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Heilpflanzen für Hunde – Mein nächster Schritt || Werbung

Im Dezember beginne ich endlich wieder mit meiner Hundeernährungsberatung. Bis dahin ist noch einiges zu erledigen, wobei mir Gott sei Dank der Herzensmann hilft. Dennoch überlege ich natürlich auch, wie ich mich für meine Kundenhunde weiterbilden kann, wie ich sie noch besser unterstützen kann. Heilpflanzen für Hunde gehören definitiv noch dazu!

Was sind Heilpflanzen?

Viele denken bei Heilpflanzen gleich an Homöopathie und irgendwelche Kugeln. Dabei ist es etwas ganz anderes! Heilpflanzen Pflanzen, die positiv auf unseren Körper wirken. Es sind alte Hausmittel, sie geben uns die Möglichkeit uns und unsere Hulde natürlich zu heilen. Ganz ohne Placeboeffekt oder Hexenrituale.

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Heilpflanzen sind anerakannt und wirksam und man kann sich, dank des Gebietes der Phytotherapie, dazu auch weiterbilden. Viele Tierärzte, die nicht mehr nur rein schulmedizinisch arbeiten, schwören darauf. Das bedeutet, dass den Hunden nicht immer Antibiotika oder andere Medikamente verschrieben werden, sondern man erst einmal den natürlichen, schonenderen Weg geht.

Heilpflanzen für Hunde sind immer mehr im „kommen“. Auch wir Menschen nutzen sie ständig, wenn auch unbewusst. Was macht ihr, wenn ihr erkältet seid? Trinkt ihr dann auch einen Pfefferminztee? Wenn ihr Bauchschmerzen habt gibt es sicher erst einmal einen Tee, bevor ihr euch Medikamente zuführt, oder? Genau das sind sie, Heilkräuter. Schon unserer Ur-Uromas (und die davor) haben um ihre Wirkung gewusst und haben sie von Generation zu Generation weitergegeben. Früher, als es noch keine Medikamente gab, waren sie das Non plus ultra, wenn Menschen erkrankten.

Was haben Heilpflanzen mit der Pharmaindustrie zu tun?

Heilpflanzen wurden von der Pharmaindustrie vertrieben. Geschickte Marketingzüge haben es geschafft, dass viele erst einmal in die Apotheke rennen oder zum Arzt und sich Medikamente verschreiben lassen – oft wird sich sogar beschwert, wenn der Arzt einem kein Antibiotikum verschreibt. Kurzum: Heilpflanzen gerieten in Vergessenheit.

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Jetzt, in Zeiten in der es immer mehr resistente Keime gibt, kommen sie langsam wieder zum Vorschein und werden immer wieder öfter genutzt und oft auch den pharmazeutischen Medikamenten vorgezogen.

Versteht mich nicht falsch, ich bin froh um unsere pharmazeutische Versorgung. Ich bin wahnsinnig froh, meinen Kindern Medikamente geben zu können, wenn sie sie brauchen. Als unsere Maus mit 6 Wochen schwer am RS-Virus erkrankte, war ich froh dass es Medikamente gibt. Ich will ihnen ihre Daseinsberechtigung also nicht absprechen. Ich möchte nur sensibilisieren, dass man nicht immer gleich zu pharmazeutisch hergestellten Mitteln greifen muss. Oft hilft schon ein Blick in die Natur.

Welche Vorteile haben Heilpflanzen?

Für mich persönlich gibt es 3 Vorteile von Heilpflanzen für Hunde und für Menschen:

  1. Man hat sie eher zu Hause als Medikamente. Zumindest geht das uns so. Gut, wir haben 2 Hustensäfte und Fiebersaft zu Hause, aber das war es dann auch schon. Den Hustensaft gibt es aber nur, wenn der Husten schlimm ist. Tee hingegen haben wir einige daheim. Von Kamille über Pfefferminze und Fenchel. Im Gewürzregal haben wir Ingwer da. Außerdem Nelken und Anis. Ein natürlicher Tee bei Erkältungen ist bei uns schnell gezaubert – auch sonntags.
  2. Sie sind natürlich! Bei uns gibt es selten einmal Fertigprodukte. Wir kochen immer frisch. Wenn die Zeit es erlaubt backen wir sogar unser Brot selber. Mir ist es wichtig zu wissen, was wir zu uns nehmen. Bei Medikamenten weiß ich das leider nicht. Wenn ich allerdings einen Tee mit Pfefferminze aufbrühe, dann weiß ich dass dort Pfefferminze drin ist. Das ist für mich ja auch der Grund, warum wir barfen. Weil wir eben wissen, was im Futternapf landet. Daher bevorzuge ich das bei solchen Angelegenheiten auch.
  3. Der wohl wichtigste Grund: Gegen Heilkräuter kann man nicht resistent werden! Bei Antibiotika ist es inzwischen so, dass die Bakterien gegen sie imun werden. Das liegt daran, dass einfach über eine zu lange Zeit alles mit Antibiotika behandelt wurde. Die Bakterien können sich untereinander austauschen, wie sie sich gegen die Antibiotika verändern müssen, damit sie ihnen nichts mehr anhaben können. Das ist der Grund, warum es inzwischen so viele resistente Keime gibt. Gegen Heilkräuter ist die Verwandlung aber nicht möglich.
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Wie kann man Heilpflanzen für Hunde einsetzen?

