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Warum Bodenarbeit gut für Hunde ist || Anzeige

Ich weiß, dass viele Hundemenschen auch begeisterte Pferdemenschen sind und daher wird der ein oder andere vielleicht schon einmal etwas von Bodenarbeit gehört haben. Was bisher den Pferden vorenthalten war, schwappt nun langsam auf die Hundeszene über. Ich verrate euch was Bodenarbeit ist, wie sie aussieht und warum Bodenarbeit gut für Hunde ist.

Was ist Bodenarbeit?

Bei der Bodenarbeit geht es darum, den Hund langsam und ruhig über verschiedene Untergründe oder Hindernisse zu führen. Klingt vielleicht nicht sehr kompliziert, verlangt vom Hund aber einiges ab: Körperlich wie psychisch.

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Viele Hunde wissen zum Beispiel gar nicht bewusst, dass sie auch Hinterbeine haben. Klar, sie können damit laufen aber explizit damit arbeiten? Das fällt vielen Hunden schwer. Das merkt man schon, wenn man den Hund zum Beispiel das rückwärtslaufen beibringen möchte. Viele tun sich damit sehr schwer.

Dafür ist die Bodenarbeit bestens geeignet. Der Hund bekommt durch das behutsame und ruhige arbeiten ein viel besseres Gespür für seinen Körper. Bei der Bodenarbeit geht es nicht darum möglichst viel in kurzer Zeit zu erreichen, sondern gestellte Aufgaben gewissenhaft und ruhig zu bestehen. Das ist besonders für sehr aufgeregte Hunde oft schwer und daher eine gute Übung. Zum einen schulen auch sie ihre Körperwahrnehmung, was sich schon beruhigend auf sie aufwirken kann, zum anderen lernen aber auch sie mit Ruhe weiter zukommen.

Wie kann man die Bodenarbeit einsetzen?

Bodenarbeit kann unterschiedlich eingesetzt werden. Das Schöne: Es geht auch ohne Probleme zu Hause, ohne dass ihr viel Zubehör braucht. Schon ein Spaziergang im Wald könnt ihr nutzen und dort mit eurem Hund Bodenarbeit betreiben.

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Schaut mal, was ihr auf euren Spaziergängen findet. Umgestürzte Bäume? Prima, darauf kann der Hund balancieren lernen. Äste, die auf einer Wiese liegen? Klasse, macht einen Parcours daraus und leitet euren Hund hindurch.

Aber auch mit einigem Zubehör könnt ihr toll experimentieren. So könnt ihr zum Beispiel einen Stuhl zu Hause nehmen, oder eine Bank. Euer Hund kann alleine an diesem Hilfsmittel lernen, sich mit den Vorderpfoten auf den Stuhl zu stellen, sich mit allen vier Pfoten darauf auszubalancieren oder auch nur die Hinterpfoten zu nutzen.

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Ein andere Idee wären Reifen. Früher waren sie zum Hula Hoop eine super Spielmöglichkeit, heute könnt ihr eurem Hund damit etwas gutes tun. Wenn euer Hund noch sehr unsicher ist, reicht es den Reifen einfach auf den Boden zu legen. Der Hund soll nun lernen, im flüssigen Gang Pfote für Pfote in den Reifen zu steigen und genauso Pfote für Pfote wieder aus dem Reifen zu gehen, ohne dabei stehen zu bleiben. Klingt einfach? Manche Hunde können diese Aufgabe ohne Probleme lösen, andere versuchen über den Reifen zu springen oder ihn nur mit einer Pfote in der Mitte zu berühren.

Warum ist Bodenarbeit gut für Hunde?

Ganz einfach. Zum einen ist es eine schöne Abwechslung in unserem Hunde-Mensch-Alltag. Besonders wir Menschen möchten immer neues probieren. Wenn man mit viel Spaß an die Sache rangeht, freuen sich auch unsere Hunde mit uns etwas neues lernen zu können.

Außerdem ist Bodenarbeit nicht auf Schnelligkeit ausgelegt. Bodenarbeit ist eine konzentrierte Sportart, bei der der Hund lernt langsam zu agieren und nichts zu überstürzen. Besonders bei sehr aufgeregten Hunden kann das wie Balsam auf der Seele sein. Sie lernen sich zu beherrschen und ruhiger mit ihrer Umwelt zu agieren.

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Natürlich haben diese Übungen aber auch einen gesundheitlichen Aspekt: Die Muskulatur wird durch die langsamen, gezielten Bewegungen trainiert und gefestigt. Hunde, die sowieso schon Probleme mit den Gelenken und Knochen haben, können auf diese Weise zum Beispiel sehr gut ihre Muskulatur stärken.

Bodenarbeit für Hunde ist also eine tolle Ergänzung zu den bisherigen Sportarten und auch eine tolle Möglichkeit, neue Dinge mit unseren Vierbeinern zu lernen. Sie gibt ihnen nicht nur Sicherheit und Ruhe, sondern festigt gleichzeitig auch noch die Bindung zum Hund. Wenn ihr jetzt neugierig auf das Thema seid, könnt ihr noch mehr Informationen zu dem Thema in dem Buch „Bodenarbeit mit Hunden“ von Monika Schaal und Petra Rammelsberger bekommen. Das Buch ist im Müller Rüschlikon Verlag erschienen und bietet euch wirklich alle Informationen zu dieser tollen Beschäftigungsmöglichkeit.

Neben den grundlegenden Dingen bekommt ihr auch eine Vielzahl an Übungen für euren Hund an die Hand. Egal, ob ihr euch Hilfsmittel dafür anschaffen wollt oder draußen in der Natur trainieren möchtet. Das Buch zeigt euch was ihr nutzen könnt und wie ihr es am besten einsetzt.

Wie immer könnt ihr das Buch natürlich gleich hier bestellen. Für euch entstehen keinerlei Mehrkosten, ich bekomme aber eine kleine Provision und kann euch somit auch weiterhin kostenlose Informationen zur Verfügung stellen.

Wir verabschieden uns jetzt übrigens erst einmal für zwei Wochen in den Urlaub. Habt eine tolle Zeit und lasst es euch gut gehen.

Eure Dini

Ein Kommentar

  • Sandra

    Danke für den tollen Tipp. Ich bin gerade auf der Suche nach ruhiger Beschäftigung und sinnvollen Bewegungen für Aaron. Er hat teilweise ksputte Krallen und mit den ruhigen Übungen können wir hoffentlich ohne weitere Krallen Verluste aktiv sein. Das Buch habe ich über deinen Link bestellt.
    Viele Grüße Sandra und Aaron

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