletten geben könne, wenn diverse Tricks, wie Leberwurst oder Käse nicht fruchten. Durch den Kontakt mit einigen Schildi-Besitzern weiß ich, dass sie die Tablette in das Loch von Frolics packen. Der Hund schaut das Leckerchen dann und die Tablette ist weg. Die Besitzerin, die nach Hilfe gefragt hatte erwähnte schon, dass sie Probleme damit hat dem Hund die Tablette in den Rachen zu legen und die Schnauze zuzuhalten. Daher gab ich ihr den Tipp mit den Frolics. Ich musste nicht lange warten und schon fing jemand an mit mir zu diskutieren, warum ich so einen ungesunden Tipp geben würde. Frolics wären ja sowas von ungesund und wenn der Hund jetzt täglich 3 Frolics bekommen würde, wäre das untragbar für diese Person.

Man sollte das Individuum sehen.

Natürlich sind Frolics nichts, was ich irgendjemandem leichtfertig empfehlen würde. Aber soll ich euch etwas sagen? Als ich das erste Mal schwanger war hat Abby sogar 2 solche Packungen bekommen, weil ich beim Geruch von Barf aufs Klo gerannt bin und wir das Futter, dank meiner Oma, im Schrank hatten. Abby hat es überlebt. Genauso würde es der Hund mit den Tabletten überleben, wenn er 3 solche Ringe pro Tag bekommen würde.

Ist es nicht unmöglich, dass wir Menschen täglich ungesunde Dinge essen und sie uns sogar „gönnen“und unsere Hunde werden gefühlt sterben, wenn sie mal etwas ungesundes bekommen?

Was ist mit Tieren, die gesundheitlich nur Fertigfutter vertragen und dann sogar nur ein vermeintlich ungesundes Trockenfutter bekommen. Glaubt mir, jeder der einen Hund mit einer Pankreatitis hat ist froh, wenn in dem Hund irgendein Futter bleibt.

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Wer diskutiert in Hundeernährungs-Gruppen überhaupt?

Ich habe die letzten Wochen einmal explizit darauf geachtet, zwischen welchen Mitgliedern solche besserwisserischen Diskussionen meist entstehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass es nie Hundeernährungsberater sind, die auf Gedeih und Verderb diskutieren. Diese hinterfragen die Fragen oft, um wirklich eine passende Antwort geben zu können.

Andere Hundehalter die sich, nach eigener Einschätzung, sehr viel mit dem Thema Hundeernährung beschäftigt haben, fangen aber an zu belehren und zu verurteilen. Oft kommt als Rechtfertigung dann auch oft „Ich habe mich schon xxx Jahre mit Hundeernährung beschäftigt“ oder „ich füttere meine Hunde schon seit xxx Jahren so“.

Ich möchte diesen Menschen absolut nichts absprechen, aber man merkt hier schon oft den Unterschied zwischen Hundeernährungsberatern und Hundehaltern. Wie immer möchte natürlich jeder der beste sein und zeigen, wie gut er ist. Das ist auch toll, dass die jeweiligen Hunde mit ihren Haltern glücklich mit der jeweiligen Art sind.

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Allerdings sollte man nicht vergessen, dass jeder Hund unterschiedlich ist. Das muss man berücksichtigen, bei jeder noch so kleinen Frage. Nicht für jeden passt Barf. Nur weil ein Trockenfutter für einen Hund passt, kann es sein dass der andere Hund es nicht verträgt. Es ist also wichtig auf den einzelnen Hund zu schauen. Dabei sollte man als Hundehalter auf sein Bauchgefühl hören. Wenn man Bauchschmerzen mit irgendetwas hat, dann sucht euch einen gut ausgebildeten Hundeernährungsberater. Den kann man mit Fragen löchern und wirklich alles fragen.

Aber nicht einmal der muss unbedingt sein. Dank Internet und wahnsinnig tollen Büchern, die es inzwischen gibt, kann man sich das eigene Wissen aneignen. Achtet nur darauf, dass ihr immer objektiv bleibt und Dinge hinterfragt. Glaubt nicht einfach alles, was ihr irgendwo lest sondern forscht nach.

Lest, macht euch schlau aber vergesst nicht: Einen Hund gesund zu ernähren ist keine Wissenschaft und dafür muss man auch nicht studieren. Beschäftigt euch einfach mit dem Thema und sucht euch die Hilfe, die ihr braucht um es zu verstehen. Dann werdet ihr sehr schnell ein Gefühl dafür bekommen, was eurem Hund gut tut.

Wie steht ihr zum Thema Hundeernährung? Macht ihr euch verrückt oder seht ihr es eher locker?
Eure Dini

4 Gedanken zu „Warum Hundeernährung keine Wissenschaft ist || Werbung

  1. Ich bin bei der Ernährung der Hunde mehr als locker … wie bei uns auch. Natürlich bekommen die Hunde oft mals etwas Rohes oder auch etwas Gekochtes oder Trockenfutter oder Nassfutter – sie bekommen aber auch die Reste von uns, einen Burger von McD.., eine Bratwurst unterwegs und vieles mehr. Wir fahren damit sehr gut und die Hunde sind gesund – mehr kann ich doch nicht erwarten.
    Ich esse ab und an mal Schokolade oder auch Gummibärchen – nur ernähren tut ich mich nicht davon. Und so halten wir es bei den Hunden auch. Weder eine paar Frolic noch die Pommes vom Vorabend sind ihre Ernährung – aber sie genießen es 🙂

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow – die froh sind, dass ABAM mittlerweile das anerkannte Fütterungskonzept ist 😉

    1. Wie schön, dass es euch damit gut geht.

      Ich muss ja gestehen, ich finde es „schlimm“, dass man froh sein muss, dass eine Art wie man füttert als Ernährungskonzept anerkannt ist. Irgendwie muss man immer alles benennen können – komische Menschen.

  2. Ich bin ganz deiner Meinung! Aber das brauche ich dir nicht zu erzählen! Danke für den tollen Artikel! Wie recht du hast!
    BTW ich hab die Frolic Diskussion sogar mitbekommen! Unfassbar, über was man diskutieren muss…

    1. Ich danke dir <3

      Ja die Frolic-Diskussion war dann der ausschlaggebende Punkt, dass ich gesagt habe ich schreibe den Post...

      Ich wünsche mir dann doch ein wenig mehr Bezug zur Realität zurück... Ich weiß gar nicht, wie die Geschichte ausgegangen ist... :-/

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