Kommen wir zum wirklich spannenden Teil für Hundehalter, wie man Heilpflanzen denn nun für unsere Lieblinge nutzen kann. Schon während meiner Ausbildung bei Swanie Simon habe ich davon schon immer viel gehört. Swanie Simon ist auch eine Verfechterin der natürlichen Hilfe für unsere Hunde und so gab es schon da sehr viele Tipps und Tricks, welche Kräuter wann helfen können. Aber das war eben nur an der Oberfläche. Aber auch dieses Wissen an der Oberfläche kann für Hundehalter schon ausreichend sein.

Die Morosche Möhrensuppe kennt zum Beispiel inzwischen fast jeder. Die hat man im Urlaub aber meistens nicht dabei. Gerade wenn unsere Hunde aber dort zu viel Meerwasser trinken oder Schnee fressen, kann es oft zu Durchfall kommen. Man muss dann nicht immer gleich Kohletabletten geben, ein Durchfalltee kann auch reichen. Dieser besteht aus Brombeerblättern, Kamille, Heidelbeeren und Fenchelsamen.

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Ab nächster Woche soll der Herz kommen. Oft haben wir Menschen dann mit Erkältungen zu kämpfen (außer Familie Bosse, die ist bei 30 Grad erkältet…) und auch unsere Hunde können Husten bekommen. Perfekt ist es dann, wenn man einen Histensirup im Haus hat. Auch diesen können wir selber machen. Alles was man dazu braucht ist Spitzwegerich und Thymian, eine Schicht Honig und Zeit. Wenn man das Gemisch 8 Wochen lang an einem dunklen Ort stehen lässt, entsteht ein gut wirkender Hustensirup (den auch wir Menschen nutzen können).

Aber auch bei Übelkeit könnt ihr eurem Hund ganz einfach helfen. Etwas Kamillenblüten, Leinsamen und Hüttenkäse hilfen zubereitet Wunder.

Dass ich euch jetzt aber keine genauen Dosierungen verraten habe, hat einen Grund. Die Rezepturen habe ich nämlich aus einem Buch, welches ich euch an der Stelle auch vorstellen möchte.

Heilpflanzen für Hunde

Das Buch von Dr. med. vet. Alexandra Nadig ist im Kosmos-Verlag erschienen und bietet im Hardcover gebunden auf fas 200 Seiten nämlich so viel Wissen über Heilpflanzen, dass ich euch keinen Grund geben möchte das Buch nicht zu kaufen.

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Gleich vorweg: Ich gehe nicht ganz konform mit Frau Dr. Nadigs Tipps zum Barfen. Das tut ihrem Wissen über Heilpflanzen aber keinen Abbruch.

Das Buch ist großartig! Das ist es wirklich. Nicht nur, dass es wahnsinnig viel Wissen gut und kurz erklärt ist, es ist auch wahnsinnig praktisch für den Leser gegliedert.

Anfangs beschäftigt sich das Buch noch mit den Heilpflanzen, deren Bedeutung und Wirkung. Es werden Gerbstoffe, Ätherische Öle, Schleimstoffe, Bitterstoffe, Alkaloide, Flavonoide, Cumarina und Saponine erklärt. Dann geht es für uns Hundebesitzer an die praktischen Tipps und das übers Jahr verteilt.

Zu jeder Jahreszeit gibt es ein Porträt der Heilpflanzen, die zu dieser Zeit wachsen. Es wird erklärt, wie man sie richtig sammelt und lagert. Und man bekommt, passend zu jeder Jahreszeit, Tipps was man aus den Pflanzen zaubern kann – inklusive Rezepten und Mengenangaben.

Für mich ist das Buch ein toller Start, mich intensiver mit Heilkräutern zu beschäftigen. Die passende Weiterbildung habe ich (noch) nicht gefunden, aber bis dahin kann ich das Gelernte aus der bisherigen Ernährungsberaterausbildung und dem Buch schon einmal anwenden und testen. Was mich wahnsinnig freut ist, dass es in dem Buch ein Rezept gibt, das so ähnlich wie unser Anti Tique Spray ist. Da wir damit ja schon zeckenfrei sind und unsere Flasche fast alle ist, werden wir dieses Rezept dann nächstes Jahr gleich ausprobieren.

Wenn ihr jetzt auch Lust habt euch mehr mit dem Thema Heilpflanzen zu beschäftigen, könnt ihr euch das Buch hier gerne gleich bestellen. Wie immer entstehen für euch dabei keinerlei Mehrkosten, ich bekomme aber eine kleine Provision und kann euch somit auch weiterhin kostenfreien Content zur Verfügung stellen.

Eure Dini

Ein Kommentar

  • Isabella

    Bei uns bekommen die Hunde immer malwieder Kräuter – manche einfach mal so mit ins futter gemixt, manche ganz gezielt. Da bei uns die Kräuter auch immer für die Hunde zugänglich sind haben wir schon oft festgestellt, dass es auch immer wieder Gelgenheiten gibt bei denen einer unserer Hunde ganz gezielt ein spezielles Kraut besonders gerne futtert.
    Ich nutze auch gerne Selbstgemachtes Kräuteröl als Futterzusatz – und beim Keksebacken landet mmer etwas Oregano und Thymian im Teig 😉

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

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