Alltägliches,  Erziehung

Zwei Kinder und ein Hund – So klappt`s.

3 Monate ist unsere kleine Prinzessin jetzt schon alt. Unglaublich, wie die Zeit gerannt ist.

Als ich mir Anfang des Jahres überlegt hatte, welche Themen ich im Blog mit ansprechen möchte, hatte ich die Idee Tipps zu geben, wie man mit einem größeren Kind, einem Baby und einem Hund so zurecht kommt, dass keiner vernachlässigt wird.

Ich lache immer noch, wenn ich daran denke.

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Okay zugegeben, ich könnte euch jetzt das Blaue vom Himmel runterlügen, euch erzählen dass das bei uns super klappt und dass jeder immer jeden Tag die gleiche Menge an Aufmerksamkeit bekommt. Aber das möchte ich nicht. Ich möchte euch ehrlich erzählen, wie es bei euch funktioniert. So ganz unperfekt, aus dem wahren Leben.

So läuft es bei uns wirklich.

Um es gleich vorweg zunehmen: Wir sind alle wahnsinnig glücklich! Tatsächlich könnte ich mir keinen Tag mehr ohne einen der zwei Minimenschen und dem Hundekind vorstellen.

Aber dennoch muss ich sagen, dass jeder mal zu kurz kommt. Absolut natürlich, aber es redet immer keiner davon. Es muss ja immer alles perfekt sein. Perfekt ist es bei uns nicht. War es nicht und wird es auch nie sein.

Dennoch achten wir darauf, dass jeder seine Zeit bekommt. Die kleine Prinzessin zwingt mich zur Langsamkeit. Sie schläft eigentlich den ganzen Vormittag – wahrscheinlich vor. Sobald der große Bruder nämlich zu Hause ist, wird es laut und da schläft es sich nicht so gut. Und bei ihr muss es leise sein, damit sie schlafen kann und (und das ist der Grund, warum Abby zu kurz kommt) ich muss an ihr liegen. Sobald ich etwas anderes mache ist sie nach einer halben/dreiviertel Stunde wieder wach. Liege ich neben ihr schläft sie stundenlang.

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Abby liegt dann auch oft bei uns und schläft. Ihr Ruhebedürfnis wird momentan also wirklich mehr als ausreichend befriedigt.

Blöderweise war die kleine mit 6 Wochen sehr schwer krank geworden und wir hätten fast ins Krankenhaus gemusst. Daher bin ich bei dem jetzigen Wetter wirklich seeehr vorsichtig, was Spaziergänge angeht. Bei dem Sturm verzichte ich zu Gunsten ihrer Gesundheit darauf. Ich hoffe auf baldig besseres Wetter, so dass wir dann endlich früh eine schöne große Runde zusammengehen können. Das Tragen im Tragetuch fehlt mir nämlich ganz schön.

Das ist übrigens mein Tipp schlechthin.

Wenn ihr mich fragt ist ein Kinderwagen für Hundehalter sehr unpraktisch. Man hat immer etwas, was man in der Hand haben muss. Mit einer Trage oder einem Tragetuch hat man das Baby eng an seinen Körper geschnallt und die Hände hat man frei.

Das Binden mit einem Tragetuch ist übrigens auch nicht schwer. Ich dachte beim ersten Mal auch „Das bekommst du nie hin!“ Inzwischen könnte ich es im Schlaf und sogar der Herr des Hauses kann die Kunst des Bindens inzwischen.

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Und unsere Nachmittage?

Nachmittags geht bei uns die Action los. Der Große wird vom Kindergarten abgeholt, der Mann des Hauses kommt nach Hause und dann startet die Party. Je nach Wetter und Laune geht es noch einmal auf den Spielplatz oder es wird zu Hause gespielt.

Wenn es geht, versuche ich dann mit Abby etwas zu spielen und zu üben. Was genau, verrate ich euch in ein paar Wochen.

Dann dauert es gar nicht so lange und es gibt schon Abendessen, weil der Große fix und fertig ist vom Tag.

Feierabend?

Noch lange nicht! Dann kommt nämlich Abbys Zeit. Natürlich war sie vorher schon pullern im Laufe des Tages, aber seit ein paar Wochen hat es sich so eingespielt, dass der Herr des Hauses mit dem Hundekind noch eine große Runde läuft. Sogar im Sturm sind sie losgezogen. Ich muss sagen, dass ich da schon ein sehr mulmiges Gefühl hatte.

Und dann schauen wir noch etwas Fern, bis das Prinzesschen mich gegen halb 10 ins Bett zwingt, weil sie auf dem Sofa nicht mehr schlafen möchte.

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So läuft das inzwischen fast jeden Tag bei uns. Ihr seht also, es muss nicht immer pefekt sein. Auch gibt es Babys, die durchaus bei Krach schlafen können, wenn die Mama nicht daneben liegt. Die können ihre Zeit wahrscheinlich auch für den Hund besser einteilen.

Aber für uns funktioniert ihr es so. In den nächsten Wochen, bei besserem Wetter, wird sich das alles noch einmal ändern. Auch wird das Prinzesschen immer größer und somit länger wach bleiben. Dann bleibt mir auch mehr Zeit für Abby.

Und bis dahin genieße ich eben die Zeit früh im Bett, mit der Prinzessin an den Bauch gekuschelt und ab und an Abby an meinen Rücken.

Unsere Tipps:

Sollte man mir jetzt unbedingt noch ein paar Tipps aus den Rippen leihern wollen, dann wären das folgende:

  1. Schafft euch ein Tragetuch/Trage an. Die Gründe dafür hab ich euch oben schon erklärt.
  2. Besorgt euch gute Leckerchen, die bestenfalls auch etwas länger zu kaufen sind. Sollte eurem Hund nämlich doch mal langweilig werden, könnt ihr ihn damit gut beschäften.
  3. Habt jemanden in der Hinterhand, der das Gassigehen für euch übernehmen kann. Bestenfalls euer Partner oder Freunde oder ein Dogsitter. Gerade das Wochenbett solltet ihr genießen und euch auch wirklich daran halten. Euer Körper wird es euch danken.
  4. Macht euch keinen Streß. Ihr seid niemandem Rechenschaft schuldig. Ihr müsst euch als Familie erst einmal finden und dabei ist es egal, ob es das 1., 2. oder 10. Kind ist. Es ändert sich immer.
  5. Habt Nachtsicht mit eurem Hund. Natürlich wird ihm langweilig. Versucht ihn trotzdem auszulasten. Suchspiele eigenen sich dafür sehr gut.
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Und dann genießt einfach eure Zeit zusammen. Es ist das aller schönste, wenn Kinder zusammen mit Hunden aufwachsen können. Gebt euch und euren Hund also nicht auf.

Eure Dini

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