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Wurmkuren, Impfungen und Co. – So machen wir es!

Als ob die Hundehaltung nicht schon schwierig genug ist, weil man sich über alles Gedanken macht, so gibt es einige Dinge die ständig zu Streitthemen werden. Wurmkuren, Impfungen, Antizeckenmittel und Co. werden in Hundegruppen ständig heiß disktutiert. Wir möchten euch heute einmal erklären, wie wir diese „Streitthemen“ handhaben und wie wir damit zurecht kommen. Erachtet es nicht als „Nur so ist es richtig“, sonden eher einen Blick hinter die Kulissen bei uns.

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Wurmkuren beim Hund

Kurz nach Abbys Einzug sind wir, ganz vorbildlich, zum Tierarzt mit ihr gegangen. Zum einen wollte ich ihr zeigen, dass ein Tierarztbesuch nichts schlimmes ist, aber gleichzeitig auch von der Tierärztin wissen, was wir nun beachten müssen.

Was sie uns gleich riet war Abby regelmäßig aller 3 Monate zu entwurmen. Die erste Tablette gab es gleich vor Ort.

Als wir dann ans andere Ende der Stadt gezogen sind, haben wir zwarngsläufig auch die Tierärztin gewechselt. Bei dieser hatten wir auch ein Schlüsselerlebnis. Inzwischen hatte ich gehört, dass man mit einigen Futtermitteln verhindern kann, dass der Hund Würmer bekommt. Daher haben wir nicht mehr „prophylaktisch“ enturmt. Das machte die Tierärztin so wütend, dass sie zum vereinbarten Impftermin Abby nicht impfen wollte, bis ich Abby nicht entwurmen würde. Sie schrie uns regelrecht an, dass eine Impfung ohne die regelmäßigen Wurmkuren nichts bringen. Die Dame hat uns nie wieder gesehen…

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Inzwischen weiß ich, dass weder die Gabe von Kokos, noch von geraspelten Möhren verhindert, dass der Hund Würmer bekommt. Würmer übertragen sich recht einfach und prophylaktische Wurmkuren gibt es nicht. Selbst wenn der Hund gerade eine Wurmkur in Form von Tabletten bekommen hat, kann er sich eine Stunde später wieder mit Würmern anstecken.

Die Alternative zu Wurmkuren

Abby wurde seit 5 Jahren nicht mehr entwurmt. Damals hatte sie Giardien und eine Behandlung war unumgänglich. Seit dem hatten wir keinen Wurmbefall mehr. Wir füttern weder irgendwelche extre Zusätze, noch Wurmkuren in irgendeiner Art.

Es gibt aber eine sehr schonende Alternative: Kotuntersuchungen. Dafür sammelt man 3 Tage lang Kot seines Hundes und schickt sie selber ins Labor. Wenn ihr einen guten Tierarzt habt, könnt ihr es natürlich auch zu dem bringen. Die Uni Leipzig zum Beispiel untersucht Hundekot und dafür bezahlt man gerade einmal 8 Euro. Giardien kosten noch einmal extra. Die Preisliste könnt ihr euch hier ansehen.

Sollte hier bei Abby ein Befall festgestellt werden, würden wir aber erst einmal mit natürlichen Mitteln statt Wurmkuren die Würmer bekämpfen.

Impfungen

Wäre ich jetzt in einer Mama-Gruppe würde ich mich wohl mit Helm bewaffnet hinterm Sofa verstecken.

Wir finden Impfungen wahnsinnig wichtig. Daher ist eine Grundimmunisierung unumgänglich. Diese wird auch jeder unserer Hunde, die wir irgendwann einmal haben werden, immer wieder bekommen.

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Ebenso bekommt Abby, nach wie vor, alle 3 Jahre ihre Tollwutimpfung. Der Grund hierfür ist ganz einfach. Sollte sie irgendwann einmal mit einem Tier in Berührung kommen, dass an Tollwut erkrankt ist, dürften die Ämter sie ohne Impfung einschläfern um eine Verbreitung von Tollwut zu verhindern.

Warum wird Abby dann nicht jedes Jahr geimpft?

Wir auch bei den Kindern sind wir der Meinung: Alles was nötig, so wenig wie möglich. Und jetzt haben wir schon das Problem an der Sache: Die Veterinärmedizin hängt gut und gerne 10-15 Jahre der Humanmedizin hinterher. Die Impfstoffe der Menschen sind wesentlich besser erforscht als die der Tiere.

Es gibt inzwischen verschiedene Angaben, wie oft man seinen Hund wieder impfen lassen sollte. Doch: Keiner weiß so wirklich, wie lange die Impfstoffe beim Hund anhalten. Man könnte eine Titerbestimmung machen. Dieser würde einem zeigen, ob der Hund noch Antikörper hat oder nicht. Da bin ich aber pragmatisch: Das machen wir bei Menschen auch nicht und Abby wird schon genügend Blut abgenommen. Außerdem ist Abby mit ihrer Schilddrüsenunterfunktion chronisch krank und fällt, meiner Meinung nach, daher sowieso raus was das Impfen angeht. Die einzige Ausnahme, die wir da machen ist wie oben genannt die Tollwut.

Medikamente

Medikamente können Leben retten. Das möchte ich gleich zu Anfang noch einmal sagen. Ich bin nicht gegen die Pharmaindustrie und bin froh, dass wir inzwischen die Mittel zur Verfügung haben, die wir haben.

Dennoch bin ich gegen den inflationären Gebrauch von Medikamenten, besonders von Antibiotikum. Antibiotikum hilft nur gegen Bakterien. Wenn der Hund etwas durch Viren ausgelöstes hat, sind sie sinnlos. Aber auch Bakterien werden inzwischen nicht mehr immer durch Antibiotika abgetötet. Die Bakterien werden gegen Antibiotika immer mehr immun. Vielleicht habt ihr schon einmal von Krankenhauskeimem gehört, das sind zum Beispiel solche Bakterien. Daher sollte man vorsichtig sein, welche Medikamente man seinen Hunden gibt.

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Vor ein paar Wochen wollte unsere Tierärztin Abby ein Antibiotikum geben, weil sie eine geschwollene Pfote hatte. Obwohl sie mir mehrmals gesagt hat, dass sie nicht weiß was Abby hat. Für mich ein absolutes No Go!

Vielmehr versuche ich alle Krankheiten und Wunden erst einmal mit natürlichen Mitteln zu behandeln. Heilpflanzen sind so wunderbar einsetzbar. Sie sind seit Jahrhunderten erprobt und bekannt. Gott sei Dank werden sie auch inzwischen immer mehr wieder genutzt. Ein Umdenken ist da und auch wir handhaben es so, dass wir erst einmal pflanzliche Mittel nutzen, statt der Antibiotika.

Futter

Diese Antwort dürfte jetzt nicht überraschen. Ihr wisst ja, dass ich inzwischen als Hundeernährungsberaterin tätig bin (wenn auch noch in Elternzeit).

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Natürlich barfen wir Abby. Aber nicht, weil ich es für das aller beste auf der Welt halte (das ist es nämlich nicht), sondern weil es für Abby das beste ist. Ich weiß ganz genau, was in ihrem Futternapf landet. Mit ihrer Krankheit ist mir das super wichtig. Außerdem kann ich die Inhaltsstoffe bestimmen. Im Garten haben wir dieses Jahr wieder nur Pflanzen angebaut, die Abby auch fressen kann. Damit weiß ich sogar, wo die einzelnen Komponenten (zumindest pflanzlicher Art) herkommen.

Vor allem kann ich auch bestimmen, welche Zustatzstoffe in Abbys Futter kommen. Kräuter haben zum Beispiel immer eine Wirkung und sollten daher auch nur eingesetzt werden, wenn man diese Wirkung auch erzielen möchte. Leider ist es in vielen Fertigfuttersorten inzwischen „cool“ geworden, jeden Schnickschnack ins Futter zu mischen. Klingt halt toller wenn da auf der Verpackung noch „mit Gebirgskräutern“ steht. Das jetzt nur als Beispiel… Ich erliege halt einfach keinem Futtertrend auf und das ist auch gut so.

Antizeckenmittel

Jedes Frühjahr geht es aufs neue los: „Welches Zeckenmittel könnt ihr empfehlen?“ Und jedes Jahr wird wieder nach Erfahrungen zu Antizeckenmitteln in Tablettenform gefragt. Die liebe Sabrina von Dietutnichts hat diese einmal gegeben und berichtet euch von ihren Erfahrungen.

Wir jedes Jahr nutzen wir keine chemischen Antizeckenmittel. Warum? Ganz einfach: Unsere Hunde sind inzwischen mit so viel unnötiger Chemie behaftet. Sie bekommen die Autoabgase ab, die Lebensmittel sind alle behandelt (sei es mit Pflanzenschutzmitteln oder Antibiotika)… Die Liste könnte noch weitergehen. Nicht nur wir Menschen leiden darunter, auch unsere Tiere. Viel mehr Krankheiten nehmen immer mehr zu. Unsere Hunde leiden immer mehr an Allergien.

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Wir hatten sehr lange ganz gute Ergebnisse mit Kokosöl gemacht. Ja, dafür gibt es keine wissenschaftlichen Belege, dass es wirkt. Es wirkt auch nicht bei jedem Hund. Uns hat es aber geholfen.

Seit nun zwei Jahren nutzen wir das Antitique Spray von Lila loves it. Seit dem sind wir, wenn wir Abby eingesprüht haben zeckenfrei. Haben wir es mal vergessen, hatten wir aber die ein oder andere Zecke, die wir aber vorher absammeln konnten. Sogar in Potsdam, wo wir noch vor den Zeckenmassen gewarnt wurden, hat Abby nicht eine gehabt, obwohl wir auch durch Dickichte gelaufen sind. Das Spray ist rein natürlich und ich vertraue diesem Spray so sehr, dass wir sogar uns damit einsprühen.

Jetzt wisst ihr, wie wir es machen. Wie handhabt ihr denn die Streitthemen? Ich bin gespannt auf eure Antworten.

Eure Dini

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